19.08.2020 - 10:31 Uhr
EbermannsdorfOberpfalz

Pfarreiengemeinschaft Theuern-Ebermannsdorf-Pittersberg verabschiedet Praktikanten im pastoralen Dienst

In der Kirche sind alle Plätze besetzt, als die Pfarreiengemeinschaft Theuern-Ebermannsdorf-Pittersberg in einem Gottesdienst von ihrem Gemeindepraktikanten Johannes Tauer Abschied nimmt. Sogar zusätzliche Stühle werden herbeigeschafft.

Die Pfarreiengemeinschaft Theuern-Ebermannsdorf-Pittersberg verabschiedet bei einem Gottesdienst ihren Gemeindepraktikanten (hinten, ab Fünfter von links): Ruhestandspfarrer Josef Beer, Pfarrer Herbert Grosser, Gemeindepraktikant Johannes Tauer, Richard Bäumler (Kirchenverwaltung Theuern), Kathrin Blödt, Günther Denk (Pfarrgemeinderatssprecher) mit zahlreichen Ministranten aus den drei Pfarrteilen.
von Christine Wendl - wecProfil

Gemeindepraktikant Johannes Tauer hat in den vergangenen zwölf Monaten durch seine offene Art die Herzen und Sympathien aller Altersschichten gewonnen, mit denen er zu tun hatte. Dies war wohl auch ein Grund, warum der Gottesdienst mit seiner Verabschiedung so gut besucht war.

Seine „Chefin“, Gemeindereferentin Kathrin Blödt, verglich in ihrer Predigt, die sich auf das Fest Mariä Himmelfahrt bezog, die "eher unscheinbaren Kräuter, die oft als Unkräuter unterschätzt werden, aber vielfach heilende Kräfte haben, mit den vielen Menschen, die nicht im Fokus stehen, die aber im Hintergrund Unglaubliches leisten". In der aktuellen Pandemie seien

dies beispielsweise die vielen Pflegekräfte oder die im Einzelhandel Arbeitenden.

Günther Denk stellte als Sprecher des Pfarrgemeinderats fest, dass Johannes Tauer im vergangenen Jahr von Anfang an begeistert habe. Er habe Verantwortung übernommen, das Pfarrteam aktiv unterstützt und sich in allen Bereichen mit eingebracht - ob im liturgischen Dienst oder bei Veranstaltungen. Nicht zu vergessen seine Aktivitäten in Kindergarten und Grundschule. Gerade in einer Zeit, in der sich Gesellschaft und Kirche wandeln, in der sich Lebensbedingungen verändern, sei es wichtig, junge Menschen für den pastoralen Dienst zu gewinnen, die auch nach neuen Wegen im Glauben suchen. Dies habe Tauer allzeit geradlinig und mit Fantasie und Ideenreichtum bewiesen.

Pfarrer Herbert Grosser erinnerte sich an die Zeit vor Tauer, als das Team sich gefragt habe, ob man noch einmal einen Praktikanten nehmen sollte. Er habe damals gemeint: „Aller guten Dinge sind drei.“ Und habe es nie bereut, den jungen Mann mit ins Boot genommen zu haben. Trotz der vielen Veränderungen durch die Corona-Pandemie habe er sich wacker geschlagen und alle Hürden auch mit einer guten Portion Witz und Humor überstanden.

Über alte Zeiten geplaudert

Johannes Tauer, der nach eigenen Angaben die Zeit in Ebermannsdorf, Theuern und Pittersberg in guter Erinnerung behalten werde, zeigte sich glücklich und dankbar für die hervorragende Zusammenarbeit mit der Gemeindereferentin. „Kathrin ist nicht nur eine tolle Chefin und Mentorin, sie ist einfach ein guter Mensch“, schloss er und verabschiedete sich mit einem kräftigen „Servus“. Weit weg ist er auch in Zukunft nicht. Er folgt dem früheren Gemeindereferenten der Pfarrei Theuern, Martin Melchner, auf dessen Stelle in Herz Jesu in Rosenberg. Dort wird er als Gemeindeassistent seinen weiteren beruflichen Weg gehen.

Kathrin Blödt bedauerte den Weggang des Praktikanten, der sie beide als „die Zwillinge, die man bei der Geburt getrennt hat“ bezeichnet und sie mit seinem umfangreichen Wissen des öfteren zum Schwitzen gebracht habe. Nie sei ihm eine Arbeit zu viel gewesen oder habe ihm eine freundliche Antwort gefehlt. Sie werde ihre „rechte Hand“ sehr vermissen. Sie gab der Hoffnung Ausdruck, dass es künftig auch einmal ein „Treffen auf eine Leberkassemmel in Amberg“ geben werde. Mit einem persönlichen Segen entließ Pfarrer Grosser den jungen Mann aus den Diensten der Pfarreiengemeinschaft. Der Applaus der Anwesenden bekräftigte den Dank aller.

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