Brand (VG Neusorg)
03.12.2020 - 14:02 Uhr

Brander Bedarf für Städtebauprogramm

Die Gemeinde Brand hat in den kommenden beiden Jahren eine Menge vor. Generationenwohnen und teilweiser Freibadrückbau stehen auf der Agenda.

So soll der Rückbau des Freibads nach einer Beilage in der Sitzungsvorlage aussehen. Bild: Architekturbüro Haimerl/exb
So soll der Rückbau des Freibads nach einer Beilage in der Sitzungsvorlage aussehen.

Projekte verlängern

Damit geplant werden kann, muss die Bedarfsanmeldung bei der Regierung der Oberpfalz eingereicht werden. Dies ist beschlussmäßig vom Gemeinderat festzulegen. In der jüngsten Sitzung lagen dem Gemeinderat die entsprechenden Unterlagen vor. Schon 2018 wurde das Kommunale Förderprogramm für das Sanierungsgebiet „Ortskern Brand“ beschlossen und eine Laufzeit bis zunächst 31.Dezember 2020 festgelegt. Durch die Städteplanerinnen Judith Kinzl und Anna Firak vom Architekturbüro Haimerl wurden bisher 55 Beratungen geführt und 29 Vereinbarungen mit den Grundstückseigentümern abgeschlossen. An Fördermitteln wurden bereits rund 85.000 Euro ausbezahlt.

Viele Maßnahmen sind noch im Laufen, bedingt auch durch die Auslastung der Baubranche. Es wird daher vorgeschlagen, das Förderprogramm um weitere zwei Jahre zu verlängern. Als Bedarfsanmeldung für das Jahr 2021 werden 50 000 Euro Fördermittel vorgeschlagen. Auch das kommunale Förderprogramm „Leerstand“ wurde beschlossen und dafür ebenso Verlängerung beantragt. Mit Bescheid vom 15.Mai 2020 wurde eine Zuwendung in Höhe von 162 000 Euro für drei Anwesen bewilligt. Derzeit laufen hierzu in Brand zwei Maßnahmen.

Der Abriss des „Goldenen Hirschen" ist schon passiert. Dann muss die frei werdende Fläche umgestaltet werden. Die Planung es Landschaftsarchitekten Alfred Strohn aus Krummennaab wurde in einer Sitzung bereits anerkannt. Eine Kostenberechnung in Höhe von 368 450 Euro brutto inklusive Baunebenkosten liegt bereits vor. Im Bewilligungsbescheid für die Abrissarbeiten des Gebäudes wurde für die Gestaltung der Freianlagen eine Förderung von 90 Prozent in Aussicht gestellt. Als Bedarf für das Jahr 2021 werden somit 331 605 Euro angemeldet.

Antrag eingereicht

"Freibadbrache Brand - Rückbau von Gebäuden Bauabschnitt l" steht darüber hinaus an. Im November 2019 wurde ein entsprechender Beschluss im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Förderoffensive Nordostbayern“ gefasst. 180 000 Euro zuwendungsfähige Gesamtkosten hatten sich ergeben. Ein entsprechender Antrag wurde eingereicht, ein Bewilligungsbescheid liegt jedoch nicht vor. Die Gesamtkosten werden daher nochmals für 2021 angemeldet.

Wohnen für Generationen

Schließlich ist schon lange die Umgestaltung des „Lindner-Anwesens“ im Gespräch. Laut Beschluss sollen Mietwohnungen entstehen. Die Bauverwaltung wurde beauftragt, auf der Basis der Machbarkeitsstudie des Architekturbüros Haimerl die geschätzten Kosten in Höhe von rund 1,47 Millionen Euro in der Städtebauförderung 2020 anzumelden. Aufgrund der damit verbundenen Mieteinnahmen beziehungsweise der Wirtschaftlichkeitsberechnung durch die Regierung der Oberpfalz wurde dahingehend eine Förderung von rund 400 000 Euro in Aussicht gestellt. Derzeit laufen mit dem Sozialteam Regensburg „Senioren und Pflege“ Gespräche hinsichtlich eines „Generationswohnens“ in der Fichtelberger Straße 3. Im September wurde auch Städteplaner Peter Haimerl zu einem Termin beigezogen. Vereinbart wurde, über eine Machbarkeitsstudie ein „Generationswohnen“ oder „Seniorenwohnen“ mit zwölf Wohneinheiten zu prüfen. Diese Kosten könnten zumindest als Bedarf für 2021 angemeldet werden. Der Beschluss wurde ohne Gegenstimme gefasst.

Brand (VG Neusorg)15.01.2020
 
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