In allen Ortsteilen von Ensdorf sollen nach und nach mehr Blühflächen entstehen. Das Konzept dahinter hat Bürgermeister Hans Ram gemeinsam mit Gartenkreisfachberaterin Michaela Basler und der Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins Heimaterde Ensdorf, Renate Kastl, vorgestellt. Die enorme Anzahl an Unterschriften, die beim Volksbegehren „Rettet die Bienen“ gesammelt worden sei, habe gezeigt, dass der Schutz von Insekten ein Anliegen vieler Menschen sei, sagte Ram. Dabei sei aber leider immer wieder vor allem von Landwirten verlangt worden, mehr auf ausreichend Blühwiesen als Lebensraum für Käfer, Bienen und Co. zu achten. Dabei könne jeder Einzelne etwas für die Erhaltung der Vielfalt von Flora und Fauna tun, so Ram in einer Info an die Presse. Deshalb werden in der Gemeinde Ensdorf einige kommunale Flächen nur so weit gemäht, wie es für die Verkehrssicherheit nötig ist. Ansonsten werden die Wiesen sich selbst überlassen.
Zweimal im Jahr müssten diese dann gemäht werden, riet Michaela Basler – einmal Mitte Juni, einmal im September. Das Grüngut dürfe allerdings nicht liegen bleiben, sondern müsse abgetragen werden. Nur dadurch könnten artenreiche Blühwiesen entstehen. Diese sogenannten Magerwiesen müssten weder angesät noch gedüngt werden. Sie würden sich sozusagen von selbst weiter entwickeln, so Basler. Ram hofft auf das Verständnis der Ensdorfer. Vielleicht diene die kommunale Initiative auch als Anstoß für den Einzelnen, Blühwiesen im Garten anzulegen, sagte Ram. Vor allem, weil solche Magerwiesen ideal seien für die Naturbeobachtung, fügte Basler hinzu. Denn viele rare Insektenarten würden sich hier niederlassen.
Die aktuell größten Blühwiesen in der Gemeinde Ensdorf sind rund um die Mühlkapelle und den Wertstoffhof. Auch Renate Kastl vom OGV freute sich über die Initiative. Der Verein selbst habe vor Jahren versucht, auch eine Magerwiese zu bewirtschaften. Allerdings stieß dies auf wenig Verständnis, einige hätten sich wegen der vermeintlichen Unordnung empört. Umso schöner sei es, dass das Interesse nun da sei, heißt es. Gemeinsam mit Bürgermeister Ram sprach sie auch über Lücken in der Bepflanzung der Gemeinde. Hier soll nach und nach nachgebessert und verschönert werden, damit Ensdorf ein schönes Zuhause sei – auch für Flora und Fauna.
















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