17.07.2020 - 12:06 Uhr
BrandOberpfalz

Magazin "Zukunft Fichtelgebirge" vorgestellt

Die Sommerlounge fällt wie viele andere Veranstaltungen Corona zum Opfer. Dennoch beschloss die Gemeinde Brand, die heuer Ausrichter der Lounge gewesen wäre, ihr Magazin mit der Auflage von 20 000 Stück vor.

Auf der Brücke am Schlachthaus stellte sich das Readaktionsteam zum Foto auf.
von Bertram NoldProfil

Die 6. Auflage des Magazins „Zukunft Fichtelgebirge“ ist fertig. Die Gemeinde Brand hatte für die Sommerlounge bereits gute und umfangreiche Vorarbeiten geleistet, doch machte Corona - wie vieles andere auch - diese Veranstaltung zunichte. Das Magazin, das jeweils den Veranstaltungsort beschreibt, sollte dennoch erscheinen. Es liegt nun in 20 000-facher Auflage vor und enthält auch 13 Seiten über die Gemeinde Brand.

104 Seiten

Eine beschränkte Anzahl an Gästen war zur Vorstellung des Magazins von der Vorsitzenden des Fördervereins Fichtelgebirge, Sybille Kießling, in den Mehrzwecksaal geladen worden. Jens Stenglein hatte die Moderation übernommen, anwesend waren neben Bürgermeister Bernhard Schindler aus Brand Vertreter aller vier Landkreise, Drucker Wolfgang Fuhrmann und viele weitere Gäste, die an der Entstehung des Magazins beteiligt waren. 104 Seiten umfasst das Magazin, qualitätsmäßig wurde noch einmal „eine Schippe obendrauf“ gelegt.

Die Absage der Sommerlounge 2020

Brand

Bürgermeister Bernhard Schindler begrüßte nach der Eröffnung durch die Vorsitzende die Gäste und stellte die Gemeinde vor, in der auch 21 Vereine für gesellschaftliches und geselligen Leben sorgen. Das Magazin enthalte eine gelungene Darstellung des Dorflebens, geschichtlich und kulturell. Das Meilensteinprojekt, das sogenannte „schwebende Schlachthaus“, sei gut erläutert. Dass ein „großes und schönes Fest“ dem Virus zum Opfer fiel, bedauerte der Bürgermeister und dankte allen, die sich engagiert an der monatelangen Planung beteiligt hatten. „Wir werden uns nicht davon abbringen lassen, das Fest 2022 groß nachzufeiern“, vielleicht sei dann die Begeisterung noch größer. Das Magazin sei eine schriftliche Form all dessen, was man auf der Sommerlounge erfährt, ergänzte Sybille Kießling.

Nachhaltigkeit und Werte

Chefredakteur Oliver von Essenberg ging dann auf den Inhalt näher ein. Auf die Themen Nachhaltigkeit und Werte sei in dieser Ausgabe großer Wert gelegt worden - das sei dieses Mal etwas Besonderes. Die in der Verfassung festgeschriebene freiheitlich demokratische Grundordnung sei in der Corona-Zeit wieder mehr in das Bewusstsein der Menschen gerückt. Das Wertethema sei neu aufgelebt, und die Menschen hätten gemerkt, wie wichtig diese Werte sind. Viele hätte verstärkt über Freiheit nachgedacht, die bisher als etwas Selbstverständliches galt. „Werte sind Bestandteil unserer Lebensqualität“, fasste von Essenberg zusammen. Das bürgerschaftliche Engagement von Brand sei umfangreich dargestellt worden, das Meilenstein-Projekt, das eine ganze Welle an Beratungen ausgelöst hat, der Bereich Kultur mit Max Reger und der Theatergruppe. Die Naturschutzgruppe des Fichtelgebirgsvereins sei ein wichtiges Thema gewesen. Essenberg sprach weiter vom Fichtelgebirge als Filmregion, von regionalem Genuss, von Gesundheit und sich selbst dadurch etwas Gutes zu tun.

Fichtelgebirge als Region

Es gehe um den Menschen, erklärte Jens Stenglein. Man sollte weniger von vier Landkreisen sprechen, sondern das Fichtelgebirge eher als Region begreifen. Es gelte, deren Stärken herauszuarbeiten. Vom Umfang her seien die Artikel so angelegt, dass sie niemanden überfordern. Das Magazin sei keine Konkurrenz zur Tageszeitung. Menschen aus der Region hätten dieses Magazin erstellt, es könne die Augen für die Region öffnen.

Chefredakteur Oliver von Essenberg (links) ging bei der Vorstellung des Magazins auf den Inhalt ein. Rechts daneben Sybille Kießling und Bürgermeister Bernhard Schindler

Wolfgang Fuhrmann, Inhaber der Druckerei in Kemnath, dankte für die „große Aufgabe“. Er stellte die Qualität des Handwerks und der Themen heraus. Er fährt die Magazine stets selbst zu gewissen Ablagestellen, das sei auch für ihn immer etwas Besonderes, „wenn man die Druckfarbe im Auto riecht“. Die Herstellung des Magazins sei mit anderen Druckereien erfolgt. „Es bleibt alles in der Region“, fasste Fuhrmann zusammen. Wolfgang Doleschal sprach als Sprecher des Sommerlounge-Teams von einem großen Wert für eine so kleine Gemeinde“: „Es kommt alles gut rüber!“

Das fast fertiggestellte „schwebende Schlachthaus“ war dann Ziel der Gäste. Dort stellte sich das Redaktionsteam auf der Brücke dem Fotografen. Unter den Gästen war auch Michael von Hohenberg. Sein „Fichtelgebirgskrimi“ wird am Mittwoch, 5. August, als Open-Air-Veranstaltung am Rathaus gezeigt.

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