Lange Jahre war er in Ehenfeld ehrenamtlich aktiv. Nun verstarb Manfred Hiller, der in wenigen Wochen 70 Jahre alt geworden wäre, nach langer, schwerer Krankheit. Iim Amberger Stadtteil Raigering aufgewachsen, heiratete er 1974 Maria Kustner. 1976 zogen die beiden in ihr neues Wohnhaus in Ehenfeld ein. Die Söhne Holger und Matthias machten das Familienglück komplett. Seine berufliche Heimat war die Deutsche Post, bei der er bis zur krankheitsbedingten Pensionierung als Postbote tätig war.
Manfred Hiller brachte sich aktiv im Ehenfelder Vereinsleben ein. Ab 1975 war er Mitglied der DJK Ehenfeld-Massenricht, vier Jahre dort Spielertrainer. Er führte die Seniorenmannschaft 1977 zum ersten Aufstieg in der Vereinsgeschichte in die damalige B-Klasse. Er spielte lange in allen Seniorenteams, trainierte und betreute in den 80er-Jahren verschiedene Jugendmannschaften, war zwei Jahre im Vereinsausschuss, 20 Jahre Kassenprüfer und zwei Jahre Dritter Vorsitzender der DJK. Hiller beteiligte sich, so lange es ihm gesundheitlich möglich war, an den Aktivitäten der Alten Herren. Viele Ausflüge, Skiwochenenden am Kronplatz in Südtirol und Radtouren verschönerte er musikalisch mit seinem Akkordeonspiel.
Manfred Hiller liebte die Natur und seinen Garten. So war er 1980 maßgeblich an der Gründung der Blumen- und Gartenfreunde Ehenfeld beteiligt und war 23 Jahre lang dessen Vorsitzender. In dieser Zeit bildete er sich fachlich zum Gartenpfleger weiter. Für seine Verdienste ernannte ihn der Verein zum Ehrenmitglied. Mit der Gründung der Naturkids, der Kindergruppe des Vereins, ging für ihn ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. 2020 sollte er für 40 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt werden, was aber Corona-bedingt nicht möglich war. Auch im Kreis- und Bezirksverband für Gartenkultur und Landespflege engagierte er sich viele Jahre für die grüne Sache und wurde dafür 2008 vom Bezirksverband mit der Tschurtschenthaler-Medaille ausgezeichnet, 2013 ernannte ihn der Kreisverband zum Ehrenmitglied.
Die Weihnachtskrippe in der Pfarrkirche, der Blumenschmuckwettbewerb, „Unser Dorf soll schöner werden“ sowie die Pflege der öffentlichen Anlagen werden für immer mit dem Verstorbenen in Verbindung stehen. In den 80er-Jahren war er auch einige Jahre als Berichterstattung für Ehenfeld für die Amberger Zeitung tätig. Auch die Stadt Hirschau zeichnete ihn für sein langjähriges ehrenamtliches Wirken aus. Als im Oktober 2018 seine Frau Maria verstarb, war es ihm krankheitsbedingt nicht mehr möglich, sich um Haus und Garten zu kümmern. Er zog ins Wohn- und Pflegezentrum Wallmenich-Haus in Amberg, wo er auch verstarb. Corona-bedingt fand die Beerdigung im engsten Familienkreis statt. Die Ehenfelder Vereine werden seiner in gebührender Form gedenken.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.