26.03.2019 - 16:58 Uhr
Oberpfalz

Die Definition von Glück

Laufen Sie nicht etwas hinterher, nur weil Ihnen die Gesellschaft sagt, dass Sie dann glücklich werden. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihr ganz persönliches Glück zu finden, rät die OWZ-Glücksexpertin.

Glück ist für jeden Menschen etwas anderes.
von Autor EWAProfil

"Das Glück ist im Grunde nichts anderes als der mutige Wille, zu leben, indem man die Bedingungen des Lebens annimmt." So definierte einst der französische Schriftsteller Maurice Barrès den Begriff Glück. Heute wird vorwiegend die Ansicht vertreten, dass das Glück ein Zusammenspiel von bewusst getroffenen Entscheidungen und Zufällen ist. Stimmt das? Oder ist am Ende jeder doch seines eigenen Glückes Schmied, wie ein Sprichwort so schön sagt?

Zunächst gilt: Glück ist nicht gleich Glück. Die heutige Glücksforschung unterscheidet zwei Glücksarten: das Lebensglück und das Zufallsglück. Einfluss auf das Lebensglück haben Faktoren wie Familie, Liebe, Beruf, Finanzen und Freizeit. Faktoren, die wir zum Teil selbst beeinflussen können, und die zum Teil von der Gesellschaft abhängig sind. Das Lebensglück kann aber auch eine Art des Wohlfühlens sein, das uns ein gutes Gefühl gibt. Zum Beispiel dann, wenn wir uns wirklich zu Hause fühlen, unseren Traumjob ausüben oder mit unserer Familie sorgenfrei leben können.

Das Zufallsglück lässt sich, wie der Name schon sagt, nicht wirklich beeinflussen. Es kommt plötzlich und unerwartet - oder wie Dichter Heinrich Heine einst schrieb: "Es küsst dich rasch und flattert fort." Ist das Glück also doch flüchtig und nur zeitweise verfügbar? Die Glücksforschung sagt dazu: Glück haben und Glücklichsein bedeutet für jeden etwas anderes. Genauso wie die Schönheit liegt Glück also auch immer im Auge des Betrachters. Deshalb gibt es auch nicht nur einen einzigen, sondern viele Wege zum Glück.

Oder wie Dirigent Karl Böhm einmal sagte: "Das Glück ist ein Maßanzug. Unglücklich sind die Menschen dann, wenn sie den Anzug eines anderen tragen wollen." Nehmen Sie sich also die Zeit, Ihr ganz persönliches Glück zu finden. Und laufen Sie nicht etwas hinterher, nur weil Ihnen die Gesellschaft oder irgendjemand sonst sagt, dass Sie dann glücklich werden. Sie müssen nicht reich sein, keine große Karriere machen, nicht unbedingt heiraten oder sich ein teures Haus oder Auto kaufen.

Seien wir ehrlich: Wichtig ist doch nicht die allgemeine Definition des Glücks, sondern das, was wir selbst als Glück betrachten. Ob wir glücklich oder unglücklich sind, das hängt meistens davon ab, wie wir auf das Leben reagieren - und welche Bedeutung wir dem beimessen, was wir erleben. Unsere eigene Einstellung beeinflusst, wie viele glückliche Momente wir erleben. Wenn wir uns für Glückspilze halten, nehmen wir auch mehr glückliche Zufälle wahr. Worauf wir uns gedanklich konzentrieren, das erleben und spüren wir. Glauben Sie also an das Glück, dann kommt es auch zu Ihnen. (ewa)

Mehr Rezepte zum Glück: www.onetz.de/themen/gluecksrezept

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