13.07.2021 - 12:37 Uhr
EbnathOberpfalz

Marktplatz Umgestaltung in Ebnath voll im Zeitplan

Nicht nur am Marktplatz in Ebnath bewegt sich derzeit viel. Auf der Tagesordnung des Gemeinderats standen auch das Bauleitverfahren für das "Radlerhotel Grünlas" sowie der Kindergarten St. Josef.

Die Neugestaltung des Marktplatzes an der ehemaligen Obstecke nimmt zurzeit konkrete Formen an
von Autor SOJProfil

Die Neugestaltung des Marktplatzes an der ehemaligen Obstecke nimmt zurzeit konkrete Formen an. "Die Baumaßnahmen sind voll im Zeitplan", berichtete Bürgermeister Wolfgang Söllner in der vergangenen Gemeinderatssitzung. Allerdings mussten noch kleine Planänderungen erfolgen. So wurde in Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und nach Rücksprache mit Baudirektorin Regina Harrer von der Regierung der Oberpfalz beschlossen, dass die Errichtung eines Geländers in Metallausführung mit gedrehten Stäben erfolgen soll. Aufgrund der Langlebigkeit und auch um langfristig Kosten zu sparen, entschied man sich hier für Metall statt Holz. Hinsichtlich der Ausführung der Holzfassade in Teilbereichen des Lagergebäudes wurde eine Boden-Leistungschalung ausgeschrieben. Für die Neugestaltung der Freianlagen erhält die Gemeinde Ebnath im Rahmen des Städtebauförderprogramms "Förderoffensive Nordostbayern" einen Fördersatz in Höhe von 90 Prozent auf alle förderfähigen Kosten.

Bebauungsplan für "Radlerhotel Grünlas" steht

Einstimmig stimmte der Gemeinderat der Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans für ein „Radlerhotel Grünlas“ mit gleichzeitiger 2. Änderung des Flächennutzungsplanes zu. „Die Realisierung dieses Projektes nicht nur für die Gemeinde Ebnath, sondern für die ganze Region Fichtelgebirge von enormer Bedeutung“, machte Bürgermeister Wolfgang Söllner deutlich. Gleichwohl müsse den Beteiligten bewusst sein, dass hierfür viele Hürden zu meistern seien und vor allem ein Rad ins andere greifen müsse. Wie Söllner weiter erklärte, fanden vor dem offiziellen Aufstellungsbeschluss und dem Beginn des Bauleitverfahrens bereits mehrere intensive und umfangreiche Gespräche mit verschiedenen Fachstellen statt.

Bereits im November 2020 erfolgte eine Besprechung bei der Regierung der Oberpfalz mit dem Bürgermeister, CSU-Landtagsabgeordnetem Tobias Reiß, Investor Thomas Prechtl sowie Vertretern der Verwaltungsgemeinschaft Neusorg. Zwei Monate später, im Januar 2021, stimmte der Tirschenreuther Kreisausschuss der Herausnahme der Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet „Naturpark Fichtelgebirge“ zu. Weiter beantragte die Gemeinde Ebnath die Artenschutzrechtliche Prüfung sowie einen Grünordnungsplan mit Umweltbericht bei der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises. Ebenso fanden Gespräche mit Landrat Roland Grillmeier und dem Baujuristen des Landratsamtes, Markus Zapf, statt.

Das Vorhaben wurde auch mit dem Wasserzweckverband Oberes Fichtelnaabtal zur erforderlichen Wasserversorgung besprochen. Hier war auch der Brandschutz thematisiert worden. Da der Brandschutz vonseiten des Wasserzweckverbandes nicht ganz abgedeckt werden kann, sind alternative Lösungen vom Investor gefragt – zum Beispiel müsste über einen Löschteich oder eine Zisterne, welche mit einer größeren Wassermenge bespeist und in der das Löschwasser vorgehalten werden kann, nachgedacht werden.

Bei der Abwasserentsorgung ist die Gemeinde Nagel derzeit in intensiven Gesprächen mit dem Wasserwirtschaftsamt Hof. Das Grenzhaus mit allen Nebengebäuden leitet das Abwasser derzeit in die Kläranlage Nagel. Eine weitere Einleitung – etwa durch das geplante „Radlerhotel“ — wird von der Gemeinde Nagel laut Söllner nach Rücksprache mit Bürgermeister Helmut Voit ausdrücklich befürwortet. Der nun gefasste Aufstellungsbeschluss ist ein weiterer Schritt im Genehmigungsverfahren. Jetzt werden circa 70 Behörden gehört, um dann eventuelle Einwände wieder besprechen zu können. Auch die Beteiligung der Öffentlichkeit wird ein offizieller Teil des Verfahrens sein.

