14.10.2019 - 11:14 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Senioren-Aktiv-Wochen in Ensdorf: Jung und Alt kochen

Im Rahmen der Senioren-Aktiv-Wochen kamen mehrere Seniorinnen – auch ein Opa war dabei – in die Ensdorfer Mittelschule, um zusammen mit Neuntklässlern zu kochen.

Eng arbeiteten Großeltern und Schülerinnen in der Schulküche zusammen – und hatten ihren Spaß dabei.
von Hubert SöllnerProfil

Nicht mit dem Taktstock, sondern mit dem Kochlöffel gab dabei Fachoberlehrerin Agnes Kramer in der Küche den Ton an. Mit den Mädchen und Jungen sowie den Seniorinnen besprach sie die Kochrezepte und betonte: „Wir müssen Punkt 12 Uhr das Essen auf dem Tisch haben.“ Hefeteig sei das Thema, so Agnes Kramer, denn mit süßem Hefeteig hätten die Kinder bereits vor einer Woche Blechkuchen gebacken. Deshalb war am Montag salziger Hefeteig dran. Zuerst aber stand Roter-Beete-Salat nach einem Rezept von Sternekoch Alfons Schubeck auf der Menükarte. Dies sei ein besonders gesunder Salat, so die Fachoberlehrerin, nach dem Schneiden der Roten Beete in Speitel müsse man beim Aufkochen in Gemüsebrühe besonders aufpassen, dass sie nicht ausbluten. Salziger Hefeteig wurde dann für die französische Köstlichkeit Quiche Lorraine benötigt. Hier mussten die Schüler Hefe in einer Tasse zerbröckeln und mit Zucker verrühren. Dann Mehl, Salz. Zucker, Öl, lauwarmes Wasser und Eier in eine Rührschüssel geben und den Teig kneten „bis er sich vom Schüsselrand löst“.

Das Ganze zugedeckt lassen und für den Belag Zwiebel würfeln „wenn auch die Augen tränen“. Lauch, Zucchini und Tomaten mussten geschnibbelt werden. Alles wurden kurz angedünstet. Für den Guss galt es Sahne, Eier, Pfeffer und Salz zu verrühren und auf den Belag zu gießen, darüber noch geriebenen Emmentaler verteilen und ab in die Backröhre. Als krönender Abschluss des Menüs standen dann noch Rohrnudeln auf dem Plan, wozu natürlich auch eine leckere Vanillesoße gehörte. So ging es nun in die Vollen. Die Rentner arbeiteten mit den Schülern eng zusammen. Anfallende Tätigkeiten wurden von Alt und Jung gleichermaßen erledigt, wobei die Senioren oftmals noch Tipps für die Schüler parat hatten.

Das gemeinsame Arbeiten führte auch zu Gesprächen zwischen den Generationen. Beim gemeinsamen Essen, Abspülen und Aufräumen gab es keinerlei Berührungsängste. Die positive Resonanz aller Beteiligten spricht laut Rektorin Helga Gradl dafür, dieses generationenübergreifende „Von- und Miteinander“ auch in Zukunft beizubehalten.

Eifrig und mit viel Freude arbeiteten Oma und Enkelin zusammen.

Parallel zu den Schülerinnen, die in der Küche die Kochlöffel schwangen, waren Schüler im Werkraum dabei, Schilder im Vintage Look anzufertigen. Zuvor aber hieß es mit den Großeltern ab an den Computer, ein Text musste erstellt werden. Das konnte ein Name, ein Hinweis wie „Vorsicht! Braver Hund“ oder auch ein flotter Spruch sein.

Im Werkraum standen schon Fichtenbretter, 100 Millimeter breit, 400 Millimeter lang und 16 Millimeter tief, bereit. „Die Bretter müssen nach Wunsch in Form gesägt werden“, betonte Fachlehrerin Anita Hirsch. Der seitenverkehrt auf Papier ausgedruckt Text wurde auf das Holz aufgeklebt. Die Holzleisten mit Schraubzwingen festgehalten mit der Gehrungssäge auf die gewünschte Form und das gewünschte Maß gebracht. Danach mussten die Kanten der Bretter mit der Feile angepasst und die Flächen mit Schleifpapier glattgeschliffen werden. Danach hieß es, die Bretter mit verschiedenen Farbschichten zu versehen.

Die Köpfe der Jungen glühten, als sie mit Säge, Feile und Schleifpapier hantierten. Nun wurde das Ganze mit einem Transfermittel in einem Ätzvorgang auf das Holz übertragen. Fertig. Am Ende waren alle stolz auf ihre Schilder.

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