20.07.2018 - 16:33 Uhr
BodenwöhrOberpfalz

Einsatz für den ländlichen Raum

„Die absolute Mehrheit der CSU“ zu verhindern, ist das erklärte Ziel der Freien Wähler (FW). Das hält Landtags-Direktkandidat Joachim Hanisch für durchaus realistisch - angesichts der aktuellen Umfragewerte der Christsozialen.

Jürgen Hanisch, Alfred Jäger, Joachim Hanisch, Richard Tischler und Maria Schlögl (von links) eröffneten den Bezirks- und Landtagswahlkampf der Freien Wähler.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

"Die Freien Wähler stehen dann als Koalitionspartner zur Verfügung", betonte der Landtagsabgeordnete beim Wahlkampfauftakt des FW-Kreisverbandes am Donnerstag beim "Troidlwirt" in Neuenschwand. Ob es tatsächlich zu einer Zusammenarbeit kommt, hänge dann von der Verhandlungsbereitschaft der CSU ab. Joachim Hanisch ist zwar für eine starke Polizeipräsenz vor allem an den Grenzen, aber gegen eine "teure Reiterstaffel" in den Städten, wie dies Ministerpräsident Markus Söder plane. Hanisch erinnerte an die Erfolge der Freien Wähler und nannte stellvertretend die Abschaffung der Studiengebühren und der Straßenausbaubeitragssatzung. Seine Partei stehe für die Stärkung des ländlichen Raums, so Hanisch, der überzeugt ist: "Wir kennen die Probleme draußen".

Für soziale Gerechtigkeit

Dem Listenkandidaten Alfred Jäger geht es um die soziale Gerechtigkeit im Land und um die sichere Altersversorgung der Rentner. Es müsse möglich sein, so der Fraktionsvorsitzende im Wackersdorfer Gemeinderat, "dass der ländliche Raum bei der Bildung, der Gesundheitsvorsorge und der Freizeitgestaltung nicht abgehängt wird". Auch der Schutz der Umwelt und die Schaffung von Ausgleichsflächen seien ein Anliegen.

Familien entlasten

Der Direktkandidat für den Bezirkstag, Richard Tischler, bewirbt sich um einen Sitz in diesem kommunalen Gremium, um "den Schwächsten in der Gesellschaft" helfen zu können. "Meine Erfahrung als Bürgermeister kommt mir dabei zugute", ist der Pfreimder Rathaus-Chef überzeugt. Über die Liste will Maria Schlögl den Sprung in den Bezirkstag schaffen. Sie möchte ihre langjährige berufliche Erfahrung als Prokuristin und Leiterin der Personalabteilung einer großen Firma einbringen in ihre politische Arbeit. Seit 20 Jahren ist Maria Schlögl für die Freien Wähler aktiv. Kreisvorsitzender Jürgen Neuber appelliert an die Mitstreiter in der Partei, Überzeugungsarbeit zu leisten und die "Unentschlossenen" zu gewinnen, damit sich die Prognose von neun Prozent nach oben verschiebe. "Wir haben gute Kandidaten und gute Themen", ist Jürgen Neuber überzeugt. Die Freien Wähler setzen sich für eine Entlastung der Familien ein und fordern die Abschaffung der Kita-Gebühren.

Der Kreisvorsitzende kündigte bis zu den Wahlen elf Informationsveranstaltungen und 20 Info-Stände vor Ort an. Am 8. Oktober ist in der Miesberg-Gaststätte die Abschlussveranstaltung. Am 20. September findet im Freizeitzentrum Bruck die Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes statt.

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