Schön war sie wieder, die Kirwa in Egelsheim. Obwohl das Wetter am Wochenende nicht so gut war, war der Inselsberger-Stodl gegenüber der Kirche "Mariä Namen" am Sonntag tagsüber und abends gut gefüllt. Wenigstens regnete es nicht, als die Kirwapaare um den Baum gleich neben der Kapelle tanzten. Seit vergangenen Jahr sind beim Tanz um den Baum auch die Jüngeren aus dem Ort mit am Start. Eva Inselsberger, Egelsheimerin und „Bouchdna Kirwamoidl“, hatte die Idee dazu: den Nachwuchs schon vor dem 16. Geburtstag mit dazu zu holen. Und überhaupt nimmt man es in Egelsheim beim Austanzen nicht so genau. Ob verheiratet oder schon jenseits der 30 – dabei sein darf, wer die Tänze beherrscht. Matthias „Hias“ Viehauser, ein Mitglied von Wöidarawöll, begleitete das Austanzen mit seiner Quetschn.
Die Egelsheimer Kirwa wird seit 2008 von der Dorfgemeinschaft in Eigenregie ausgerichtet. Beinahe ebenso lange tanzen die Mendorferbucher Kirwapaare in Egelsheim den Baum aus. Dazu war es gekommen, weil ein Egelsheimer auf der Kirwa in Mendorferbuch die Liesl stahl und im Austausch den Tanz um den Baum im eigenen Dorf forderte. Mittlerweile ist dies für die Kirwaleut eine liebgewonnene Tradition. Nicht zuletzt wohl auch, weil nach dem Einzug in den Feststodl für die Moidln und Boum schon Erna Lautenschlagers selbst angesetzter Kümmelschnaps bereitsteht.
Den Kirwabesuchern wurde am Sonntag Braten angeboten, außerdem gab es gegrillte Forellen, Wildbratwürste, Frühlingsrollen, Bratwürste und Steaks sowie Kaffee und Kuchen. Matthias Viehauser legte auch nach dem Austanzen die Quetschn nicht weg, sondern spielte zusammen mit Jonas Reinwald bis spät in die Nacht. Der Kirwamontag begann mit einer Messe in der Dorfkapelle. Danach lockten „Bose und Fonse“ mit zünftiger Musik noch einmal in den Kirwastodl. Den Kirwabaum ersteigerte Michael Mertl.













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