19.04.2021 - 11:51 Uhr
Dießfurt bei PressathOberpfalz

Sinnvolle Aktion in den Osterferien: Jugendliche verhelfen Buswartehäuschen in Dießfurt zu neuem Glanz

Das Bushäuschen am Torbogen in Dießfurt gefiel den Jugendlichen überhaupt nicht mehr. Und so legten sie in den Osterferien selbst Hand an.

Ortssprecher Andreas Eckert, Initiatorin Nele Hänisch, Julia Ficker und Nick Gnan (von links) haben mit weiteren Helfern und Unterstützern das Buswartehäuschen in Dießfurt auf Vordermann gebracht. Die Materialkosten übernimmt die Stadt Pressath.
von Jürgen MaschingProfil

Viele Jugendliche wissen aktuell nicht, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen. Viele sitzen stundenlang vor dem Computer oder dem Fernseher. In Dießfurt ist das anders.

„Vor knapp vier Wochen hat mich Nele Hänisch gefragt, an wen sie sich denn wenden muss, wenn sie das Bushäuschen neu gestalten wollen würde, weil es einfach nicht mehr schön war“, berichtet Ortssprecher Andreas Eckert. Er hatte im vergangenen Jahr bereits bei der Stadt angeregt, ein neues Bushäuschen zu kaufen und dieses an eine andere Stelle zu setzen, da die momentane Position aufgrund einer geänderten Vorfahrtslage vor dem Torbogen zu Problemen führen könnte.

„Da damit so schnell aber nicht zu rechnen war, hatte ich dieses Jahr ohnehin vor, das Wartehäuschen wenigstens einmal zu streichen“, sagt Eckert. Bekannt gewesen sei dies aber seinen Informationen nach in Dießfurt noch nicht. Und dann sei Nele Hänisch mit der gleichen Anregung vorstellig geworden.

„Ich hab das Finanzielle und Organisatorische im Hintergrund geregelt, und dann konnten wir loslegen“, erläutert Eckert. Dabei wurde versucht, die alte Farbe weitestgehend abzukratzen, dann eine neue Grundierung aufgebracht und alles neu in Weiß gestrichen.

Im Anschluss ging es um die bunte Gestaltung. „Da wir viel auf einer Konsole spielen, haben wir die Motive daher“, informiert die 15-jährige Nele Hänisch. Aufgetragen sollten diese mit einer Schablone werden, „was aber nicht so ganz funktionierte“. „Deswegen haben es die Jugendlichen frei abgezeichnet“, merkt der Ortssprecher an.

Auch die vorhandene Bank wurde abgebaut, mit Hilfe von Josef Kellner (85) abgeschliffen und danach gestrichen. Gleiches gilt für die Metallhalterungen, die von der Firma Brüderer neu lackiert wurden.

Bürgermeister Bernhard Stangl freut sich über so viel Engagement und betont: „Ich finde es sehr gut, dass es die Jugendlichen selbst machen.“ Die benötigten Materialien wurden in einem Baumarkt erworben; die Kosten dafür wird die Stadt Pressath erstatten. Auch Dorfbewohner fanden die Aktion gut: So spendierte zum Beispiel Markus Lorenz den Jugendlichen einen kleinen Betrag für eine Brotzeit.

„Insgesamt ein gelungenes Osterferienprojekt, generationenübergreifend zur kleinen Verschönerung im Dorf“, bilanziert Andreas Eckert und verweist auf das Alter der Beteiligten zwischen 10 und 85 Jahren. „Dank an alle, auch an die Stadt Pressath, die sich daran beteiligt haben.“

 

 

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