18.07.2019 - 15:31 Uhr
BodenwöhrOberpfalz

Lehrreiches rund um den Wald

Wissen vor Ort vermitteln: Das ist das Ziel der Waldjugendspiele. Heuer beteiligen sich knapp 900 Schüler aus 42 Klassen im Landkreis Schwandorf daran. Nun werden die Sieger geehrt.

Die Klasse 3/4 b der Grundschule Bodenwöhr erreichte den ersten Platz bei den 50. Waldjugendspielen. Mit ihr freuten sich (von links) Rektorin Margit Schmidbauer, Bildungsbeauftragter Fritz Reichert, Forstdirektor Alwin Kleber und Forstpate Tobias Engl.
von Ingrid SchiederProfil

Jubel in der Grundschule Bodenwöhr: Die Kombi-Klasse 3/4 b hat sich bei den Waldjugendspielen heuer im Frühjahr den ersten Platz gesichert. Nicht minder groß war die Freude bei den Schülern aus dem benachbarten Bruck: Hier hatte die Klasse 3/4 a den zweiten Platz erzielt. Die Drittklässler aus Trausnitz holten den dritten Platz, konnten aber aus terminlichen Gründen nicht bei der Siegerehrung gestern in der Bodenwöhrer Hammerseehalle dabei sein. Die Waldjugendspiele fanden heuer in der 50. Auflage statt. Aufmerksame Schüler hatten die Ansprache von Rektorin Margit Schmidbauer verfolgt und wussten sofort Bescheid, als Forstdirektor Alwin Kleber dahingehend bei den Schülern nachfragte.

Richtig zugeordnet

Überhaupt erwies sich der Lernstoff rund um den Wald als keine Eintagsfliege. Bevor es zur Preisverleihung ging, gab es noch einmal Fragen aus dem Bereich Waldjugendspiele, aus Flora und Fauna. Forstbildungsbeauftragter Fritz Reichert und Forstpate Tobias Engl - beim Wettbewerb zuständig für die Bodenwöhrer Klasse - hatten Blätter, Geweihe, Zapfen und Holzstücke mitgebracht. Mühelos konnten die Schüler alles richtig zuordnen.

Rektorin Schmidbauer hatte die Schüler damals im Einsiedler Forst begleitet. Dort wird der Wettbewerb an drei aufeinanderfolgenden Spieltagen ausgetragen. Verhindert war Klassenlehrerin Stefanie Lurz, die die Siegerehrung mit weiteren Beiträgen bereicherte. Sehr gut kam dabei das Tierstimmenquiz an, bei der die Kinder sich als recht kundig erwiesen - und zwar nicht nur die Dritt- und Viertklässler, sondern auch bereits die ebenfalls anwesenden Schüler der Kombiklassen 1/2.

Sowohl die Bodenwöhrer Schüler als auch die Gäste aus Bruck mit ihrer Lehrerin Kerstin Schmiedel hatten musikalische Beiträge einstudiert, mit denen sie die Siegerehrung festlich gestalteten. Forstpate für die Brucker Schüler war damals Michael Forster, für Trausnitz Andreas Erd. Rektorin Margit Schmidbauer freute sich darüber, dass der erste Preis an die Gemeinde am Hammersee geht. Neben der Digitalisierung sei die Vermittlung von Natur- und Umweltschutz wichtig, hob sie weiter hervor. Dieses Weitergeben von Wissen brauche Sinnenerfahrung. Der personelle Aufwand für die Waldjugendspiele ist enorm: Heuer beteiligten sich knapp 900 Schüler aus dem Landkreis Schwandorf in 42 Schulklassen. Über 40 Mitarbeiter der Forstämter Schwandorf und Cham sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Spiele.

Artenvielfalt im Fokus

Forstdirektor Alwin Kleber führte aus, dass die Waldjugendspiele immer unter einem bestimmten Leitwort stehen. Heuer sei es "Biodiversität" gewesen, also die Artenvielfalt, auf die besonders eingegangen wurde. Freuen konnten sich die drei Erstplatzierten auf Urkunden, Holz-Medaillen und Stofftiere. Die Drittplatzierten aus Trausnitz erhalten noch ihre Preise: Neben Urkunden und Holz-Medaillen bekommen die Schüler schwingende Holz-Papageien.

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