28.02.2021 - 16:43 Uhr
BrandOberpfalz

Städtebauförderung: aktueller Stand in Brand

58 Beratungen haben bisher stattgefunden, noch sind weitere möglich. Eventuell wird über den 31.12.2022 hinaus verlängert. Bauamtsleiter Achim Scherm informiert.

Bei ihm laufen die Fäden zusammen: Bauamtsleiter Achim Scherm von der VG Neusorg informiert über den aktuellen Stand der Städtebauförderung. Er steht auch gerne für Fragen bereit.
von Bertram NoldProfil

Seit 2018 gibt es in der Gemeinde Brand die Städtebauförderung. Die Bezuschussung öffentlicher Projekte ist im unteren Bereich des Dorfes nicht zu übersehen: Schlachthaus, Abriss des ehemaligen Gasthauses "Goldener Hirsch" und erste Arbeiten am Anwesen Lindner. Aber auch Privatanwesen können in den Genuss einer Förderung kommen. Dazu bedarf es einer Beratung.

Detaillierter Ist-Zustand

Schon immer wurde dafür geworben, sich diese kostenlosen Beratungen nicht entgehen zu lassen. Die ehemaligen Mitarbeiterinnen des Architekten Peter Haimerl, Judith Kinzl und Anna Firak, haben 58 Hausbesitzer besucht, haben ihre Ideen schriftlich fixiert, Fotos gemacht und den Eigentümern schließlich die Ergebnisse ihrer Arbeit, die sogenannten Beratungsblätter, zukommen lassen. Der Wert dieser Beratungen ist auch für die Hausbesitzer interessant, die in nächster Zeit nicht bauen wollen.

Die Beratungsblätter enthalten eine detaillierte Beschreibung des Ist-Zustandes, der auch fotografisch festgehalten ist. Dazu gibt es eine ganze Liste an Ideen, die Impulse geben für Kinder und Enkel, die die Häuser einmal übernehmen sollen. Keineswegs ist eine Beratung eine Verpflichtung, die Baumaßnahme auch durchzuführen.

Soll aber gebaut werden, sind Kostenangebote nötig, was in der Zeit des Handwerkermangels schwierig ist. Die Erstellung solcher Kostenangebote ist zeitaufwendig und bei vollen Auftragsbüchern fehlt oft die Zeit für solche Aufgaben. Auf Anfrage teilte das Ministerium deshalb mit, dass es reicht, die Bemühungen um Kostenvoranschläge nachzuweisen.

Nach Abschluss der Bauarbeiten muss dann ein detaillierter Verwendungsnachweis als Grundlage für die Auszahlung erstellt werden. Gefördert wird auch die Eigenleistung mit einem Stundensatz von 9,80 Euro. Bezuschusst werden in der Regel 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Von den 30 Prozent bezahlt die Gemeinde 40 Prozent und die Regierung 60 Prozent. Wenn also ein Bauherr zum Beispiel 30 000 Euro investiert, könnte er 9000 Euro Zuschuss bekommen. Davon übernimmt die Gemeinde 3600, die Regierung 5400 Euro.

Im Frühjahr soll es mit den Bauarbeiten am "Goldenen Hirsch" weitergehen

Brand

Mögliche Verlängerung

Nach den 58 kostenlosen Beratungen in 2019 und 2020 wurden 29 Förderanträge gestellt, von denen bereits 28 bearbeitet und abgeschlossen sind. Bisher hat die Gemeinde rund 90 000 Euro Fördergelder überwiesen. Auch in den Haushalt 2021 wird die Gemeinde Brand wieder 60 000 Euro an Fördergeldern einstellen. Gleichzeitig wurde das Förderprogramm bis zum 31.12.2022 verlängert.

Noch gibt es die Möglichkeit, sich beraten zu lassen. Beantragt werden kann dies in der Gemeindekanzlei oder im Bauamt der VG Neusorg, derzeit nur telefonisch. Die Antragsteller bekommen einen Beratungstermin, den die neue Mitarbeiterin von Peter Haimerl, Doris Astner, übernimmt. Vom Handwerker-Mangel weiß auch die Regierung. Eine Verlängerung über den 2022 hinaus ist daher nicht ausgeschlossen.

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