14.05.2019 - 17:18 Uhr
BärnauOberpfalz

Platz für Studenten

Viele Anstrengungen unternehmen die Stadtväter für die Steigerung der Attraktivität des Ortes. Ein positives Signal sendet hier der Kindergarten – mit einer steigenden Belegung.

Interessante Pläne hat die Stadt für das Anwesen an der Bischof-Senestrey-Straße. Hier könnten Wohnungen entstehen, eventuell zur Nutzung für Studenten.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Das Kinderhaus "Unsere kleine Welt" ist hoch im Kurs: Im nächsten Kindergartenjahr wird die Zahl der jungen Besucher von aktuell 93 auf über 100 Kinder steigen. Im Stadtrat konnten die Leiterinnen Isabelle Grundler und Patricia Kreuzer von einem anhaltenden Interesse an der Kindertagesstätte berichten. So verzeichnet der Bericht aktuell in der Kinderkrippe 17 Mädchen und Jungen, ab Januar sollen es dann 21 Kinder sein. Mit den steigenden Anmeldungen müsste auch die Betriebserlaubnis, die derzeit 75 Kindergarten- und 24 Krippenplätze beschreibt, aufgestockt werden. Aufgrund der Platzverhältnisse im Kinderhaus sei dies aber möglich, war der Leitung mitgeteilt worden.

Weiteres Personal

Das anhaltende Interesse verlangt nach den Ausführungen der Kindergarten-Leitung aber auch personelle Entscheidungen. So müsste für eine ausscheidende Kinderpflegerin eine Neueinstellung erfolgen. Ebenso bräuchte es eine weitere Teilzeitkraft (15 Stunden), um gerade die Kinder zu betreuen, die eine besondere Förderung benötigen. Der Stadtrat stimmte diesen Einstellungen zu.

Befürwortet wurde auch eine Verlängerung der Zusatzkraft für die integrative Kindergartengruppe. Der Vorschlag von SPD und CFWG, diese Kraft unbefristet zu beschäftigen, wurde von der Mehrheit aus CSU und JWG abgelehnt. Bei der Sitzung machte Bürgermeister Alfred Stier darauf aufmerksam, dass die Stadt zwischenzeitlich ein Defizit von 400 000 Euro für den Kindergarten ausgleichen müsse. Dies sei eine Zunahme von rund 100 000 Euro. "Es ist eine Pflichtaufgabe der Kommune", merkte Hubert Häring (Christliche Freie Wählergemeinschaft) dazu an. Alfred Stier wusste das durchaus, dennoch forderte er eine stärkere Förderung durch Bund und Land.

Sanierung bis 2021

Auf dem Weg zu einer modernen Stadt hat Bürgermeister Alfred Stier interessante Pläne für die Gebäude an der Bischof-Senestrey-Straße 14 und Bachgasse 40. "Wir sind kurz vor dem Ankauf", schilderte Stier den Sachstand und konnte sich als spätere Nutzung die Unterbringung von Studenten in Appartements vorstellen. Eine Sanierung der Anwesen wäre ein Projekt für die "Stadt Bärnau Kommunal GmbH". Die Realisierung hielt Stier bis Ende 2021 für machbar. "Das muss angepackt werden", forderte Stier, gerade um für die künftigen Studenten des "Archaeo-Centrums Böhmen-Bayern" eine Bleibe zu schaffen. "Wir sind eine moderne Stadt, auch wenn wir mit Mittelalter Marketing betreiben", beschrieb Stier die Grenzstadt. Gottfried Beer (SPD) unterstützte durchaus die Sanierung, wollte aber eine Nutzung nicht auf die Studenten beschränken. "Die jungen Besucher sollen die Vorzüge der Region kennenlernen", setzte sich Alfred Wolf (Junge Wählergemeinschaft) für die Schaffung der Appartements ein.

20 bis 30 Personen

Auf Nachfrage von Hubert Häring (CFWG) konnte Wolf aber keine konkrete Zahl nennen, wie viele Studenten wohl zu erwarten seien. Stier konnte sich aber eine Auslegung auf 20 bis 30 Personen vorstellen. Mit Ausnahme von Hubert Häring beauftragte der Stadtrat den Bürgermeister, die weiteren Schritte zu prüfen.

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