09.03.2021 - 10:46 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Ausgaben für effiziente Leuchttechnik amortisieren sich innerhalb eines halbem Jahres

„Die beste Energie ist die Energie, die nicht verbraucht wird.“ Mit diesem Zitat spricht Bürgermeister Hans Ram den Teilnehmern aus dem Herzen, denen die Ergebnisse der Energieverbrauchsermittlung präsentiert werden.

ZEN-Projektleiter Karl-Heinz Hofbauer erklärt Bürgermeister Hans Ram, Drittem Bürgermeister Roland Müller, Klimaschutzkoordinator Joachim Scheid und Gemeinderatsmitglied Eichenseer (von links) im Wittelsbacher Saal, wie sich LED-Leuchten unterscheiden.

Bürgermeister Hans Ram traf sich dazu im Wittelsbacher Saal mit dem Kommunalen Energiebeauftragten und Dritten Bürgermeister Roland Müller, Elektromeister und Gemeinderat Hans Eichenseer, den Projektleiter des Zentrums für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) Karl-Heinz Hofbauer sowie dem Klimaschutzkoordinator des Landkreises, Joachim Scheid. Nachdem in den vergangenen Wochen in der Presse viel über Freiflächen-Photovoltaikanlagen in den Nachbargemeinden berichtetet worden sei, stellte der Bürgermeister einleitend fest: „Für uns als Gemeinde ist klar, dass uns diese Diskussion nicht kalt lassen kann. Vor allem wenn wir die Fachleute vom ZEN in der Gemeinde haben."

Klimaschutzkoordinator Joachim Scheid zeigte bei der Veranstaltung den Ist-Stand und Abhilfemaßnahmen auf. Karl-Heinz Hofbauer, Projektleiter Energiespar-Check beim ZEN, hat demnach bei der Untersuchung ermittelt, dass die im gemeindeeigenen Wittelsbacher- und Fürstensaal sowie im Vorraum verbauten 147 Lichtpunkte rund 400 Stunden im Jahr im Einsatz sind und dabei rund 2500 Kilowattstunden mit jährlichen Kosten von rund 540 Euro verbrauchen. Mit dem Einsatz von energiesparender LED-Technik könnten mit gleicher Beleuchtungsqualität über 2100 Kilowattstunden eingespart werden, so die Berechnungen. Die Kosten würden sich damit auf rund 80 Euro jährlich reduzieren, was einer Einsparung von etwa 460 Euro im Jahr entspricht. Die dafür nötigten Investitionen von 220 Euro amortisieren sich so schon nach sechs Monaten. Oder im übertragenen Sinn, so Scheid: "Es gibt 50 Prozent Zinsen auf das eingesetzte Geld."

Das deutliche Ergebnis überrascht dann doch alle. Dritter Bürgermeister und Energiebeauftragter Roland Müller forderte, dass die energiesparende Lichttechnik alsbald eingesetzt werden sollte. Bürgermeister Hans Ram gab sich überzeugt, „dass der Austausch der Glühbirnen nicht nur mit Ökologie zu tun hat, sondern auch mit gesundem Menschenverstand“. Denn wenn sich eine Investition innerhalb eines halben Jahres bezahlt mache, "ist die Gemeinde betriebswirtschaftlich in der Pflicht zu handeln". Sein Dank galt allen Beteiligten, er hoffe, dass die Maßnahme viele Nachahmer finde. Die Gemeinde Ensdorf werde die Themen Energiesparen und Klimaschutz weiterhin vorantreiben und auch andere Gebäude der Gemeinde untersuchen lassen, versprach Ram.

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