Beides hatte ein Anlieger im Kalvarienbergweg beantragt. Bereits im April hatte er sich schriftlich an die Gemeinde gewendet und eine Reduzierung der Geschwindigkeit im Bereich des Kalvarienbergweges auf 30 km/h gefordert. Dabei wurde auf die örtliche Situation hingewiesen: mit einem Gefälle von circa zwölf Prozent von der Blumenstraße in Richtung Kösseinestraße sowie fehlende Gehsteige, Gartentüren und Garagenausfahrten direkt zum Kalvarienbergweg.
Hinsichtlich der beantragten Änderung der Vorfahrtsregelung im Bereich der Einmündung der Gartenstraße in den Kalvarienbergweg wurde darauf verwiesen, dass nach der derzeit geltenden Verkehrsregelung der Kalvarienbergweg die vorfahrtsberechtigte Straße ist. Der Antragsteller erinnerte daran, dass vor dem erfolgten Ausbau des Kalvarienbergweges mit Kanal- und Fahrbahnerneuerung im Einmündungsbereich der Gartenstraße die Verkehrsregelung "Rechts vor Links" galt, das jedoch geändert worden war.
Von Mitte Mai bis Mitte Juni wurden am Kalvarienbergweg bergab sowohl die Geschwindigkeit als auch das Verkehrsaufkommen aufgezeichnet. Bei letzterem wurden über einen Zeitraum von 24 Stunden im Durchschnitt 15 Kraftfahrzeuge pro Stunde gezählt. Die aufgezeichnete durchschnittliche Geschwindigkeit betrug 24 km/h.
Eine Verkehrsschau mit dem Verkehrsexperten der Polizeiinspektion Kemnath, Polizeihauptkommissar Carsten Landgraf, mit Bürgermeister Manfred Kratzer und dem Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Neusorg, Stefan Roth führte zum Ergebnis, dass von einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h abzusehen ist, da die Einhaltung nur sehr schwer kontrolliert werden könne.
Auch auf eine Änderung der Vorfahrtsregelung "Rechts vor Links" sollte verzichtet werden, da der Kalvarienbergweg sehr abschüssig ist. Zudem sei mit Radfahrern zu rechnen. Auch eine Einbahnstraßenregelung sollte zum einen wegen des starken Gefälles der Fahrbahn und zum anderen wegen der zu erwartenden Probleme im Winter mit den Grundstückszufahrten nicht in Betracht gezogen werden.
Sowohl eine geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h als auch die beantragte Änderung der Vorfahrtsregelung wurde vom Gremium mehrheitlich - bei drei Gegenstimmen durch die beiden Räte der AWE-Fraktion Bernd Kuhbandner und Peter Casper sowie Eberhard Söllner (CSU) - abgelehnt.
Auf nicht unerhebliche Mängel bei verschiedenen Bauarbeiten bei der Sanierung der Fichtelnaabtalschule verwies CSU-Fraktionssprecher Josef Söllner. Auf Vorschlag von Bürgermeister Manfred Kratzer will sich das Gremium vor der nächsten Gemeinderatssitzung bei einem Lokaltermin über die mangelhaft ausgeführten Bauarbeiten informieren.













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