Drei junge Männer sollen in wechselnder Zusammensetzung die Hochsitze umgeworfen haben. Einer Mitteilung der Polizeiinspektion Burglengenfeld zufolge stammen die drei Tatverdächtigen im Alter von Anfang bis Mitte Zwanzig alle aus dem Städtedreieck.
Sie gerieten ins Visier der Ermittler, nachdem sie ein Jäger in Ramspau gesehen hat, als sie sich an einem Hochsitz aufhielten, der am nächsten Tag umgeworfen war. Der Zeuge notierte sich das Kennzeichen und gab eine Personenbeschreibung ab.
Es folgten laut Polizeibericht umfangreiche Ermittlungen, die in einen Durchsuchungsbeschluss mündeten. Dabei wurden - wie die Polizei schreibt - relevante Beweismittel sichergestellt, die den Tatverdacht erhärtet hätten. Bei den anschließenden Vernehmungen verstrickten sich die Tatverdächtigen teilweise in Widersprüche.
Aufgrund der momentanen Beweislage gehen neben den umgeworfenen Hochsitzen wohl auch die Verwüstungen der beiden Kapellen in Leonberg, bei der im Februar unter anderem eine wertvolle Marienstatue zerstört wurde, auf das Konto der jungen Tatverdächtigen. Hierbei richteten sie einen Schaden in Höhe von etwa 17.000 Euro an.
Zu den Beweggründen für ihre Taten äußerte sich das Trio laut Polizei nicht. "Es dürfte aber Zerstörungswut und eventuell auch Langeweile eine gewisse Rolle gespielt haben", vermuten die Ermittler. Neben den Strafanzeigen erwarten sie nun auch Schadensersatzansprüche von einem Teil der Jägerschaft und den Eigentümern der beiden Kapellen.

















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