22.07.2019 - 15:34 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Baumriese fordert die Ensdofer Kirwaleit

Schwülwarme Temperaturen herrschten, als am Samstagnachmittag die Kirwaburschen, unterstützt von kräftigen Mannsbildern, den 29 Meter langen Baum für die Jakobi-Kirchweih aufstellten. Eine anstrengende Sache.

Armschmalz war beim Baumaufstellen gefragt und der Schweiß floss in Strömen.
von Hubert SöllnerProfil

Vorher aber musste der Baum von den Burschen noch geringelt, mit Maßkrug und Gemeindewappen versehen und auch die Jahreszahl „2019“ eingeschnitzt werden. Die Kirwamoidln banden die Kränze und schmückten die Spitze mit weißen und blauen Bändern. Dann aber ging es zur Sache: Stück für Stück hievten nun mit Goißn kräftige Mannsbilder, gesichert und unterstützt durch einen Autokran, den mit Kränzen geschmückten Kirwabaum in die Höhe. Armschmalz war gefragt, um die schweißtreibende Arbeit auf das Kommando von Baummeister Martin Reiser „Auf geht’s, pack ma’s a! Hau-ruck!“ zu vollbringen.

Mehr als 30 Mann waren dabei länger als eine Stunde am Schwitzen, um den Baum in die Höhe zu wuchten. Auch die Kirwamoidln waren gefordert, sie hatten für ausreichend flüssigen Nachschub zu sorgen. Und sie waren überzeugt: „Mir hom die stärksten Kirwaboum!“ Fachkundige Zaungäste begutachteten aus sicherer Entfernung die Plackerei. Ins Schwitzen kamen anschließend auch die Männer am Grill beim Ansturm der hungrigen Mannsbilder auf den Bratwürstl- und Fischstand.

„Wir sind stolz auf unsere feschen Kirwapaare“, verkündete am Abend der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr, Richard Reiser. Er freue sich, dass viele „befreundete Kirwaleit“ zur Jakobikirchweih gekommen seien. Feuerwehr und Kirwapaare hätten das Fest wieder hervorragend organisiert, lobte Bürgermeister Markus Dollacker. Auf „drei schöne Tage bei unserer Jakobi-Kirchweih“ stieß er mit Reiser mit einer Maß an. Grögötz Weißbier spielte zünftig auf, sorgte für Stimmung. Dass sie nicht nur beim Baumaufstellen super sind, zeigten die Kirwaburschen, als sie mit ihren feschen Kirwamoidln ihre Tänze vorführten. „Wer hat die beste Kirwamusi? – Mir ham die beste Kirwamusi!“ zeigten sich die Ensdorfer überzeugt, als die Musikanten dann so richtig auffeilten.

„Auf geht’s, pack mas a! Hau-ruck!“ auf das Kommando des Baumeisters Martin Reiser wurde der Kirwabaum mit Goißn aufgestellt. Im Hintergrund grüßt die Pfarrkirche St. Jakobus.
Das Aufstellen des Kirwabaums macht durstig – die feschen Kirwamoidln sorgten für ausreichend flüssigen Nachschub.
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