16.10.2018 - 14:19 Uhr
BärnauOberpfalz

Mehr Parkplätze für Bärnau

In Bärnau sind Parkplätze gefragt. Deshalb stellt Architekt Klaus Stiefler vom Planungsbüro RSP seine Pläne für das Stadtentwicklungskonzept vor.

Auf dem Areal der beiden abgerissenen Häuser in der Philipp-Mühlmayer-Straße 32 und 34 in Bärnau will Stadtplaner Klaus Stiefler fünf bis sechs Carports bauen. Viel Platz wurde durch den Abbruch der Gebäude allerdings nicht gewonnen. Die Grotte bleibt erhalten, wie sie ist.
von Lena Schulze Kontakt Profil

Der Ausbau und die Neugestaltung der Bärnauer Bahnhofstraße und der Philipp-Mühlmayer-Straße standen am Donnertagabend auf der Tagesordnung des Stadtrats. Insbesondere diskutierte das Gremium Möglichkeiten für Parkplätze. "Gestalterisch sind unsere Möglichkeiten eingeschränkt", betont der Planer. Der Straßenraum sei sehr begrenzt. Für einen Gehsteig sei kein Platz, dafür sei ein Gehbereich an der nördlichen Seite der Straße von 1,5 Meter geplant. Dieser soll mit Natursteinplaster optisch von der asphaltierten Fahrbahn getrennt sein. Die Straße plant Stiefler mit einer Breite von 4,75 Meter. Auch für große Bepflanzung gäbe es keinen Platz, der Planer denkt daher eher in Richtung Fassadengrün.

Bei einer Anliegerversammlung seien drei Punkte angesprochen worden, die Stiefler bei der Planung berücksichtigen muss: Stellplätze, eventuell eine Bushaltestelle in der Bahnhofstraße sowie öffentliche Verkehrsflächen auf privatem Grund. "Das müssen wir unbedingt lösen", stellt Stiefler fest. Derzeit ragt die Straße zum Teil in den Privatgrund von Anwohnern. Dazu müsste gegenüber der Gendarmerie die bestehende Mauer abgebrochen und nach hinten versetzt werden.

Für die Parkplatz-Problematik unterbreitete der Planer mehrere Vorschläge. Die bestehenden Parkplätze in der Kurve der Bahnhofstraße sowie die Stellplätze unterhalb des Friedhofs sollen asphaltiert und besser beleuchtet werden, um sie attraktiver zu machen. Für die Fahrbahn sieht er grobkörnigen Asphalt vor, Betonpflaster mit breiten begrünten Fugen für die Stellplätze, für den Gehbereich Natursteinpflaster. Beim Parkplatz am Ortseingang plant Stiefler eine Rundbank am Baum beim Zufahrtsweg.

Keine Bushaltestelle

Vor der Arztpraxis von Dr. Weinrich, auf städtischem Gelände würden die Parkplätze ebenfalls aufgewertet. In der Anliegerversammlung seien Ideen für den Öffentlichen Nahverkehr angeregt worden, deshalb schlägt der Planer vor, auf Kosten eines Stellplatzes ein Buswartehäuschen zu bauen. Davon hält das Gremium nichts. "Egal wo wir das Häuschen hinstellen, es fällt ein Parkplatz weg", fasst Stiefler verschiedene Optionen zusammen. Bürgermeister Alfred Stier ließ abstimmen: Nur zwei Räte sprachen sich für die Bushaltestelle aus, der Rest war dagegen.

Eine weitere Idee ist im Bereich der abgerissenen Häuser in der Philipp-Mühlmayer-Straße 32 und 34 die Baulücke mit fünf bis sechs Carports zu schließen. Sie sollen gleichzeitig die Raumkante zur Straße bilden und nur vom Innenhof befahrbar sein. Um mehr Platz zu haben, würde Stiefler die Böschung weiter nach hinten versetzten und mit einer kleinen Mauer befestigen. Die Carports könnten die Stadt an Anwohner vermieten. Das findet Hubert Häring nicht optimal: "Mich würd's überraschen, wenn die Carports angenommen werden. Vor allem wenn wir die kostenpflichtig anbieten." Er würde stattdessen mehr Parkplätze beim Friedhof bauen.

Ob die Grotte im Weg sei, erkundigten sich einige Räte. "Die Grotte bleibt natürlich erhalten. Es gibt keine Beeinträchtigung durch die Planungen", antwortet Stiefler. Das Gremium wollte zudem wissen, ob man durch den Abbruch der Gebäude mehr Fläche für die Straße gewonnen habe. "Nicht viel", weiß der Architekt. "Es gibt zwei Zwangspunkte." Die Straße ist durch jeweils eine Hausecke links und rechts begrenzt, durch die die Fahrbahn gefädelt werden muss. Zweiter Bürgermeister Michael Schedl (CSU) hat Bedenken, ob die riesigen Fahrzeuge der Landwirte durch die Straßen passen, oder die gepflasterten Partien das Gewicht aushalten. CFWG-Stadtrat Rudolf Schmidt denkt eher darüber nach, wie das Pflaster handzuhaben ist: "Besteht im Winter Rutschgefahr?" "Das Pflaster kann an der oberpfläche gestrahlt werden und wird dadurch griffiger", erklärt Stiefler. Zudem seien die Fugen zwischen den Steinen sehr eng, Rollstuhlfahrer oder Kinderwägen könnten leicht passieren.

Sanierung für 2019 geplant

Weiteren Diskussionsstoff bot die Stelle vor dem Friedhofseingang. "Die Straße ist dort recht eng. Aber gerade ältere Leute brauchen Verkehrssicherheit", findet Schmidt. Den zwei Bäumen gegenüber dem Friedhofseingang, die für eine Verringerung der Geschwindigkeit sorgen sollen, blickt er skeptisch entgegen. "Ich glaube nicht, dass das funktioniert". Gottfried Beer (SPD) pflichtet ihm bei. "Momentan wird langsam gefahren, weil die Straße kaputt ist. Wenn die Straße gemacht ist, wird wieder Gas gegeben." Stiefler schlägt nach einigem Hin und Her vor, eine Testphase mit zwei großen Pflanzkübeln zu versuchen.

Stier möchte mit den Planungen schnell vorankommen. Der Förderantrag soll bis Ende Oktober abgegeben, im ersten Quartal 2019 die Aufträge für die Straßensanierung ausgeschrieben werden.

Auf dem Areal der beiden abgerissenen Häuser in der Philipp-Mühlmayer-Straße 32 und 34 in Bärnau will Stadtplaner Klaus Stiefler fünf bis sechs Carports bauen. Viel Platz wurde durch den Abbruch der Gebäude allerdings nicht gewonnen. Die Grotte bleibt erhalten, wie sie ist.
Auf dem Areal der beiden abgerissenen Häuser in der Philipp-Mühlmayer-Straße 32 und 34 in Bärnau will Stadtplaner Klaus Stiefler fünf bis sechs Carports bauen. Viel Platz wurde durch den Abbruch der Gebäude allerdings nicht gewonnen. Die Grotte bleibt erhalten, wie sie ist.
Auf dem Areal der beiden abgerissenen Häuser in der Philipp-Mühlmayer-Straße 32 und 34 in Bärnau will Stadtplaner Klaus Stiefler fünf bis sechs Carports bauen. Viel Platz wurde durch den Abbruch der Gebäude allerdings nicht gewonnen. Die Grotte bleibt erhalten, wie sie ist.
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