Den Volkstrauertag beging die Gemeinde Brand an den Gedenkstätten in Brand und Fuhrmannsreuth. Gemeindereferentin Gabriele Sieder sprach Fürbitten und Gebete, die Blaskapelle Ebnath und der gemischte Chor schufen einen würdigen musikalischen Rahmen. In seiner Rede betonte Bürgermeister Ludwig König, dass Zeitzeugen des Zweiten Weltkrieges immer weniger werden. Damit verschwinde das Gedenken an die Opfer zunehmend aus dem Bewusstsein der Gesellschaft und Kriege sowie deren Folgen könnten in Vergessenheit geraten.
Gerade aber weil der nun schon über 70 andauernde Frieden bei uns so selbstverständlich erscheint, müsse weiter an die Opfer von Krieg und Gewalt gedacht werden. "Wer nicht mehr gedenkt, wer verschweigt oder verdrängt, der begibt sich in die Gefahr, Fehler zu wiederholen." Hass und Fremdenfeindlichkeit, Krieg und Terror dürften keine Chance haben. Der Mensch sei in die Pflicht genommen, für seine Rechte und Frieden einzutreten. In diesem Zusammenhang erinnerte Irmbert Schmidt, von der Soldaten- und Reservistenkameradschaft Brand, daran, dass zurzeit 3500 junge deutsche Soldaten im Ausland eingesetzt sind.
In Fuhrmannsreuth erinnerte der Bürgermeister an die vor 77 Jahren begonnene russische Großoffensive bei Stalingrad, die mindestens 700 000 Menschen das Leben kostete. Deutschland habe sich nach 1945 seiner düsteren Vergangenheit gestellt, es sei viel aufgearbeitet worden. Sich für Frieden und Verständigung einzusetzen sei mühsam und oft langwierig. Mit Gewalt auf einen Konflikt zu reagieren, sei dagegen einfach. Einsatz für den Frieden erfordere ungleich größeres Können und weit mehr Fantasie. Für die Krieger- und Soldatenkameradschaft Fuhrmannsreuth sprach Vorsitzender Reinhard Bauer. Er erinnerte an das Ende des Ersten Weltkrieges vor genau 100 Jahren.
Er erklärte: Aufgewachsen in einem friedlichen Land, falle es schwer, sich Krieg, Leid und Elend vorzustellen. Das eigentliche Leid kann denen, die Erfahrungen dieser Art nicht haben, in Worten nicht beschrieben werden. Frieden sei die wichtigste Grundlage für ein unbeschwertes und sorgloses Leben. Die Reden schlossen in beiden Orten mit Kranzniederlegungen, die Feiern endeten mit dem Lied "Ich hatt' einen Kameraden", begleitet von einem Ehrensalut.













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