16.05.2019 - 11:13 Uhr
BrandOberpfalz

Kontrollen gefordert

Schmutziger Parkplatz und Tempoüberschreitung am Kinderhaus Don Bosco und die Brander fragen sich: Wo bleibt das Verantwortungsbewusstsein für Mensch und Natur?

Deutlich sichtbar ist die "30" vor dem Kinderhaus Don Bosco. Es gibt immer wieder Beschwerden, dass sich viele nicht daran halten.
von Bertram NoldProfil

Manches Mal bliebe den Verantwortlichen in Städten und Gemeinden viel erspart, wenn Vernunft und Verantwortungsgefühl die Oberhand hätten und sich manche ab und zu den Spiegel vorhalten würden. Zwei solche, leicht vermeidbare Probleme wurden in der vergangenen Sitzung des Gemeinderates angesprochen.

Da ist seit einigen Wochen die Schließung des Parkplatzes zwischen Fuhrmannsreuth und Ebnath im Gespräch. Auf die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest wird in der Sitzungsvorlage hingewiesen. Benutzer des Parkplatzes werfen ihre Essensreste einfach in den Wald und das lockt nun einmal die Wildschweine an. Der Hang dahinter verleitet offenbar dazu, den Müll zu entsorgen, vermutete Bernhard Schindler (CSU). Was dort hingeworfen wird, fällt gleich von selbst noch ein Stück hinunter. "Der Waldbesitzer muss ganz schön was aushalten", meinte der Sprecher.

Eventuell Zaun

Wolfgang Doleschal (CSU) bezweifelte, dass mit der Schließung des Parkplatzes das Problem gelöst wird. Im Übrigen glaube er nicht, dass solche Sachen Gemeinden entscheiden. "Die müssen halt ihre Stellungnahmen abgeben." Wo ist die Lösung, wenn es nicht schon zu spät ist? In der Verantwortung eines jeden Einzelnen, in der Vernunft, im Bestreben um eine saubere Umwelt.

Selbstverständlich stimmte der Gemeinderat für den Erhalt des Parkplatzes, der nicht nur von Autofahrern sondern auch von Radfahrern und Wanderern genutzt wird, und möchte einen Zaun anregen, etwas höher, damit man den Abfall nicht so leicht drüberwerfen kann. Man werde sehen, wie das Straßenbauamt auf den Vorschlag reagiert.

Vernunft und vor allem Verantwortung ist auch in Brand in der Luisenburgstraße gefragt. Hier steht auf der Straße vor dem Kinderhaus Don Bosco groß die Zahl "30". Alle lesen es, viele halten sich nicht dran. "Es wird viel zu schnell gefahren", klagte Kinderhaus-Leiterin Michaela Schmidt. Leider wussten andere Gemeinderäte dazu, dass es oft die Eltern selbst seien, die sich nicht an die Vorgabe halten - manche hätten sogar ihr Kind auf dem Schoß. "Kontrolle" wurde da ganz schnell gefordert und es wird so etwas geben - Selbstkontrolle nämlich.

Mobile Anzeige

Eine mobile Geschwindigkeitsanzeige soll dort installiert werden. Das sei leicht möglich, ergänzte Wolfgang Doleschal. Es gebe einen mobilen Akku, der einige Tage lang hält. Es gab aber nicht nur Kritik, auch das Gegenteil lässt sich beobachten. Manche halten sich ganz genau dran und fahren schön langsam am Kinderhaus vorbei, wusste die Kindergartenleiterin.

Ansonsten wird man bald wieder freundlich begrüßt in Brand. Auf die Frage von Michaela Schmidt (CSU) nach dem Stand der neuen Begrüßungstafeln, erklärte ihr Bürgermeister Ludwig König, dass Bernhard Ott von der VG damit beschäftigt sei. Die Fundamente seien unterschiedlich und ein neues müsse noch gesetzt werden. Aus Grünberg kommend wird dann eine Tafel beim Anwesen Schinner stehen.

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