Die Bürgerversammlung begann in diesem Jahr anders: mit einem Film über 100 Jahre Bayern. Mit der Städtebauförderung hat die Gemeinde die einmalige Chance, für die Beseitigung von städtebaulichen Missständen im kommunalen aber auch im privaten Bereich hohe Zuschüsse in die Gemeinde zu holen, führte Bürgermeister Ludwig König aus. Bis zu 30 000 Euro kann an Zuschüssen für Sanierung und Verbesserung gezahlt werden, für Leerstände vielleicht sogar bis 60 000 Euro. König ging auf die Einzelheiten des Projekts wie Fördergebiet ein und erklärte, dass einzelne Maßnahmen als Gesamtkonzept zu sehen seien.
Für die Freibad-Brache sei das Konzept vorgestellt worden. Man befinde sich aber noch im Anfangsstadium. Einen wichtigen Schritt zur Beseitigung von Leerständen im Sanierungsgebiet "Ortskern Brand" habe der Gemeinderat ebenfalls in der Sitzung vom 12. November auf den Weg gebracht. Anfang nächsten Jahres wird zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.
Die Straßenbeleuchtung wurde auf LED-Lampen umgestellt. Für diese beispielhafte Maßnahme habe die Kommune als Anerkennung ein Zertifikat der Nationalen Klimaschutzbehörde im Bundesumweltministerium erhalten. Im Mehrzwecksaal wurden Leinwand, Beamer, Lichtanlage und Bühnenvorhang neu angeschafft. Beim Weiher in Fuhrmannsreuthsei das Beweissicherungsgutachten mit einem Ergänzungsgutachten endgültig abgeschlossen worden. Seitens der Gemeinde Brand erfolge nun die Aufforderung zur Mängelbeseitigung. Der Breitbandausbau gehe zügig voran: Ab Mai 2019 können rund 130 Haushalte Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis 50 MBit/s buchen. Von rund 260 000 Euro entfallen auf die Gemeinde rund 26 000 Euro.
14 Kinder im Ferienprogramm
Der Bauhof war sehr aktiv: Wasserrinne in der Tannenstraße, Betonplatte für Buswartehäuschen in Bernlohe, Pflegearbeiten an Wegen sind nur einige wenige Beispiele. Die interkommunale Zusammenarbeit mit den umliegenden Bauhöfen wird auch weiterhin gepflegt und spart Geld. Der Bauhof ist für den Winterdienst maschinell gut gerüstet. Probleme machen Dauerparker an verschieden Stellen. Der Bürgermeister bat um Besserung. Die Ausrüstung der beiden Feuerwehren sei optimal, die Floriansjünger pflege sie auch gut. Der Mehrzwecksaal sei ein beliebter Ort für Feierlichkeiten geworden. Dank galt Jutta Graf für das Saal-Management auch außerhalb ihrer Arbeitszeit. Geschwindigkeitsmessgeräte gibt es nun an zwei Stellen, eines ist gekauft worden, das andere hat der CSU-Ortsverband geschenkt. Dank galt auch Carsten Rohleder für seine Arbeit in der Gründeponie. Die zwölf Kilometer Straßen seien in einem guten Zustand. Der Weg zur Grünlasmühle müsse immer wieder ausgebessert werden.
Das Ferienprogramm sei heuer nicht so gut angenommen worden. Der Dank für die Erstellung galt dem Jugendgemeinderat. 14 Kinder mit insgesamt 20 Wochen haben Learning Campus besucht. Die Gemeinde Brand beteiligte sich mit 65 Euro pro Kind, es waren 1300 Euro. Maria König wurde als neue Jugendbeauftragte vorgestellt. Michaela Schmidt ist als Familienbeauftragtefür Familien mit kleinen Kindern zuständig und arbeitet mit KoKi zusammen. Andrea Hofmann ist Ansprechpartnerin für Behinderteund Seniorenbeauftragte Waltraud Sticht leistet seit vielen Jahren wertvolle Dienste.
Die zweite Kindergartengruppe wurde im Juni eingeweiht. Momentan werden in der Krippe 13 Kinder und in der Kindergartengruppe 25 Kinder betreut, davon 14 Vorschulkinder und zusätzlich sieben Schulkinder; auch Integrativkinder, für die der Faktor 4,5 gilt.
Der Bürgermeister berichtete über das Kulturangebot und die Nachbarschaftshilfe. Ausführlich erklärte er das Nahverkehrskonzept des Landkreises und gab detaillierte Erläuterungen zum "Baxi". Zurzeit werde das Mehrzweckgebäude bezüglich Energie-Effizienz untersucht, nachdem auf der Kläranlage kürzlich eine Photovoltaik-Anlage installiert worden war. Untersucht wird auch noch eine mögliche Nahwärmeversorgung von Mehrzwecksaal, Kirche, Pfarrhaus und Pfarrheim. Auch für die Pumpstation in Fuhrmannsreuth wird eine Energieeinsparung angestrebt. Gerne wird der Radweg benutzt, auch von Inlineskatern.
60 Prozent fehlen
Der mobile Dorfladen bietet etwa 200 Produkte an, viele davon stammen aus der Region. Näheres ist in einem Flyer nachzulesen. Für die Sanierung des Schlachthauses werden derzeit die einzelnen Gewerke ausgeschrieben mit Fertigstellungstermin Ende Juli/Anfang August 2019. Unterlagen für die Freibad-Brache werden bis 1. Dezember eingereicht.
Nach Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzungmüssen die Gemeinden bei der Sanierung von Straßen erfahren, welche Finanzierung zu erwarten ist. "Es fehlen ja die 60 Prozent." Für den Lohweg ist eine Vorplanung für die Gewerke Straßenbau und Kanal, Schmutz- und Regenwasser, Straßenplanung auf der bestehenden Trassen- bzw. Straßenführung in Auftrag gegeben worden. Hintergrund
Statistische Zahlen stehen bei Bürgerversammlungen immer im Mittelpunkt. Elf öffentliche Sitzungen fanden statt mit 43 Beschlüssen, 37 davon waren einstimmig. Zehn Geburten berichtete Ludwig König, acht Hochzeiten im Rathaus und zehn Sterbefällen. 53 Wegzügen stehen 31 Zuzügen gegenüber. Neun neue Gewerbe wurden angemeldet, eines umgemeldet und fünf abgemeldet. Die Zahl der Übernachtungen gab der Bürgermeister mit 3780 für 2017 an. Es gibt 25 Arbeitslose in Brand, 10 sind männlich, 15 weiblich. In Brand gibt 489 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze 368 Beschäftige kommen nach Brand von auswärts zur Arbeit, 388 pendeln aus.














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