11.11.2020 - 17:27 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Kommentar zur Corona-Impfung: Der Stoff, aus dem die Träume sind

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Die Hoffnungen vieler Menschen liegen auf dem Impfstoff gegen das Coronavirus. Viele wollen so schnell wie möglich ihr altes Leben zurück. Das wird mit dem Impfstoff nicht sofort klappen, kommentiert Elisabeth Saller.

Das Unternehmen Biontech aus Mainz forscht an einem Impfstoff gegen das Coronavirus.
von Elisabeth Saller Kontakt Profil
Kommentar

Endlich wieder mehr als eine Freundin treffen. Endlich wieder reisen oder in einem Club tanzen. Endlich nicht mehr täglich auf die neuen Inzidenzwerte und Todeszahlen starren. Corona hat unser Leben stark verändert. Viele Menschen vermissen den Kontakt zu ihren Lieben, vermissen den Sportverein, die Lieblingsbar, das Kulturprogramm. Ein wirksamer Impfstoff ist das, woraus die Träume sind. Trotzdem muss klar sein: Selbst wenn einer auf dem Markt ist, haben wir nicht sofort unser altes Leben zurück.

Denn es ist richtig, dass der Impfstoff priorisiert verteilt wird, dass ihn zuerst die Menschen bekommen, die am gefährdetsten sind: Alte, Menschen mit Vorerkrankungen, Mitarbeiter in Medizin, Pflege und anderen sozialen Berufen. Aber auch Menschen, die aufgrund ihrer Wohnsituation gefährdet sind, weil sie dicht an dicht hausen. Dazu zählen auch kinderreiche Familien in prekären Verhältnissen, Obdachlose und Geflüchtete.

Bis der Impfstoff auch bei uns Jungen angekommen ist, wird es noch etliche Monate dauern. So lange sollten wir die Füße still halten und können von der ersten Post-Corona-Party nur träumen. Aber Vorfreude gilt ja als schönste Freude.

Behörden in der Oberpfalz planen die Verteilung des Corona-Impfstoffs

Weiden in der Oberpfalz
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