05.09.2019 - 21:05 Uhr
BurglengenfeldOberpfalz

Mehrere Verletzte bei Brand in der Altstadt

Lichterloh brennt gegen 16.45 Uhr ein Schuppen, mitten in der Altstadt, nicht weit vom Rathaus. Ein enormes Aufgebot an Rettungskräften rückt an, mehrere Personen müssen verletzt oder mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

von Monika Bugl Kontakt Profil

Über 130 Feuerwehrleute waren zum Brandherd geeilt, denn auf den ersten Blick sah die Lage recht dramatisch aus. Sowohl vom Vorort Wölland aus, als auch aus Richtung Pirkensee hatten Einsatzleiter Christoph Wasser von der Burglengenfelder Feuerwehr und Kreisbrandmeister Markus Dechant am Donnerstag den starken Rauch bemerkt und deshalb nachalarmiert. Bei einer ersten Sichtung habe man einen "massiven Brand" festgestellt mit enormer Wärmestrahlung. Ausgegangen war der Brand von einem Schuppen hinter einer Metzgerei in der Rathausstraße 4. Allerdings wurden auch zwei Bauwerke in der parallel zur Rathausstraße verlaufenden Lichtgasse in Mitleidenschaft gezogen und die Anwohner durch Rauchgase verletzt. Die eintreffenden Feuerwehren konnten nicht verhindern, dass der Brand auch auf einen Schuppen in der Rathausstraße 6 übergriff, außerdem wurden Fassade und Dachstuhl eines Wohnhauses in der Lichtgasse 9 beschädigt. Der Brandleider selbst und der Nachbar, dessen Scheune betroffen war, wurden laut Polizei mit mittelschweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Mehrere Personen mussten noch mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung zur Kontrolle in die umliegenden Krankenhäuser eingeliefert werden. Die beiden Schuppen waren nicht mehr vor den Flammen zu retten.

Feuerwehrleute retten Taube

Burglengenfeld

Mit massiven Atemschutz hatten die Feuerwehren versucht, den Brand von vier Seiten zu bekämpfen, der Löschangriff sei allerdings aufgrund der engen Bebauung nicht einfach gewesen, berichteten Dechant und Wasser, die gemeinsam die Aktion koordinierten. "Gott sei Dank haben die Fenster im Anwesen in der Lichtgasse trotz des starken Feuer-Ausschlags standgehalten", zeigte sich Kreisbrandmeister Dechant erleichtert. So habe man eine Katastrophe noch abwenden können, meinte er. Einsatzleiter Wasser erinnerte an einen Brand in der Lichtgasse in den 80er Jahren, durch den man wusste, wie problematisch ein Löschangriff in der engen Altstadt sein kann. Auch das war ein Grund, warum für die Dauer der Löscharbeiten die gesamte Altstadt für den Verkehr gesperrt war. Weitere Anwesen in der Rathausstr. 4, 6 und 10 mussten von der Feuerwehr geräumt und belüftet werden, die Bewohner wurden evakuiert. Für das Rathaus, das nur etwa 20 Meter entfernt ist, hat allerdings laut Feuerwehr keine Gefahr bestanden. Bürgermeister Thomas Gesche verfolgte vor Ort den Einsatz und hatte viel Lob für die Helfer. "Das Zusammenspiel hat super funktioniert, klasse gemacht", stellte er mit Blick auf die 130 Feuerwehrleute und 16 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes fest.

Der Gesamtschaden dürfte sich laut Pressemitteilung des Polizeipräsidiums im unteren sechsstelligen Bereich bewegen. Die Sachbearbeitung wurde von der Kriminalpolizeiinspektion Amberg übernommen, zur Ursache konnte noch keine Aussage getroffen werden.

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