12.02.2020 - 14:18 Uhr
BärnauOberpfalz

SPD und Grüne für mehr politische Transparenz in Bärnau

Lang ist die Liste, die Bürgermeisterkandidat Gottfried Beer von der SPD und Grünen abarbeiten möchte, wird er denn gewählt. Am Sonntag hat er seine Ziele den Bürgern vorgestellt.

Bürgermeisterkandidat Gottfried Beer von der SPD hat klare Vorstellungen von seiner Arbeit als Bürgermeister, die er mit offenen Worten vertritt.
von Ulla Britta BaumerProfil

Auf den Tischen liegen am Sonntag im "Gasthof zur Post" als Wahlkampfgeschenke rote SPD-Bonbons und Schafkopfkarten mit dem Logo der Grünen friedlich nebeneinander. Kein Versehen, denn SPD und Grüne präsentieren sich zu den Kommunalwahlen auf einer gemeinsamen Liste mit 16 Stadtratskandidaten, darunter acht Frauen. Ein wenig stolz sind die Grünen und die SPD deshalb schon, zumal zur Wahlveranstaltung mit MdL Anna Toman von den Grünen und Thomas Döhler von der SPD auch gleich zwei Landratskandidaten anwesend waren. Toman und Döhler überließen aber das Hauptwort dem SPD-Bürgermeisterkandidaten Gottfried Beer.

Anna Toman möchte unter anderem die Jugend fördern, auch als Stadtratskandidatin. Thomas Döhler kritisierte die Regierung wegen Millionengeldbeträgen für die Infrastruktur in München. Die Landkreisbewohner aber müssten eineinhalb Stunden Bus und Bahn fahren, um von Pechbrunn bis ins nur sechs Kilometer entfernte Mitterteich ohne Auto mit dem Nahverkehr zu kommen.

Streiter für die Bürger

Gottfried Beer, seit zwölf Jahren im Stadtrat, verfolgt auch als Bürgermeisterkandidat seine politischen Ziele mit offenen Worten. Er stellte sich als einen Streiter für Bärnau und dessen Bürger vor, der für seine Ziele alle, Bürger wie Stadtrat, einbeziehen wolle. Zu seinem Alter von 63 Jahren zog er einen Vergleich mit Konrad Adenauer, der mit 73 Bundeskanzler geworden sei und das 14 Jahre lang war.

Faire Zusammenarbeit

Nie bereut habe er, dass er seit 35 Jahren Ortssprecher von Wendern sei, erzählte der Familienvater von drei Kindern, der in der Walzenbaufirma Hamm als internationaler Marketingleiter beschäftigt ist. Im Stadtrat möchte Beer eine sachliche und faire Zusammenarbeit.

Gottfried Beer kandidiert als Bürgermeister:

Bärnau

Nicht die SPD habe Vorhaben verhindert. Das sei gar nicht möglich gewesen, verwies Beer auf die Situation im Stadtrat. Vielmehr markierte er Bürgermeister Alfred Stier und Stellvertreter Alfred Wolf als die "Verhinderer". Wichtig findet Beer die Wiedereinführung der Fraktionsbesprechungen und mehr Ausschusssitzungen. Sein Plädoyer galt der Gleichbehandlung aller.

"Generationen-Begegnungsgarten"

Wieder einführen will Gottfried Beer auch die Bürgermeistersprechstunden. Weitere Anliegen sind ihm unter anderem eine Anlaufstelle für Rentenfragen, die Verbesserung der Medientechnik und des Nahverkehrs, Straßensanierungen und ein Ärztezentrum beim Einkaufsmarkt Diska. Als soziale Aufgabe bezeichnet er die Leerstände in der Stadt, die man zu Wohnraum für Senioren umgestalten könne. Auch sei Wohnraum für junge Familien notwendig. Statt dem geplanten Großparkplatz beim Alten Schloss wünscht sich Beer dort einen "Generationen-Begegnungsgarten". Beim Skilanglaufzentrum Silberhütte müsse man wegen der schlechten Schneelage über einen Zukunftsweg im Sommer sprechen. "Aber unter dem Aspekt, den Natur-Charakter zu erhalten."

SPD und Grüne fordern neue Gesprächskultur im Bärnauer Stadtrat:

Bärnau

Vom Förderverein des Skilanglaufzentrums Silberhütte als Teil der Kommune wünscht sich Beer mehr Werbung auf deren Homepage über Bärnau. Schließlich würde das Zentrum auch durch die Stadt gefördert. Im Kindergarten und der Kita will Beer Beitragsfreiheit schaffen. Offenlegen wolle er die Stabilisierungshilfe und die Belange der Kommunal GmbH.

Offenheit und Transparenz

Zum Hallenbad meinte er, die Diskussionen darüber hätten das Klima im Stadtrat vergiftet. "Die Art und Weise, was da alles gewesen ist, war unerträglich." Besonders freute Beer, dass auf der gemeinsamen Liste von Grünen und SPD acht Frauen zu finden seien. "Ich bin darauf sehr stolz, denn Frauen sind bei uns keine Listenfüller, sondern das Rückgrat." Er sprach sich als Bürgermeisterkandidat für eine Politik mit Vernunft, Offenheit und Transparenz aus, "die verbindet und nicht spaltet."

SPD und Grüne können zufrieden sein: Die Wahlveranstaltung im "Gasthof zur Post" war bestens besucht. Viele Bürger zeigten Interesse am SPD-Bürgermeisterkandidaten Gottfried Beer.

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