11.02.2021 - 00:16 Uhr
BärnauOberpfalz

So geht's: Vogelhäuschen selber bauen

Der Maschinenbauer und Hobbybastler Richard Kraus arbeitet gerne mit Holz und hat ein Herz für Gartenvögel. Das Ergebnis: ein praktisches "Futterhaisl" für die Piepmätze. Wie der Nachbau geht, zeigt er in wenigen Schritten.

von Konrad RosnerProfil

Seit Jahrzehnten ist der gelernte Maschinenschlosser und spätere Werkzeugverkäufer Richard Kraus aus Heimhof ein begeisterter Hobby-Bastler. Vor allem mit Holz arbeitet er viel. Nahezu täglich ist der 68-jährige Rentner in seiner Werkstatt anzutreffen - beim Hobeln, Sägen, Fräsen, Bohren und Hämmern. Für die OWZ hat er ein "Futterhaisl", ein Futtersilo für Gartenvögel, angefertigt und sich dabei über die Schulter blicken lassen. So wird es gemacht:

Schritt 1

Für das Vogelhäuschen braucht man eine Bodenplatte. Die 19 mal 23 Zentimeter große Bodenplatte wird mit einer Unterflurzugsäge ausgesägt. "Man kann aber auch eine Kreissäge verwenden", erklärt Richard Kraus.

Anschließend werden die vier Umrandungsleisten für die Bodenplatte zugesägt. Zwei dieser Leisten sind 19 mal 5 Zentimeter, die beiden anderen sind 5 mal 26,5 Zentimeter groß. Mit Hilfe eines Akkuschraubers werden die Holzleisten an der Bodenplatte befestigt.

Schritt 2

Mit der Unterflurzugsäge sägt Richard Kraus auch die vier Wände des Häuschens zu. Die beiden seitlichen Wände sind 24 Zentimeter hoch und 13 Zentimeter lang. Die Giebel- und Rückseite haben eine Dachneigung von jeweils 22,5 Prozent. "Diese Neigung kann man auf einer Unterflurzugsäge einstellen."

Anschließend an allen vier Wandteilen den Futterschaft (5 mal 1,5 Zentimeter groß) mit einer Stichsäge aussägen, ehe mit einem Stemmeisen der Futterschacht schräg ausgestemmt wird. Die vier Wände werden danach mit Holzschrauben miteinander verschraubt.

Schritt 3

Zwei Dachhälften mit der Größe von 30 mal 18 Zentimeters aussägen. Anschließend an den beiden Innenseiten der Dachhälften die Neigung von 22,5 Prozent mittels einer Unterflurzug-säge zusägen. "Prüfen, ob die Neigung passt", empfiehlt Richard Kraus. "Dazu das Dach auf das Häuschen platzieren."

Tipp: Die beiden Dachhälften etwas größer machen, denn damit wird das Vogelfutter vor Regen besser geschützt.

Schritt 4

Beide Dachhälften wieder abnehmen und fest miteinander verbinden. Zur Versteifung beider Dachhälften am Besten innen mit einem Holzklotz ("der natürlich die gleiche Dachneigung haben muss") verschrauben. Auf das Dach noch Dachpappe aufnageln. Sie schützt vor Feuchtigkeit.

Schritt 5

Die Dachkonstruktion wird aufgesetzt. An der Giebel- und an der Rückseite mit einem Akkubohrer jeweils ein vier Millimeter großes Loch zum Holzklotz bohren. Mittels zweier abgesägter Nägel kann das Dach nun an diesen beiden Seiten befestigt werden. Das Dach hat Kraus so konstruiert, das es jederzeit zum Reinigen des Futterhäuschens abnehmbar ist.

Tipp: Am Dach eine Ösenschraube anbringen, so dass das Häuschen auch aufgehängt werden kann.

Schritt 6

Das Haus mittig auf der Bodenplatte mittels vier Holzschrauben befestigen - und fertig ist das Kunstwerk.

Schritt 7

Vogelhäuschen aufhängen und mit Vogelfutter befüllen.

Arbeitszeit:

Rund drei Stunden.

Service:

Material und Werkzeug

Benötigt werden:

schönes und trockenes Fichtenholz

Dachpappe

kleine Dachpappennägel

25 Holzschrauben

1 Ösenschraube

2 abgesägte starke Führungsnägel für das Dach

sowie:

eine Unterflurzugsäge oder auch eine Kreissäge

eine Stichsäge

Hammer

Stemmeisen

ein Akkuschrauber mit einem Schrauberbit

ein 4er Bohrer

Meterstab

ein Bleistift.

Bestes Futter für Vögel

Friedenfels

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