Miesbach. Florian Perkmann hat den Leberkäs-Krapfen erfunden. Der Bäckermeister bekommt für die Idee viel Zuspruch. Aber auch Hass schlägt ihm entgegen. Rückblick: Bei einem Ausflug mit seiner vierjährigen Tochter entstand die Idee zum neuartigen Produkt. Sie hatte Hunger auf einen Krapfen. "Da kam mir die spontane Idee, den mit Leberkas zu kombinieren", berichtet der 43-jährige Bäcker im Interview mit inFranken.de. Ein "Standard-Krapfen" mit Marmelade, eine Scheibe Leberkäs, etwas Senf. Fertig. Anfangs gab es noch scharfen Senf, mittlerweile hat sich süßer Senf durchgesetzt berichtet Perkmann.
Lob, Hass und Missionare
Der Bäcker aus Oberbayern hat das Produkt auf seiner Facebookseite vorgestellt. Dafür gab es Lob von Kunden. Aber auch Kritiker meldeten sich schnell zu Wort. In einem Kommentar zu Perkmanns Nachricht schreibt ein Nutzer: "PFUI TEUFEL ! WIE KÖNNT IHR NUR SO EINE SCHEISSE FRESSEN ! DAS FLEISCH KOMMT BESTIMMT AUS ELENDEN TIERFABRIKEN _ EUCH ALLE SOLLTE MAN DURCH EINEN SCHLACHTHOF FÜHREN......SCHÄMT EUCH !" Perkmann hat geantwortet: "Endlich mal ein Hater nach meinem Geschmack! Für den Grund, warum wir Menschen auch Fleisch essen, beschweren Sie sich doch bitte bei der Evolution. Ihr Bäckermeister Ihres Vertrauens."
Der Leberkäse kommt laut Bäckermeister Florian Perkmann aus örtlichen Metzgereien, nicht aus "Tierfabriken". Auch Veganer und Tierschutzorganisationen haben sich laut Perkmann gemeldet. Nicht immer freundlich. "Diese Missionarskultur ist nervig. Ich esse sehr bewusst Fleisch und habe mehrere Vegetarier in der Familie, aber das geht zu weit!", erklärt Perkmann gegenüber infranken.de. Warum er trotzdem weitermacht? Der Zuspruch sei es (ein junges Paar war extra aus Salzburg zum Test angereist). Und Kommentare wie dieser: "Bläd is des niad. Im Fasching gibt's de Krapfn aa mit an schoarfn Senf..."
Am Faschingsdienstag soll dann Schluss sein mit dem "nicht-veganen-Faschingskrapfen". Vorerst.













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