29.03.2020 - 20:18 Uhr
BurglengenfeldOberpfalz

"Mein schönstes Geschenk" – Ergebnisse aus Bruck, Burglengenfeld, Maxhütte-Haidhof

Besonders schnell wurde gestern Abend in Bruck ausgezählt. Heike Faltermeier, CSU, stand damit als erste Gewinnerin der Stichwahlen fest. Sie wird neue Bürgermeisterin von Bruck.

Heike Faltermeier wird neue Bürgermeisterin in Bruck.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Eine halbe Stunde nach Beginn der Auszählung um 18 Uhr konnte Heike Faltermeier bereits jubeln. Sie lag uneinholbar vorne, ließ ihrem Kontrahenten Reinhard Ehemann von den Freien Wählern keine Chance. "Ich bin sehr erleichtert", gestand sie in einer ersten Stellungnahme, "die Anspannung war schon enorm".

Bei einer hohen Wahlbeteiligung von fast 70 Prozent (2550 gültige Stimmen) kam die 48-Jährige aus Bruck auf 61 Prozent, Ehemann fuhr knapp 39 Prozent ein. Im Marktrat hat Faltermeier keine Hausmacht. Von den 16 Räten sind inklusive ihrer selbst sieben bei der CSU.

In Burglengenfeld sah es schon um 18.45 Uhr so aus, als ob Amtsinhaber Thomas Gesche, CSU, auch diesmal nicht zu schlagen wäre. Noch war zu dieser Zeit nur ein Teil der Briefwahlbezirke ausgezählt, aber es zeichnete sich bereits eine deutliche Mehrheit für Gesche ab. Als schließlich alle Ergebnisse der insgesamt zwölf Briefwahlbezirke angekommen und zusammengezählt waren, durfte sich Gesche von den Parteifreunden feiern lassen - in Coronazeiten überwiegend virtuell. Mit fast 54 Prozent der Voten und rund 600 Stimmen Vorsprung kam er vor seinem Herausforderer Michael Hitzek, SPD, über die Ziellinie. Insgesamt waren 7615 gültige Stimmen ausgewertet worden, was eine sehr hohe Wahlbeteiligung von 73 Prozent ergab - zehn Prozentpunkte mehr als vor zwei Wochen.

Thomas Gesche verteidigte das Bürgermeisteramt in Burglengenfeld gegen Michael Hitzek.

Junger Bürgermeister

Gesche, der erst vor wenigen Tagen 35 Jahre alt geworden ist, bezeichnete den Sieg "als mein schönstes Geburtstagsgeschenk". Er freute sich über den "relativ guten Zuspruch der Bevölkerung, der meine Arbeit gewürdigt hat". Groß feiern wollte der wiedergewählte Bürgermeister, der in seine zweite Amtszeit geht, am Sonntag nicht - Corona machte da einen Strich durch die Rechnung. "Für ein Bier wird's aber reichen", versicherte er strahlend. Im Burglengenfelder Stadtrat mit seinen 24 Sitzen muss sich der alte und neue Rathauschef Mehrheiten suchen, denn seine CSU hat nur acht Sitze - soviel wie Hitzeks SPD.

Ab 19.07 Uhr flossen dann auch die Ergebnisse der Stichwahl in Maxhütte-Haidhof ins Netz. Dort trat der junge CSU-Mann Matthias Meier gegen den Freien Wähler Rudolf Seidl an. Hatte bei der Wahl vor 14 Tagen Meier noch knapp die Nase vorne, schien am Sonntag schon bald der Zug in Richtung Seidl abzudampfen. Der 49-jährige Polizeibeamte, bislang Dritter Bürgermeister der Stadt Maxhütte-Haidhof, wird mit einem Ergebnis von 56,7 Prozent in das Amtszimmer seiner Vorgängerin Susanne Plank einziehen.

Rudolf Seidl gewann die Stichwahl in Maxhütte-Haidhof.
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