Das Jahr 2020 war auch für die Caritas-Sozialstation in Ensdorf kein leichtes. Das wurde bei der Mitgliederversammlung deutlich. Wegen der anhaltenden Pandemie fand diese Veranstaltung erstmalig online statt. Dabei machte man klar, dass niemand habe voraussehen können, welche Herausforderungen wegen der Corona-Pandemie auf die Pflege zukommen. Aber in Ensdorf habe man die Situation bisher gut meistern können, lautete das Zwischenfazit.
Das liege unter anderem daran, dass die Sozialstation personell gut aufgestellt sei und finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung von zusätzlichen Masken oder Schnelltests bekommen habe. Sogar die Schulung der beiden Auszubildenden habe aufrecht erhalten werden können. "Alle haben ihr möglichstes getan, um die Patienten und sich vor einer Ansteckung mit Corona zu schützen", hieß es.
Dabei mangelte es den Mitarbeitern der Caritas-Sozialstation nicht an Arbeit. Vor allem das Essen auf Rädern ist sehr gefragt. Seit seiner Einführung im Jahr 2004 hat sich die Anzahl derer, die von der Caritas mit Essen beliefert werden, vervierfacht. Diese hohe Nachfrage zu bedienen, ist auch dadurch möglich, dass der Fuhrpark mit einem E-Auto aufgestockt wurde. Nach und nach soll der ganze Fuhrpark so ersetzt werden.
Doch ein viel größeres Vorhaben beschäftigt die Caritas-Sozialstation Ensdorf in den kommenden Jahren: der Aufbau einer Tagespflege im ehemaligen Kindergarten in Rieden. Pläne und Gutachten dazu gibt es bereits. Der Geschäftsführer der Sozialstation, Diakon Richard Sellmeyer, erklärte, dass eine Befragung nach dem Bedarf stattgefunden habe. "Das Interesse war enorm", sagte er. Günther Koller, der Geschäftsführer der Tagespflege in Sulzbach-Rosenberg, berichtete aus seinen Erfahrungen. Es sei recht einfach, Personal zu finden. Denn die Arbeitszeiten seien regelmäßig, und es gebe keine Spät- und Wochenenddienste.
Für Rieden ist eine Tagespflege mit etwa 20 Plätzen geplant. Das Gebäude wurde bereits mit einem Architekten besichtigt, auch Zahlen über mögliche Kosten und Fördergelder liegen vor. Die Mitglieder stimmten dem Vorhaben zu. Auch der Ensdorfer und der Riedener Bürgermeister begrüßten die Pläne.












Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.