06.03.2019 - 15:31 Uhr
Oberpfalz

Bauscher stattet Bordbistros der ganzen ICE-Flotte aus

Der Porzellanhersteller BHS tabletop macht im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 118,7 Millionen Euro weniger Umsatz, bleibt jedoch profitabel. Das Unternehmen sichert sich große Aufträge der Bahn und der weltweit größten Hotelkette.

Blick in das BHS-tabletop-Werk in Schönwald.
von Julian Trager Kontakt Profil

BHS tabletop ist auch im schwierigen Marktumfeld 2018 profitabel geblieben. Das teilte der Porzellanhersteller (Marken: Marken Bauscher, Schönwald und Tafelstern) am Mittwoch in Selb mit. Allerdings spürte das Unternehmen nach fünf Wachstumsjahren in Folge im abgelaufenen Geschäftsjahr die international schwieriger gewordenen Rahmenbedingungen.

So verringerte sich der um Währungseffekte bereinigte Umsatz im Konzern von 121,5 Millionen Euro um 1,6 Prozent auf 119,5 Millionen Euro. Inklusive Währungseffekten betrug der Rückgang 2,3 Prozent, der reale Umsatz beläuft sich auf 118,7 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) vor Sondereffekten ging von 5,8 Millionen Euro auf 4,1 Millionen Euro zurück. 2018 war das Konzernergebnis unter anderem aus einem Vorstandswechsel und einer Wertberichtigung auf eine passive Finanzanlage geprägt. Das Ebit inklusive Sondereffekte betrug 2,6 Millionen Euro (Vorjahr: 4,8 Millionen Euro). Der bereinigte Jahresüberschuss belief sich auf 2,9 Millionen Euro nach 3,5 Millionen Euro. "Trotz ungünstiger Rahmenbedingungen in wichtigen Märkten, durch die wir 2018 nicht alle Ziele erreicht haben, sind wir weiter sehr profitabel unterwegs und können wichtige Investitionen in technologische Neuerungen und in die Digitalisierung des Unternehmens aus eigener Kraft stemmen", wird Vorstandsvorsitzender Christian Strootmann in der Mitteilung zitiert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sicherten sich die Marken von BHS tabletop einige hochkarätige Aufträge. Zuletzt zog Bauscher eine Großbestellung der Deutschen Bahn über 430 000 Porzellanteile für die Bordbistros der kompletten ICE-Flotte an Land. Die weltweit größte Hotellkette, die Marriott-Gruppe, kaufte 47 000 Teile von Tafelstern.

Aber: "Der Gegenwind ist merklich rauer geworden", so Strootmann. "Die bekannten protektionistischen Entwicklungen wirken sich auf das Stimmungsbild in der Wirtschaft aus." Trotzdem blickt der Vorstandsvorsitzende optimistisch in die Zukunft. Für 2019 plant das Unternehmen Modernisierungsinvestitionen in Höhe von 4,9 Millionen Euro. Zudem. Die Zahl der Beschäftigten blieb mit 1165 Mitarbeitern nahezu gleich.

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