20.11.2019 - 10:54 Uhr
Burgstall bei HirschauOberpfalz

Traum geht in Erfüllung: Burgstall hat sein Gemeinschaftshaus

Für die Burgstaller Dorfgemeinschaft ist heuer ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen: Ihr Gemeinschaftshaus ist fertig. Gut 1500 Arbeitsstunden haben die Bewohner dafür geleistet.

Das neue Burgstaller Gemeinschaftshaus beherbergt einen 35 Quadratmeter großen Aufenthaltsraum, der rund 40 Personen Platz bietet, eine Küche, eine Toilettenanlage und einen 50 Quadratmeter großen Abstellraum, in dem unter anderem die Kirwa-Utensilien untergebracht werden.
von Werner SchulzProfil
Nachdem Christian Riß das Grundstück im Ortskern zur Verfügung gestellt und Bauunternehmer Sepp Falk die Planung für das Gemeinschaftshaus entworfen hat, beginnen im September 2018 die Baumaßnahmen mit dem Erdaushub, dem Einbringen einer Bodenplatte und dem Errichten einer Stützmauer. Dabei packen Jung und Alt an.
Im November 2019 standen noch die Arbeiten der Außenanlage auf der Agenda, insbesondere die Pflasterarbeiten. Wieder waren Jung und Alt dabei.
„Unser Gemeinschaftshaus ist eine echte Gemeinschaftsleistung!“ – Dieses Fazit zog Ortssprecher Hans Scharl (r.), der seinen Dorfmitbewohner herzlich für ihr Engagement dankte. Einige der zahlreichen Helfer konnten auch zum Fototermin kommen. V. l.: Michael Dotzler, Florian Dotzler, Tim Preißer, Stefan Dotzler, Christian Riß, Martin Dotzler, Peter Müller, Richard Ammer, Georg Riß und Josef Dotzler.

Nachdem das Dorfgasthaus der Familie Ammer Ende der 1960er-Jahre seine Pforten geschlossen hatte, fehlte den Burgstaller Einwohnern – aktuell sind es 54 – ein öffentliches Gebäude für Zusammenkünfte und Besprechungen. Man musste immer in private Räume ausweichen. Und zu besprechen haben Ortssprecher Hans Scharl und die Dorfbewohner so allerlei. Ein Paradebeispiel ist die Vorbereitung und Organisation der Burgstaller Kirwa 2019. Deren Erlös wurde wie schon 2018 für den Bau des Gemeinschaftshauses verwendet.

Seit 2015 beschäftigten sich die Burgstaller konkret mit der Planung des Gebäudes, insbesondere mit der Suche nach einem geeigneten Grundstück. Eine Reihe von Varianten wurde diskutiert und abgewogen. Als idealer Standort wurde letztendlich ein an den Dorf- und Spielplatz angrenzendes Grundstück im Ortskern erachtet. Dessen Eigentümer Christian Riß erklärte sich bereit, die Fläche östlich einer bestehenden Scheune für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen.

Im September 2018 begannen die Arbeiten für die vom Ehenfelder Bauunternehmer Sepp Falk geplante Baumaßnahme mit dem Erdaushub, dem Einbringen einer Bodenplatte und dem Errichten einer Stützmauer. In nur vier Wochen, so erinnert sich Ortssprecher Scharl, waren die Maurerarbeiten erledigt, so dass am 1. Dezember 2018 Richtfest gefeiert werden konnte. Pünktlich vor dem Wintereinbruch war der Bau winterfest gemacht. Die Dorf-Nikolausfeier konnte schon dort stattfinden. Auch beim Innenausbau, insbesondere der Elektroinstallation, brachten die Burgstaller viel Eigenleistung ein. Mitte Februar waren die Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallationen abgeschlossen, die Estricharbeiten Ende März beendet. Am 12. April fand ein Bauhelferfest. Fliesen, Boden, Türen und die Küche waren Anfang Juli fertiggestellt, so dass das Gemeinschaftshaus bereits bei der 41. Burgstaller Kirwa genutzt werden konnte. Mit Abschluss der Putz- und Spenglerarbeiten war auch die Außenfassade perfekt. Im November standen noch Arbeiten an der Außenanlage, vor allem das Pflastern, auf der Agenda.

Der offiziellen Einweihung des Gemeinschaftshauses im Frühjahr 2020 steht nun nichts mehr im Wege. Dankbar merkt Ortssprecher Scharl an, dass alle drei im Stadtrat vertretenen Fraktionen das Projekt unterstützt haben. Die Stadt ist auch Bauherr des Projekts und hat als solcher rund 160 000 Euro für das Gebäude und die Außenanlagen sowie 15 000 Euro für die Inneneinrichtung ausgegeben. Die Kommune bleibt auch Eigentümer des Hauses, das von der Dorfgemeinschaft angemietet wird. Die sorgt für den Gebäudeunterhalt. Außer ihren gut 1500 Arbeitsstunden haben die Burgstaller selbst die ansehnliche Summe von etwa 20 000 Euro in den Bau ihres Gemeinschaftshauses eingebracht.

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