17.10.2019 - 13:09 Uhr
BrandOberpfalz

Die Gemeinde Brand geht mit großen Schritten in die nächsten vier Jahre

Das Investitionspaket 2020 bis 2024 lag in der letzten Sitzung vor. Arbeitsgrundlage, nur Schätzungen und alles unverbindlich

von Bertram NoldProfil

"Gelobtes Land Brand?" Beim Betrachten des Investitionspakets 2020 bis 2024, das dem Gemeinderat in der vergangenen Sitzung vorlag, ist der Gedanke an das Land, in dem Milch und Honig fließen, der erste. Es wird schnell relativiert, wenn man den Sachverhalt in der Sitzungsvorlage liest.

Es handle sich zum Großteil um Schätzungen, die noch angepasst werden müssten. Es diene als Grundlage für die Haushalts- und Finanzplanung der Gemeinde Brand. Natürlich gebe es Einflüsse, die nicht absehbar sind. "Das Paket ist natürlich unverbindlich und wir müssen alle Jahre daran arbeiten", erklärte Bürgermeister Ludwig König (CSU) dazu. "Es kann sein, dass nicht alles geht." Die Liste enthält jeweils die voraussichtliche Investition, die mögliche Förderung und das jeweilige Haushaltsjahr, in dem das Projekt vorgesehen ist.

Im Einzelnen sind das für 2020 der Neubau eines Salzsilos am Sportheimfür 50 000 Euro, die Erweiterung der PV-Anlage auf dem Dach der Kläranlagefür 15 000 Euro und mit 100 000 Euro schlägt die Umgestaltung des Eingangsbereichs des Friedhofszu Buche, wobei es für diese Maßnahmen keinerlei Förderung gibt. 120 000 Euro soll der Anbau an das Feuerwehrgerätehaus in Fuhrmannsreuthkosten mit Eigenmitteln von 92 500 Euro. Absauganlagen in den Gerätehäusern in Brand und Fuhrmannsreuth sind für je 10 000 Euro angesetzt, mangels Förderung Eigenmittel. Ein gebrauchtes Nutzfahrzeugfür 30 000 Euro für den Bauhof ist aufgelistet, auch dieser Betrag bleibt restlos der Gemeinde.

Der Ausbau des Schneebergwegsist laut Kostenschätzung des Büros Götz (Pullenreuth) mit 718 000 Euro angesetzt bei einer Förderung von 519 000 Euro. 2021 soll der Lohwegin Angriff genommen werden. 669 000 Euro stehen dafür an. Die Angabe von Fördergeldern ist wegen zu vieler offener Details nicht möglich.

Auch die Gemeindeverbindungsstraße nach Grünlasmühlekönnte 2021 anstehen. 780 000 Euro sind dafür angegeben bei 627 000 Euro Förderung. Und schließlich wurde die Gemeindeverbindungsstraße nach Nagelauf 2022 verschoben. Sie ist mit 1,412 Millionen Euro angesetzt, lediglich 278 000 Euro würden als Eigenmittel verbleiben.

Weiter steht für 2020 der Ankauf des "Goldenen Hirschen"(Kosten 99 000 Euro/Förderung 49 500 Euro) im Investitionspaket. 2021 wären die Bestandsanierung Leerstand Freibadgelände(2,0 Millionen Euro/1,78 Millionen Euro), das Projekt Mietswohnhaus Fichtelberger Straße3(1,461 Millionen/438 000 Euro) und der Kauf eines Mannschaftswagens für die Feuerwehr Fuhrmannsreuth(40 000 Euro/16 300 Euro) dran.

Die energetische Sanierung des Rathauseswürde 2022 250 000 Euro verschlingen, mit 50 000 Euro Fördergeldern sei zu rechnen. 2022 wäre auch die Erschließung von Brunnäcker II(1 Million Euro/0 Euro) und die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs für die Feuerwehr Brand(400 000 Euro/73 000 Euro) geplant.

Statt einer Zisterne soll in Fuhrmannsreuth für das Löschwasser eine andere Lösung gefunden werden, der Siedlerplatz in Neubrand ist genannt, es fehlten Heizung, Dämmung und Lüftung im Mehrzwecksaal. Ob es so kommt, könne niemand sagen. Falls nicht, würde eine Prioritätenliste erstellt werden.

Keine Gegenstimme kam von den Gemeinderäten. Über einige Punkte wollten sie gar nicht reden. Für Florian Söllner (CSU) logisch - im Frühjahr sind Kommunalwahlen, dann wird sich ein neuer Gemeinderat um die Belange kümmern.

Info:

„Learning Campus – Erlebnispädagogik aus erster Hand“ wird auf der Homepage versprochen. Viele kenne die Einrichtung schon, auch in Brand. Hier hat Learning Campus einen Vertrag mit der Gemeinde und das Echo in den vergangenen Jahren war groß. 15 Kinder nahmen 2018 das Angebot wahr und beteiligten sich an einem Kurs der Einrichtung. Warum es 2019 nur vier Kinder waren, wussten die Gemeinderäte in der vergangenen Sitzung nicht.

Hier stand die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Learning Campus auf der Tagesordnung. Es ging um 65 Euro, die die Gemeinde bezahlen muss, wenn sie sie auch 2020 weiterführen möchte.

Daran ließen die Gemeinderäte keinen Zweifel und votierten einstimmig. „Mehr Werbung“, forderte jemand. Bürgermeister Ludwig König meinte jedoch, zweimal Dorfzeitung und Presse, mehr ginge nicht.

„Das Angebot ins Ferienprogramm aufnehmen“, wurde gefordert. Das könnte ein Weg sein und dies wird die Jugendbürgermeisterin Lilli Glowka wird das mit der Jugendbeauftragten Maria König entscheiden, wenn das Ferienprogramm erstellt wird. Bis dahin werden die Eltern über das außerordentlich wertvolle Programm von Learning Campus informiert in der Hoffnung, dass sich viele den Flyer nach Erscheinen anschauen und sich wenigstens für eines der Angebote entscheiden.

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