01.03.2020 - 11:18 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Gespräch im Ensdorfer Kloster mit MdEP Ismail Ertug

Unter dem Motto „Durch zukunftsorientiertes Denken und Handeln die Schöpfung bewahren“ wirkt seit 24 Jahren im Kloster Ensdorf die Umweltstation mit Jugendbildungsarbeit. Pater Liebenstein brachte das Konzept SPD-Politikern vor Ort näher.

Unter dem Motto „Durch zukunftsorientiertes Denken und Handeln die Schöpfung bewahren", wirke seit 24 Jahren im Kloster der Salesianer Don Boscos die Umweltstation mit Jugendbildungsarbeit, betonte der Leiter des Bildungshauses, Pater Christian Liebenstein, eingangs des Gesprächs mit SPD-Landratskandidat Michael Rischke, Bürgermeisterkandidat Johann Ram und MdEP Ismail Ertug (von links).
von Hubert SöllnerProfil

Die Ensdorfer Kunstwanderstation als Eingang in den Hirschwald zeige mit dem Motto „Visionäre in alten Mauern“ Anspruch und Aufgabe des Klosters der Salesianer Don Boscos auf. Dies betonte zu Beginn eines intensiven Gesprächs der Leiter des Bildungshauses, Pater Christian Liebenstein, gegenüber dem Mitglied des Europäischen Parlaments Ismail Ertug sowie SPD-Landratskandidat Michael Rischke und Johann Ram, der sich in Ensdorf um das Bürgermeisteramt bewirbt. Das Kunstwerk stehe für die Erhaltung der Schöpfung durch die Nutzung erneuerbarer Energien. Im Zentrum des Kunstwerks stehe der Keim des Lebens, der Schöpfungsfunke.

Unter dem Motto „Durch zukunftsorientiertes Denken und Handeln die Schöpfung bewahren,“ wirke seit 24 Jahren im Kloster der Salesianer Don Boscos die Umweltstation mit Jugendbildungsarbeit. Ökoerlebnistage, bei denen etwa am klostereigenen Biotop die Vielfalt der Schöpfung dargestellt werde, würden angeboten. „Was ich kenne kann ich schätzen, was ich schätze werde ich schützen“, betonte Pater Liebenstein. In einer Vielzahl von Aktivitäten etwa am Schaubienenstand werde das Bewusstsein für die Schöpfung geschärft. Ferienfreizeiten für Kinder aber auch Weiterbildung in Kräuterpädagogik sowie pädagogische Förderung und Unterstützung bei der offenen Ganztagsschule der Ensdorfer Mittelschule biete das Kloster an. Pater Liebenstein verwies auch auf die Umweltmusikwerkstatt, „durch die unser Kloster auch ein Zentrum für neue geistliche Musik geworden ist“. Seit 2018 sei die kommunale Jugendarbeit für Kümmersbruck, Ensdorf und Rieden mit Jugendpflegerin Helena Schubert im Kloster angesiedelt, „was unsere Arbeit noch einmal erdet“.

Das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit sei aus der Umweltstation entstanden, hob Pater Liebenstein hervor und zeigte die Zusammenarbeit des Klosters mit zahlreichen Kooperationspartnern auf. Die vielen Übernachtungen von verschiedensten Gruppen im Haus der Begegnung, „die Zahl toppt jeden Hotelbetrieb im Landkreis“, und den vom Kloster geplanten Zeltplatz auf dem ehemaligen Sportplatz, für den ein Leader-Projektantrag gestellt sei, sprach Johann Ram an. Den Antrag werde er, da dadurch auch ein Bogen zwischen Natur und Kultur gespannt würde, so MdEP Ismail Ertug, im Europäischen Parlament, selbstverständlich unterstützen. Und er lobte: „Schon lange vor Greta Thumberg gab es die Umweltstation des Klosters und das ZEN entstand daraus.“ Schon bei der Begrüßung hatte Johann Ram lobend die Energieversorgung des Klosters durch eine Hackschnitzelheizung hervorgehoben. Da der Holzpreis am Boden liege, schweben ihm im Rahmen einer Dorferneuerung eine gemeinsame Hackschnitzelheizung als gute Lösung vor. Die Wertschöpfung bleibe so in der Region.

Abschließend fasste Landratskandidat Michael Rischke die die vielfältige Jugendarbeit des Klosters mit dem Lob „Der Umweltgedanke wird vertieft – eine gute Sache“ zusammen.

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