Der Song aus dem Jahr 2015, in dem es um die "schwaare Partie für mi" geht, macht diesen Abend möglich. Mit dem Titel "Ham kummst" stiegen die beiden Niederösterreicher Christopher Seiler und Bernhard Speer, alias Seiler und Speer, zu Senkrechtstartern auf. Wer damals meinte, sie würden nach diesem Mega-Hit alsbald wieder in der Versenkung verschwinden, sieht sich getäuscht. Denn die Beiden haben inzwischen in ihrem Heimatland und im süddeutschen Raum Kult-Status erlangt und füllen Hallen wie Festivalplätze. So auch an diesem Sonntagabend in der Steinbruch-Arena hinter dem Zementwerk: "Ausverkauft" meldeten die Veranstalter schon vorab. Über 1500 Besucher sind mit von der Partie und machen dieses Konzert zum bisher - und wahrscheinlich auch weiterhin - größten professionellen Open-Air des Jahres 2022 im Landkreis Schwandorf.
Lieder aus dem Leben
Seiler und Speer, die aktuell beinahe tagtäglich auf der Bühne stehen, wissen, was sie wollen: "Wir können uns heute einen gemütlichen Abend hier machen - oder den Steinbruch abreißen", spricht Christopher Seiler wortgewaltig zu den Fans. Vorweg genommen: Der Steinbruch steht natürlich noch, aber im bildlichen Sinne kommt er zum Beben. Denn die Stimmung, die die zwei Frontmänner und ihre achtköpfige Band mit ihrem mächtigen Sound erzeugen, ist prächtig. Die Fans sind zwei Stunden lang am Jubeln und Mitsingen.
Das Rezept ist ganz einfach: Lieder mit Themen um Liebe, Weltschmerz und Suff, dazu eingängige Töne - Austro-Pop in neuzeitlicher Fortsetzung von den einstigen Erfindern wie Ambros und Co. Dem Publikum gefällt es. Die Anhänger hören vom "Herrn Inspektor", erfahren, wie es ist, wenn "I ala bin" oder jemand "Setz Di her" sagt.
"Ham kummst" zu "Gitte"
Dazwischen ertönen schon bald die ersten Rufe nach der "Gitte". Jeder auf dem Platz weiß, dass dieser Name unzertrennlich mit dem Seiler- und-Speer-Hit schlechthin in Verbindung steht. Doch das Beste kommt wie immer erst am Schluss. "Wollt's as wirklich hearn?" fragt Christopher Seiler rhetorisch. Mit "as" meint er natürlich genau das Lied, das ihn und seinen Kompagnon Bernhard Speer über Nacht berühmt gemacht hat. Freilich wollen es alle hören, es ist nach sieben Jahren immer noch ein Ohrwurm, auch wenn's im Radio nicht mehr rauf und runter gespielt wird. "Ham kummst" setzt dann tatsächlich (vor Zugaben) den Schlussakkord in einem Konzert, zu dem ein vorwiegend junges Publikum aus der ganzen Oberpfalz angereist war.














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