08.03.2020 - 12:21 Uhr
DieterskirchenOberpfalz

Zehn Fragen an zwei Kandidaten

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Nach 30 Jahren an der Spitze der Kommune kandidiert Bürgermeister Johann Graßl in Dieterskirchen nicht mehr. Um seine Nachfolge bewerben sich zwei Kandidaten.

Anita Forster (CSU/Engagierte Bürger für die Gemeinde) kandidiert für die Nachfolge von Bürgermeister Johann Graßl.
von Benjamin Tietz Kontakt Profil

Der amtierende Bürgermeister von Dieterskirchen, Johann Graßl (CSU), hat in seiner Heimatkommune eine ganze Generation geprägt. Nach 30 Jahren an der Spitze der Gemeinde kandidiert bei der kommenden Kommunalwahl am 15. März nicht mehr und macht den Chefsessel im Rathaus frei für ein neues Gesicht. Beim Urnengang vor sechs Jahren hatte der Amtsinhaber keinen Gegenkandidaten und wurde mit 91,7 Prozent der Stimmen im Amt des Gemeindeoberhaupts bestätigt. In diesem Jahr ist die Gemeinde nun bereit für einen neuen Mann oder eine neue Frau an der Spitze. Für Graßls Partei, die CSU, geht Anita Forster ins Rennen. Die Freien Wähler haben Thomas Köppl als Bürgermeisterkandidaten aufgestellt.

Vor der Kommunalwahl am 15. März stellte unsere Zeitung "Der neue Tag" beiden Kandidaten für das Bürgermeisteramt der Gemeinde Dieterskirchen zehn Fragen. Ihre Antworten sind auf dieser Seite zu lesen.

ONETZ: Name, Alter, Familienstand, Beruf

Forster: Anita Forster, 43 Jahre, verheiratet, Religionslehrerin

Köppl: Thomas Köppl, 49 Jahre, verheiratet, Landwirtschaftsmeister

Für die Freien Wähler geht Thomas Köppl in das Rennen um den Chefsessel im Rathaus.

ONETZ: Braucht die Gemeinde einen neuen Mann/eine neue Frau an der Spitze?

Forster: Ja, klar. Nach 24 Jahren geht unser Bürgermeister Hans Graßl in seinen wohlverdienten Ruhestand. Im Jahr 2020 wird Frau oder Mann kein Thema sein. Die Bürgerinnen und Bürger entscheiden, wem sie das Vertrauen schenken und dies eher zutrauen.

Köppl: Dieterskirchen braucht eine neue Spitze, ob Mann oder Frau sei dahingestellt, da ein Generationswechsel ansteht. Hans Graßl hat gute Arbeit während seiner Amtszeit geleistet und geht in den wohlverdienten Ruhestand.

ONETZ: Warum kandidieren Sie?

Forster: Ich wurde für das Amt vorgeschlagen und deshalb gefragt. Weil ich eine gute Zusammenarbeit in der Gemeinde erlebe, habe ich mich dazu entschieden zu kandidieren. Außerdem finde ich es reizvoll, die Gemeinde aktiv zu gestalten.

Köppl: Ich bin in Dieterskirchen geboren und aufgewachsen. Meine Familie, Freunde und ich sind hier zu Hause, deshalb liegt mir das Wohl der Gemeinde besonders am Herzen.

ONETZ: Was unterscheidet Sie von Ihrem Gegenkandidaten?

Forster: Da ich an einer Referenzschule für Medienbildung arbeite, bin ich technisch beziehungsweise digital fit. Ich bin es gewohnt, vor Leuten zu reden und Leitungsaufgaben zu übernehmen. Meine Arbeitszeit kann ich problemlos kürzen, um genügend Zeit fürs Amt zu haben.

Köppl: Durch meine Erfahrung im Gemeinderat weiß ich bereits, was auf mich zukommt. Außerdem bin ich wegen meines Berufes ortskundig, ich kenne den Zustand der Straßen und der Flur, und bin jederzeit ansprechbar beziehungsweise verfügbar.

ONETZ: Wie wollen Sie die Gemeinde weiterentwickeln?

Forster: Das Ganztagsangebot an unserer Grundschule muss aufgebaut werden, um zukünftigen Anforderungen gewachsen zu sein. Die Ermöglichung von Neuansiedlung, sowohl im Ortskern als auch im Neubaugebiet, sehe ich als wichtige Grundlage.

Köppl:Wir müssen mit der Zeit gehen, eine moderne Gemeinde sein, für neue Ideen offen sein, um uns weiter voranzubringen.

ONETZ: Wo besteht der dringendste Handlungsbedarf?

Forster: Die Fertigstellung des Kindergartens hat für mich derzeit die größte Priorität. Die geplante Bundesbreitbandförderung möchte ich für unsere Gemeinde nutzen, um flächendeckend Glasfaseranschluss zu ermöglichen.

Köppl: Die Breitbandversorgung weiterhin ausbauen, damit jeder Haushalt schnelles und leistungsfähiges Internet hat und somit auf dem neusten digitalen Stand ist.

ONETZ: Nennen Sie Ziele, die Sie in Ihrer Amtszeit gerne verwirklichen würden.

Forster: Ich möchte Möglichkeiten für Urnenbeisetzungen schaffen. Auch die Aufwertung der Dorfmitte liegt mir am Herzen. Ein neues Feuerwehrauto wird gebraucht. Einige Straßen beziehungsweise Gehwege stehen ebenfalls auf meiner Liste.

Köppl: Den Kindergarten fertigstellen und Glasfaserausbau vorantreiben. Weiterhin müssen die Versorgung durch Geschäfte und Ärzte sowie das Vereinsleben erhalten und unterstützt werden.

ONETZ: Was wollen Sie tun, um die Grundschule langfristig zu erhalten?

Forster: Wir müssen unser Betreuungsangebot am Nachmittag ausbauen und idealerweise sogar ein Ganztagsangebot an unserer Grundschule einrichten. Eine reine Beaufsichtigung der Kinder ist nicht mehr zeitgemäß.

Köppl: Wir sollten versuchen junge Familien anzuziehen, indem die Gemeinde Bauplätze und Wohnungen anbietet. Die Grundschule muss offen und modern sein. Das bedeutet, immer am Ball bleiben und eine Ganztagsbetreuung für die Kinder einrichten.

ONETZ: Wie können mehr junge Familien angezogen werden?

Forster: Wir wollen weiterhin vergünstigte Bauplätze für Familien anbieten. Ansonsten haben wir sehr gute Voraussetzungen: Kindergarten und Grundschule befinden sich vor Ort – alle weiterführenden Schulen sind in maximal 15 Minuten zu erreichen!

Köppl: Damit junge Familien in die Gemeinde ziehen, muss die Gemeinde über Kindergarten, Kinderkrippe und Grundschule verfügen. Ein weiterer Magnet sind attraktive und vielfältige Vereins- und Freizeitangebote.

ONETZ: Was sind Ihre liebsten Freizeitbeschäftigungen?

Forster: In meiner Freizeit spielt Musik eine große Rolle. Seit acht Jahren leite ich den Chor „Ganz & Gar“. Viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen, ist mir sehr wichtig. Die Nachbarschaftspflege und der Freundeskreis dürfen nicht zu kurz kommen.

Köppl: Zeit mit meiner Familie verbringen, schwimmen und Veranstaltungen besuchen.

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