Angebote für Straßensanierung

Auch im Rahmen der Straßensanierungen wird die Gemeinde in diesem Jahr nochmals aktiv. Da sich die Straße "Zur Haltestelle" schon seit geraumer Zeit in einem extrem schlechten Zustand befindet, wurden für die Sanierungsarbeiten Angebote eingeholt. Der Gemeinderat beschloss nun die Vergabe an den günstigsten Bieter, die Firma Kropf aus Thiersheim. Die Ausführung ist noch für diesen Herbst geplant. Die Maßnahme ist über vorhandene Haushaltsmittel im Bereich Straßenunterhalt gedeckt.

Bisher knapp 77 000 Euro Defizit im Kindergarten St. Josef

Die Katholische Kirchenstiftung Ebnath wurde von der Gemeinde Ebnath gebeten, den Kindergartenhaushalt für das Jahr 2021 vorzulegen, informierte Bürgermeister Wolfgang Söllner. Da zu Beginn eines Kalenderjahres noch nicht feststeht, welche Kinder die Einrichtung des Kinderhauses ab September besuchen, sei es schwierig, genaue Abrechnungszahlen für ein laufendes Haushaltsjahr vorzulegen. Die Belastungen für das Kinderhaus St. Josef ergeben sich aus vertraglichen und gesetzlichen Vorschriften und müssen im Nachtragshaushalt 2021 eingeplant werden. Aufgrund einer Vereinbarung mit der Katholischen Pfarrkirchenstiftung verpflichtet sich die Gemeinde, 80 Prozent der nicht abgedeckten Betriebskosten zu übernehmen.

Für das laufende Abrechnungsjahr beträgt das Gesamtdefizit 76 925 Euro. Davon trägt die Gemeinde 61 540 Euro und die Pfarrgemeinde 15 385 Euro. Laut Bürgermeister seien die staatlichen Zuschüsse mit 257 480 Euro sowie die Elternbeiträge mit 47 600 Euro die die wichtigsten Einnahmen im Haushaltsplan 2021. Der vorgelegte Haushalt 2021 wurde von den Gemeinderäten einstimmig anerkannt. Zum Stichtag 31. März 2021 befanden sich 50 Kinder in der Einrichtung. Wie sich die Zahl der Kinder in der Einrichtung während des Jahres noch verändert, sei nur eine Schätzung. Deshalb könne sich das Defizit bis Jahresende noch deutlich verringern. Bürgermeister Wolfgang Söllner bedankte sich bei Pfarrer Pater Anish George sowie bei Kirchenpfleger Stefan Kausler für die hervorragende Zusammenarbeit. Sein Dank galt auch allen Erzieherinnen an der Spitze mit Kinderhausleiterin Bianca Kastner für deren Einsatz zum Wohle aller Kinder im Kinderhaus St. Josef.

Konzept für Weg vom Friedhof Richtung Hermannsreuth

Im Rahmen des Hochwasserschutzes beschloss der Gemeinderat die Durchführung für das Herstellen eines provisorischen Wegseitengrabens sowie Wegsicherung mittels Angleichung des Weges vom Friedhof Richtung Hermannsreuth. Für den bei Starkregen in den letzten Wochen wieder in Mitleidenschaft gezogenen Weg soll die Verwaltung beim Ingenieurbüro Münchmeier-Eigner aus Erbendorf ein Angebot zur Thematik "Hochwasserschutz" für die Leistungsphasen 1 und 2 einholen. Es soll versucht werden, entsprechende Förderprogramme auszuloten, mit denen dieser Bereich baulich so gestaltet wird, dass er langfristig besser geschützt wird bei Starkregenereignissen.

Kein verwertbares Auffüllmaterial

Unter Punkt Informationen gab der Rathauschef noch bekannt, das beim Ausbau der Ringstraße kein verwertbares Auffüllmaterial für Wege anfalle, da dieses entweder als mit Teerstoffen belastetes Material entsorgt werden müsse (Asphalt) oder teilweise so mit Erdreich verunreinigt ist, dass es sich für den Wegebau nicht eignet (Straßenkies). Weiter berichtete Söllner, dass in Grünlas Geschwindigkeitskontrollen durch die Verkehrspolizei stattfanden. Die Gemeinde erhielt hierzu die Auswertungen der beiden Überwachungen von der Polizeiinspektion Kemnath. Am 1. Juni 2021 wurde bei 181 Fahrzeugen von Nagel aus kommend die Geschwindigkeit gemessen, dabei musste nur eine Verwarnung ausgesprochen werden. Am 7. Juni wurden die Fahrzeuge in beiden Richtungen geblitzt. Hier wurden bei 471 vorbeifahrenden Verkehrsteilnehmern sechs Verwahrungen ausgesprochen. In keinem der Fälle war die Geschwindigkeit so hoch, dass Fahrverbote oder Punkte in Flensburg die Folge gewesen wären.

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