Von Elfriede Weiß
"Endlich ist es soweit", lautete der Kommentar von Bürgermeisterin Anita Forster anläßlich der offiziellen Eröffnung der Silbermühlbrücke in Dieterskirchen, die sich nicht zuletzt durch Betriebsurlaub um Weihnachten und die frostigen Temperaturen verzögert hat. Damit ist die Ortschaft Weislitz wieder erschlossen, und die Bewohner müssen keinen Umweg mehr fahren.
Hochwertigeres Geländer
Baubeginn der Brücke war der 11. Juni 2025, die Fertigstellung erfolgte Ende Oktober. Der Kostenrahmen bewegte sich um eine halbe Million Euro. Wie Richard Mühlbauer vom Planungsbüro Posel, Cham, und Franz und Franziska Wilhelm als Vertreter der ausführenden Baufirma erläuterten, hätten Missverständnisse beim Geländer zu Verzögerungen geführt. "Der Prüfstatiker hat die ursprünglich geplante Geländerkategorie nicht akzeptiert, er wollte eines mit einem integrierten Seil, das die Sicherheit erhöht, aber zu Mehraufwand geführt hat", sagte Franz Wilhelm.
Wie Kerstin Posel herausstellte, hat ihre Firma die Mehrkosten für die Planung des hochwertigeren Geländers übernommen. Mit dem integrierten Seil im Geländer sei mehr Sicherheit garantiert, bei einem Unfall würden Fahrzeuge nicht in die Ascha hinunterstürzen, sondern vom Seil aufgehalten werden. Als Vorteil sah Kerstin Posel die Tatsache, dass man zum Neubau der Brücke nicht in das Flussbett hinein musste: "Das hat uns Verzögerungen erspart, da das Wasserwirtschaftsamt nicht beteiligt werden musste."
Auf Tempo 70 begrenzt
Die Brücke ist auf Bohrpfählen aufgebaut und komplett erneuert worden. Die Breite ist in etwa gleich geblieben, durch den neuen Fahrbahnbelag hat sich die Höhe um zehn Zentimeter erhöht. "Die große Abnahme steht noch an, wenn der Schnee weg ist und kosmetische Kleinigkeiten erledigt sind", erklärte die Bürgermeisterin, die betonte, dass bereits eine Verkehrsschau mit der Polizei stattgefunden habe mit der Feststellung, dass durch die extreme Kurve in Richtung Weislitz die Geschwindigkeit auf 70 Kilometer pro Stunde begrenzt wird.
Franz Wilhelm hob die gute Mitwirkung der Dieterskirchner hervor: "Rainer Scheitinger hat seine Grundstücke zum Lagern von Arbeitsmaterial zur Verfügung gestellt, Josef Köppl aus Weislitz hat Bäume gefällt, damit der Kran aufgestellt werden konnte. Wertvolle Arbeit hat auch Martin Mayer geleistet." Dass sich das Dorf so einbringe, sei nicht überall selbstverständlich, bedankte er sich.













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