10.11.2019 - 15:54 Uhr
BodenwöhrOberpfalz

Ziel: mindestens acht Kreisräte der Grünen

Die Liste der Grünen für die Kreistagswahl 2020 steht. Samstagabend wurden die entsprechenden Weichen gestellt. Auf Platz 1 kandidiert Ulrike Pelikan-Roßmann aus Wackersdorf. 60 Kandidaten treten an.

Die Grünen stellten ihre Kandidatenliste für die Kreistagswahl 2020 auf. Auf Platz 1 kandidiert Ulrike Pelikan-Roßmann (Mitte). Der Landkreis brauche mehr Grün, brauche auch mehr Frauen in der Politik, sagte sie. Die anderen Spitzenkandidaten sind (von links) Benjamin Quaas, Sirko Galz, Rudi Sommer, Martina Pfauntsch, Elisabeth Bauer, Marion Juniec-Möller und Andre Petershans. Die Landtagsabgeordnete Anna Toman (rechts) hatte die Wahlleitung inne.
von Ingrid SchiederProfil

Zügig verliefen die von formaler Genauigkeit geprägten Neuwahlen. Es sei notwendig, dass alles korrekt ablaufe, da den Grünen ein rauer Wind ins Gesicht wehe, ließen einige Sprecher durchblicken.

Kreisvorsitzender Benjamin Quaas aus Teublitz hieß die zahlreich erschienenen Mitglieder im Gasthaus Lutter willkommen und dankte Rudolf Sommer für die Organisation. „Die Gegner schlafen nicht“, betonte er. Es herrsche starker Gegenwind, vor allem von ganz rechts. Landtagsabgeordnete Anna Toman leitete die Wahlen. Bereits im Vorfeld war festgelegt worden, dass alle Kandidaten, die auf der Liste stehen, auch stimmberechtigt sind. Festgelegt wurde auch, dass über die Listenplätze 1 bis 8 einzeln abgestimmt werde, die Plätze von 9 bis 60 im Block. Auch wurde den Kandidaten bis zum Listenplatz 8 die Gelegenheit eingeräumt, innerhalb von vier Minuten sich und ihre Ziele vorzustellen.

Auf Platz 1 kandidiert Ulrike Pelikan-Roßmann aus Wackersdorf. Der Landkreis brauche mehr Grün, brauche auch mehr Frauen in der Politik, sagte sie. „Was der Landkreis nicht braucht, ist die Spaltung durch die Rechten.“ Auf Platz 2 findet sich Rudolf Sommer aus Bruck. „Es ist mir ein Herzenswunsch, dass wir mit einer großen Fraktion in den Kreistag einziehen und dass wir, in welcher Konstellation auch immer, die Geschicke des Landkreises mitbestimmen.“ 24 Jahre sei er in der Opposition und daher entsprechend geprägt. Er klagte, "dass wir als Grüne verächtlich gemacht und diffamiert werden.“ Doch Wissenschaftler bestätigten, dass es keinen Zweifel mehr gebe, dass sich die Menschheit in Lebensgefahr begebe. Eintreten will Sommer auch für soziale Gerechtigkeit. „Vor allem will ich, dass wir stärker sind als die AfD.“ Auf Platz 3 steht Marion Juniec-Möller aus Schwandorf. Sie schilderte ihr Engagement bei der Gewerkschaft Verdi. Es gelte, die Schöpfung zu bewahren und den Kindern eine intakte Natur zu hinterlassen. „Wohin mit dem Müll?“, Hier gehe sie davon aus, dass die kleine Ofenlinie in Schwandorf durch eine größere ersetzt werde, sobald die Kommunalwahlen vorbei sind. Auf Platz 4 kandidiert der Nabburger Andre Petershans. Ihm liegt der Klimawandel, die Artenvielfalt und das Gesellschaftspolitische am Herzen. Gefordert sei man bei dem Aufhalten des Rückgangs der Artenvielfalt. Auf Rang 5 steht Elisabeth Bauer aus Nittenau. Sie möchte eine Politik für den Menschen im Einklang der Natur. Seit 2014 ist sie Stadt- und Kreisrätin. Auf Rang 6 kandidiert Benjamin Quaas (Teublitz). In den Kreistag wolle er ganzheitliches Denken bringen. Martina Pfauntsch aus Bruck steht auf Platz 7. Ihr Schwerpunkt liegt auf den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und die bessere Koordination von Bus und Bahn. Rang 8 nimmt Sirko Galz aus Burglengenfeld ein. Er hat Biologie studiert. Mittlerweile sei er selbstständig, aber in einem anderen Bereich. In Burglengenfeld fungiert er als Ortssprecher.

Auf den weiteren Plätzen kandidieren: 9. Claudia Müller-Völkl (Nittenau), 10. Franz Schmidkunz (Maxhütte-Haidhof), 11. Hannah Quaas (Teubliz), 12. Paul Groß (Schwandorf), 13. Tina Winklmann (Wackersdorf), 14. Klaus Pöhler (Neunburg vorm Wald), 15. Sigrid Markgraf-Rank (Maxhütte-Haidhof), 16. Manfred Pfauntsch (Bruck), 17. Franziska Wünsch (Schwandorf), 18. Christoph König (Nittenau), 19. Claudia Salzberger (Nabburg), 20. Florian Klein (Wernberg-Köblitz), 21. Claudia Lehmann-Schmidkunz (Teublitz), 22. Stefan Weiherer (Wackersdorf), 23. Magdalena Sommer (Bruck), 24. Norbert Wein (Burglengenfeld), 25. Barbara Goldmann (Kulz), 26. Frank Möller (Schwandorf), 27. Yvonne Baldermann (Teublitz), 28. Willi Klein (Bruck), 29. Barbara Hinner-Gelke (Schönsee), 30. Christoph Namislo (Teublitz), 31. Veronika Peters-Brunner (Schwandorf), 32. Franz Probst (Nittenau), 33. Sonja Probst (Wackersdorf), 34. Mathias Rass (Schwandorf), 35. Sigrid Namislo (Teublitz), 36. Martin Mayr (Neukirchen-Balbini), 37. Angelika Weigl (Steinberg am See), 38. Simon Kothmeier (Burglengenfeld), 39. Susanne Söll (Teublitz), 40. Reinhold Schmalzbauer (Burglengenfeld), 41. Renate Kersting-Tschirpanliew (Schwandorf), 42. Josef Fischer (Bruck), 43. Margret Hoffmann (Maxhütte-Haidhof), 44. Werner Klement (Schwarzenfeld), 45. Christine Langbein (Schwandorf), 46. Christoph Riedhammer (Wackersdorf), 47. Gudrun Wolf (Burglengenfeld), 48. Bernhard Ruhland (Bodenwöhr), 49. Ernestine Namislo (Teublitz), 50. Martin Schmid (Schwarzenfeld), 51. Stephanie Wanninger (Wackersdorf), 52. Harald Söll (Teublitz), 53. Cordula Körber (Nittenau), 54. Alois Nißl (Neunburg vorm Wald), 55. Christa Bach (Maxhütte-Haidhof), 56. Johannes Feicht (Maxhütte-Haidhof), 57. Angela Wittich (Teublitz), 58. Franz Heger (Nittenau), 59. Elisabeth Jawork (Burglengenfeld), 60. Arthur Baumann (Bruck). Ersatzleute: Renate Stöckl (Schwandorf), Franz Lehmeier (Burglengenfeld), Christine Spörl (Maxhütte-Haidhof) und Bernhard Tschöpl (Fensterbach).

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