23.02.2021 - 16:39 Uhr
MünchenOberpfalz

Corona-Impfung: Minister Holetschek spricht mit Landkreisen über 1000 Extradosen

Mit der Zuteilung von 1000 zusätzlichen Impfdosen für die Grenzlandkreise weicht Bayern vom üblichen Verteilungsschlüssel ab. Das Ministerium will die Verwendung mit den Ämtern vor Ort besprechen.

Eine Frau erhält eine Impfung gegen das Coronavirus.
von Alexander Pausch Kontakt Profil

Das bayerische Kabinett hat am Dienstag die von Ministerpräsident Markus Söder angekündigte Zuweisung von je 1000 zusätzlichen Impfdosen an die Grenzlandkreise zu Tschechien beschlossen. "Wann die zusätzlichen Impfdosen kommen, ist uns noch nicht bekannt", teilte der Sprecher des Landkreis Schwandorf, Hans Prechtl, am Dienstag auf Anfrage mit. Auch im Kreis Tirschenreuth sind Details zur angekündigten Impfdosenlieferung noch nicht bekannt. Ebenso im Kreis Wunsiedel. Von der Stadt Weiden, die die Öffentlichkeitsarbeit für das gemeinsame Impfzentrum der Stadt Weiden und des Kreises Neustadt übernommen hat, gab es keine Auskunft.

"Zunächst bekommt jetzt jeder Grenzlandkreis 1000 zusätzliche Impfstoffdosen", teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München auf Anfrage mit. Das Ministerium sei "aber weiter im Gespräch mit diesen Landkreisen." Nach Angaben von Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) ist noch nicht geklärt, ob damit jeweils 1000 Erstimpfungen ermöglicht werden oder je 500 Erst- und Zweitimpfungen. „Wie die zusätzlichen Impfdosen eingesetzt werden, wird noch mit den Behörden vor Ort besprochen.“

Wie die zusätzlichen Impfdosen eingesetzt werden, wird noch mit den Behörden vor Ort besprochen.

Klaus Holetschek (CSU), Gesundheitsminister

Klaus Holetschek (CSU), Gesundheitsminister

Mit der Sonderzuteilung für die Grenzlandkreise weicht der Freistaat nun vom bisherigen Verteilungsschlüssel ab, der sich an den an den Einwohnerzahlen orientiert. Laut einem Sprecher des Gesundheitsministeriums werden eingehende Impfstoffe "grundsätzlich nach Bevölkerungsproporz den einzelnen Regierungsbezirken zugewiesen". Die Koordinatoren an den Regierungen übernähmen die Zuteilung für die Impfzentren. "Dadurch lassen sich regionale Gegebenheiten, wie beispielsweise das Vorhandensein von besonders vielen Pflegeeinrichtungen, in einem Landkreis berücksichtigen. Grundlage ist allerdings auch hier der jeweilige Bevölkerungsproporz", teilte der Ministeriumssprecher weiter mit.

Nach Holetscheks Angaben sind bislang bayernweit knapp 900 000 Erstimpfungen erfolgt. Der Gesundheitsminister plant bis Anfang April einen Ausbau der täglichen Impfkapazität von derzeit maximal 46 000 auf 111 000 – vorausgesetzt, es werde genügend Impfstoff geliefert. Die Impfkampagne in Alten- und Pflegeheimen wertete Holetschek als großen Erfolg. Dort habe sich die Zahl der Neuinfektionen "drastisch verringert".

Das Versprechen des Ministerpräsidenten

München

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