24.01.2020 - 16:08 Uhr
BayernOberpfalz

Erschossene Familie in Starnberg: Polizei geht von Mord aus

Nach dem gewaltsamen Tod einer Familie in Starnberg ging die Polizei zuerst von einer Familientragödie aus. Dann kam die überraschende Wende.

Polizei-Absperrband ist vor einem Wohnhaus zu sehen. Foto: Lino Mirgeler/dpa
von Agentur DPAProfil

Starnberg. Im Fall der erschossenen Familie aus dem oberbayerischen Starnberg geht die Polizei nun von Mord aus. Ein 19 Jahre alter Bekannter des getöteten Sohnes habe das Verbrechen gestanden, teilte die Polizei am Freitag in Fürstenfeldbruck mit.

"Die detaillierte Schilderung und ein inzwischen wiederhergestelltes Handy-Video zum Tatgeschehen, das der 19-Jährige selbst drehte, belegen dieses Eingeständnis." Festgenommen wurde auch ein 18-Jähriger, der den 19-Jährigen zum Tatort gefahren und wieder abgeholt haben soll.

Im Haus des Hauptverdächtigen sei zudem "ein ganzes Waffenarsenal, darunter auch Kriegswaffen beziehungsweise Stoffe, die zur Herstellung von Sprengstoff dienen können, sowie Munition" aufgefunden worden, hieß es.

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Die Ermittler waren zunächst davon ausgegangen, dass der 21-jährige Sohn vor knapp zwei Wochen seine Eltern und sich selbst erschossen hatte. Ermittlungen zur Herkunft der beiden gefundenen Pistolen führten jedoch zu dem 19-Jährigen, der aufgrund der gemeinsamen Leidenschaft für Waffen mit dem 21-Jährigen befreundet war. Dieser absolvierte eine Ausbildung als Büchsenmacher.

Die Leichen der 60 Jahre alten Frau und ihres 64 Jahre alten Mannes waren am vorletzten Sonntag im Schlafzimmer im ersten Stock des Hauses gefunden worden. Die Leiche des Sohnes wurde - ebenfalls mit einem Kopfschuss - in dessen Zimmer entdeckt. Eine von zwei Pistolen lag direkt neben ihm. Weder die Eltern noch der Sohn hatten eine waffenrechtliche Erlaubnis.

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