21.10.2020 - 10:26 Uhr
BrandOberpfalz

Gemeinsamer Kreuzweg über Gemeinde- und Bezirksgrenze hinweg

Brand und Nagel bilden nicht nur eine Pfarreiengemeinschaft, auch die Gemeinden arbeiten eng zusammen. Nun wird ein Projekt gemeinsam umgesetzt - das hat nahezu Symbolcharakter.

Gute Laune beim Spatenstich! Zum gemeinsamen Spatenstich trafen sich die Bürgermeister der Gemeinden Brand und Nagel, Bernhard Schindler (Dritter von rechts) und Helmut Voit (Zweiter von links), mit Vertretern der Bauämter, Planern, Vertretern der ausführenden Firma und weiteren Verantwortlichen.
von Bertram NoldProfil

Ein Kreuzweg verbindet die beiden Gemeinden, doch mit der Straße muss dringend etwas geschehen: ein Ausbau – und zwar gemeinsam. Auf dem höchsten Punkt, der zugleich Gemeindegrenze und Grenze der Regierungsbezirke Oberpfalz und Oberfranken ist, trafen sich der Brander Bürgermeister Bernhard Schindler und sein Nageler Amtskollege Helmut Voit mit Vertretern der Bauämter, mit Planern, Vertretern der ausführenden Firma und weiteren Verantwortlichen zum gemeinsamen Spatenstich: der Start für den gemeinsamen Ausbau.

Das Ingenieurbüro für Tiefbau Götz, Pullenreuth, wurde im Mai 2019 von der Gemeinde Brand mit der Entwurfsplanung zum Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Brand–Nagel, dem Kreuzweg, beauftragt. Die Gesamtlänge der zum Ausbau vorgesehenen Strecke beträgt 523 Meter. Davon befinden sich 432 Meter auf dem Terrain der Gemeinde Brand, Regierungsbezirk Oberpfalz, und 91 Meter auf Nageler Gemeindegebiet, Regierungsbezirk Oberfranken.

Hohe Längsneigung

Die Ausarbeitung der Entwurfsunterlagen erfolgte in Abstimmung mit der Gemeinde Brand, dem staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach sowie der Regierung der Oberpfalz unter Abwägung der künftigen Nutzungs- und Funktionsansprüche. Eine höhere Beanspruchung durch Schwerverkehr ist wegen der hohen Längsneigung nicht zu erwarten. Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Tirschenreuth wurde bezüglich des Bauvorhabens von der Gemeinde Brand informiert. Eine abschließende Stellungnahme liegt noch nicht vor. Ob ein Landschaftspflegerischer Begleitplan notwendig wird, war zum Zeitpunkt der Erstellung der vorliegenden Unterlagen noch nicht geklärt. Im Bedarfsfall werden diese Planungen nachgereicht.

Sieben Monate Bauzeit

Auch Peter König, Neusorger Bürgermeister und Vorsitzender des Zweckverbands zur Wasserversorgung Oberes Fichtelnaabtal, war beim Spatenstich zugegen. Falls Änderungen an den vorhandenen Anlagen zur Trinkwasserversorgung erforderlich sind, werden diese noch vor oder während der Baumaßnahme ausgeführt.

Im August 2019 erfolgte der Beschluss zur Sanierung der Straße

Brand

Bei den Bauarbeiten wird auf Grund der beengten Verhältnisse eine Vollsperrung notwendig. Die Bauzeit für die Straßenbauarbeiten wird mit rund sieben Monaten angenommen. Der Anliegerverkehr wird, soweit möglich, aufrechterhalten. Während der Herstellung des Straßenkoffers sowie der Asphaltarbeiten wird eine unmittelbare Zufahrt aber nicht immer möglich sein. Die Betroffenen werden rechtzeitig informiert. Die Freude über den Beginn des gemeinsamen Projekts war den Beteiligten anzumerken, entsprechend humorvoll geschah der offizielle Spatenstich.

Info:

Kosten und Zuschüsse

Der wirtschaftlichste Bieter war die Firma Schreyer, Ebnath. Die Gesamtkosten sind mit 725.756 Euro veranschlagt. Auf den Straßenbau entfallen für die Gemeinde Brand 402 669 Euro und für Nagel 101 479 Euro. 83 571 Euro sind für die Gemeinde Brand für den Gehweg angesetzt. Diese Kosten sind alle zuwendungsfähig und werden mit einem Fördersatz von 79,9 Prozent bezuschusst, was rund 470 000 Euro entspricht. Nicht zuwendungsfähig sind für Brand Straßenbeleuchtung (7227 Euro) und Breitbandausbau (28 518 Euro). Die Wasserleitungsarbeiten für den Wasserzweckverband (102 289 Euro) sind ebenso nicht zuwendungsfähig.

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