13.12.2020 - 14:20 Uhr
EdelsfeldOberpfalz

Photovoltaik in Edelsfeld: Die Bürger werden befragt

Das Interesse an Freiflächen-Photovoltaikanlagen in der Gemeinde Edelsfeld ist groß. Bevor er Entscheidungen trifft, möchte der Gemeinderat die Stimmungslage in der Bevölkerung erkunden.

Das Feuerwehrhaus in Weißenberg kommt als Träger eines Mobilfunkmasts in Betracht.
von Redaktion ONETZProfil

Ausgiebig diskutierte der Gemeinderat über eine Bürgerbefragung zur Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen. Da es sich beim Gemeindegebiet um sogenanntes landwirtschaftlich benachteiligtes Gebiet handle, sei es für eine solche Nutzung attraktiv, und immer mehr Interessenten fragten nach, erklärte Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl. Er befürwortete eine Umfrage in der Bevölkerung und stellte ein vorbereitetes Muster vor. Der Inhalt solle nach den Wünschen des Gremiums noch ergänzt werden, um beispielsweise dem Bürger mehr Spielraum für die eigene Meinung zu geben, vor allem hinsichtlich der Größenordnung solcher Anlagen. Bei einer Gegenstimme verständigte sich der Gemeinderat darauf, die Aktion zeitnah zu starten. Alle Einwohner ab 16 Jahren sollen persönlich angeschrieben werden, sobald die angepasste Version von den Fraktionsvorsitzenden abgesegnet wurde.

Sportplätze des FC Edelsfeld künftig perfekt in Schuss

27 000 Euro kostet das Rasenpflegegerät, das der FC Edelsfeld (FCE) für sein Sportgelände anschaffen möchte. Dazu beantragte er einen Zuschuss der Gemeinde von 20 000 Euro. Den Restbetrag will der Sportclub aus Spenden und seiner Vereinskasse finanzieren.

Bisher hat der FC Edelsfeld ein Unternehmen mit der mindestens einmal im Jahr nötigen Rundumpflege beauftragt. Um den Rasen in Schuss zu halten, seien aktuell gut 9000 Euro jährlich aufzuwenden. Von einem eigenen Gerät verspricht sich der Verein auf Dauer eine finanzielle Entlastung. Kosten für Verschleißteile des Geräts will er eventuell mit einer Verleihe an andere Sportvereine abdecken. Untergestellt und gewartet werde das Objekt beim Platzwart.

Einigen Gemeinderäten bereitete die Zuschusshöhe offensichtlich Bauchschmerzen. Sie schlugen dem FCE vor, eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge zu diskutieren oder erinnerten an die bereits gewährte Unterstützung für seine gestiegenen Wassergebühren. Hier werde möglicherweise die Gerechtigkeit gegenüber anderen Vereinen in der Gemeinde nicht mehr gewahrt.

Die betroffenen Grundstücke befänden sich im Eigentum der Gemeinde und seien an den FCE verpachtet. Das Sportgelände besitze inzwischen Züge eines Naherholungsgebiet mit Kinderspielplatz und Senioren-Sportgeräten, erklärte Bürgermeister Strehl. Wenn der Zuschuss abgelehnt oder nicht in dieser Höhe gewährt werde, könne das Gerät auch nicht beschafft werden.

Nach langer Diskussion genehmigte der Gemeinderat bei einer Gegenstimme den Zuschuss. Geknüpft ist er an die Auflage, dass der Verein einen Rechenschaftsbericht über die Verwendung vorlegt. Außerdem enthält der Beschluss den Hinweis, dass der Geldhahn für bis zu drei Jahre zugedreht sein werde.

Mobilfunkmast im Ortsteil Weißenberg in greifbarer Nähe

Seit Jahren ärgern sich Bewohner und Besucher in Weißenberg über Lücken im Mobilfunkempfang. Versuche der Gemeinde, einen Anbieter zum Bau eines Sendemasts zu bewegen, seien bisher gescheitert. Nun habe sich die Telekom dazu bereit erklärt, falls die Voraussetzungen passen: Ein Glasfaserkabel sollte in der Nähe des Standorts sein, und, wenn es sich um ein Dach handelt, sollte die Gemeinde darauf Zugriff haben. Hier kämen das alte Feuerwehrhaus in der Ortsmitte oder das neue Gerätehaus am Ortseingang von Edelsfeld her in Spiel, erläuterte Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl. Das Thema Strahlenbelastung im Hinterkopf, schlug er eine Befragung der Weißenberger Bürger vor. Das Gremium war hier anderer Meinung. Am Ende stand der Konsens, die Funkabdeckung prüfen zu lassen und im anstehenden Gemeindebrief zu Weihnachten den Sachstand mitzuteilen.

Auch das frühere Feuerwehrhaus (Mitte) in Weißenberg steht auf der Liste möglicher Mobilfunkmast-Standorte..

Beitritt zum Verein AOVE

Um das vom Verein AOVE geplante „Digitale Innenentwicklungsmanagement“ umsetzen zu können, müsste ihm die Gemeinde beitreten, erklärte Bürgermeister Strehl. Von dieser Plattform versprach er sich Impulse für die neue Nutzung leerstehender Immobilien. Der nötige Beschluss fiel einstimmig aus. Strehl empfahl den Gemeinderäten darüber hinaus auch die persönliche Mitgliedschaft im Verein AOVE.

Rege Bautätigkeit „Am Sonnenhang“

Zwei Einfamilienhäuser mit Garage beziehungsweise Doppelgarage im Baugebiet Am Sonnenhang stießen auf keinen Widerspruch. Weil in einem Fall die Dachneigung nicht ganz den Vorgaben des Bebauungsplans entspricht, wird das Landratsamt hier noch einmal nachprüfen.

Der Satzungsbeschluss für den geänderten Bebauungsplan An der Industriestraße war schnell gefasst, da aus der Öffentlichkeit keine Einwände dagegen erhoben worden waren. Somit steht dem Neubau eines Wohnhauses mit Doppelgarage in diesem Gebiet nichts im Weg.

Ein Rinderstall in Sigras soll künftig als Pferdestall genutzt werden. Damit erklärte sich der Gemeinderat ebenso einverstanden wie mit der verlängerten Genehmigung zum Umbau der Südfassade eines Einfamilienhauses in Weißenberg.

Informationen der Bürgermeisters

Hinter verschlossenen Türen hat der Gemeinderat in einer vorausgegangenen Sitzung die Pflanz- und Rasenbauarbeiten im ersten Bauabschnitt in der Einfachen Dorferneuerung Edelsfeld 3 an die Firma Gartengestaltung Lobinger in Neumühle vergeben. Weiter teilte Bürgermeister Strehl mit, dass die Gemeinde bei der Firma Ehebauer Fahrzeugbau in Ursensollen einen neuen Kühlwagen erworben hat. Er steht auch für Vereine bereit, wenn wieder Veranstaltungen möglich sind.

Weichenstellungen bei der Gemeinderats-Klausur

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