08.01.2021 - 13:45 Uhr
Döllnitz bei LeuchtenbergOberpfalz

Frauengruppe Döllnitz im besten Alter

Den Gesellschaftsverein gibt es nun seit 40 Jahren. Corona macht einer größeren Feier aber auch hier einen Strich durch die Rechnung.

von Sieglinde SchärtlProfil

Die Frauengruppe Döllnitz feiert 40-jähriges Bestehen. Bedingt durch die Pandemie kann kein Fest stattfinden. Im Sommer soll es einen Ehrenabend geben, sagt Vorsitzende Martina Maier. Der Gesellschaftsverein ist in der Marktgemeinde Leuchtenberg aktiv und über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt.

Alles begann mit einem Vorhaben, das am 8. Januar 1981 umgesetzt wurde. Die Idee, eine Frauenvereinigung zu gründen, entstand im Dezember 1980 im Schützenheim. Elf Frauen waren sofort bereit, einzutreten. Sieben ließen sich in den Vorstand wählen. Der damalige Schützenmeister Hans Kammerer leitete die Versammlung mit dem damaligen Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Johann Schönberger und Kassier der Schützen, Ludwig Prüfling. Der Wunsch von Schönberger, es könnte doch ein Katholischer Frauenbund werden, ließ sich nicht erfüllen. Die Frauengruppe wollte selbstständig sein und sich keinem Dachverband unterordnen.

Die Frauengruppe ist auch in Corona-Zeiten aktiv

Döllnitz bei Leuchtenberg

Zwei Wochen nach der Gründung waren es schon 25 Mitglieder aus Döllnitz und umliegenden Ortschaften, die auch bereit waren einen Jahresbeitrag von zwölf D-Mark zu zahlen. Sogar eine Satzung wurde erstellt und eine Versicherung für den „Gesellschafts- und Wanderverein“ abgeschlossen. Bereits im ersten Jahr gab es 21 Zusammenkünfte. Ziel und Wunsch war, dass sich die Frauen aus der ehemaligen Gemeinde Döllnitz regelmäßig treffen.

Erste Spende für "Lichtblicke"

Bereits im Gründungsjahr stieg der erste Frauenfasching, zu dem auch Männer zugelassen waren. Als „Der neue Tag“ die Aktion „Lichtblicke“ ins Leben rief, war die Frauengruppe der erste Verein im Landkreis Neustadt/WN, der dafür spendete. Beim Start der Burgfestspiele waren sie auch wieder mit die ersten, die dabei waren, als sich zum ersten Mal auf der Leuchtenberger Burg der Vorhang hob. Helfen mit Spenden, Taten, Worten oder einfach Zeit füreinander waren in den vier Jahrzehnten die Aktivitäten, verbunden mit kulturellen, kulinarischen, technischen, sportlichen, kirchlichen, weltlichen und vielen weiteren Vorträgen, Kursen und Besichtigungen. Auch mit anderen Vereinen hab es gemeinsame Unternehmungen.

Eigens für die damalige Kirchenrenovierung der St. Jakobskirche bastelten die Frauen und überreichten eine große Spende. Bei der Altarweihe sorgten sie dafür, dass der Triumphbogen vor dem Kircheneingang gebunden wurde. Mit der Minibrotaktion unterstützten sie viele Jahre Pater Hans Wörner in der Mission in Südamerika sowie "Lichtblicke", das Kinderheim in Windischeschenbach, die Kinderkrebshilfe und das Heilpädagogische Zentrum. Alle fünf Jahre wurde die Gründung gefeiert. Die Faschingsveranstaltungen waren stets ein Renner, und so manches Mitglied entwickelte enorme schauspielerische Fähigkeiten. Bei Umzügen wie bei Vereinsjubiläen oder Teilnahme an der Fronleichnamsprozession, benötigten sie keine Fahne, denn das war auch nie das Ziel des Vereins, „denn Frauen schmücken alleine durch ihr Erscheinungsbild den Zug“, so die einhellige Meinung.

Eine Gemeinschaft

16 Jahre führte die Gründungsvorsitzende und heutige Ehrenvorsitzende Sieglinde Schärtl den Verein und ihr war es wichtig, dass alle mitgestalteten. 1997 wurde Martina Maier Chefin. Aktuell hat die Frauengruppe fast 50 Mitglieder. Leider sind Gründungsmitglied Barbara Saller sowie Barbara Betz, Else Gieler, Gisela Schönberger und Barbara Ram schon gestorben. „Als eine Gemeinschaft“ bezeichnet Maier die Frauen, die sich aus alt und jung, aus verschiedenen Orten und drei Generationen zusammensetzt. Es wird versucht für alle Altersgruppen ein Programm anzubieten und das gelingt auch besten.

Die Frauen der ersten Stunde: Sieglinde Schärtl, (1. Vorsitzende), Martha Stuber, (2. Vorsitzende) beide Döllnitz; Elisabeth Nitschke (Schatzmeisterin), Irmtraud Braun (Schriftführerin), beide Tanzmühle; Maria Federl, Adelinde Kammerer, Maria Prüfling, Barbara Saller, alle Döllnitz; Annemarie Bodensteiner, Ann Schönberger, beide Bernrieth; Maria Reil, Preppach. Im Gründungsjahr traten bei: Waltraud Augustin und Else Gieler, beide Tanzmühle; Maria Balk, Schönmühle; Maria Bäumler, Gisela Kleber, Roswitha Sättler, Anneliese Simon, Rita Schwabl, Rita Werner, Barbara Betz und Anneliese Weißenburger, alle Döllnitz; Anna Hösl und Maria Roth, Wittschau; Gisela Schönberger, Preppach.

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