15.11.2019 - 17:12 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Die SPD-Kandidaten stehen

Während die Sozialdemokraten auf anderen Ebenen erhebliche Probleme haben, ist an der Ensdorfer Basis davon nichts zu spüren. Angesichts einer einmütigen Aufstellung der Gemeinderatsliste kommt sogar so etwas wie leiser Optimismus auf.

Die Gemeinderatskandidaten des SPD-Ortsvereins mit Bürgermeisterkandidaten Werner Scharl (Sechster von rechts) und Wahlleiter Bezirksrat Richard Gaßner (rechts).
von Hubert SöllnerProfil

Eindeutig war das Votum bei der Nominierungsversammlung der Ensdorfer Sozialdemokraten: Die Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl im März 2020 wurde einstimmig befürwortet. Diese politische Weichenstellung für die Kommunalwahlen erfolgte, nachdem bereits am 14. September Hans Ram zum Bürgermeisterkandidaten gewählt wurde.

Kein Einzelvotum

"Die Kommunalwahl am 15. März 2020 ist eine Schlüsselwahl, man muss um jede Stimme kämpfen", brachte es Bezirksrat und stellvertretender SPD-Kreisvorsitzender Richard Gaßner, der die Versammlung leitete, auf den Punkt. "Ihr seid auf einem guten Weg", bescheinigte er den Mitgliedern und Gemeinderatskandidaten des SPD-Ortsvereins, und betonte, dass deren Engagement und Arbeit gut und wichtig sei. "Ihr habt immer wichtige Punkte vorausschauend aufgegriffen, habt das Wohl der Bürger im Auge, versteht euch als Sprecher der Interessen der Bürger."

Nach der Erledigung aller vorgeschriebenen Formalien, konnte sich jeder Kandidat der Versammlung vorstellen und seine Schwerpunkte darlegen. In geheimer und schriftlicher Abstimmung wurde, da aus der Versammlung keine Änderungswünsche zur vorgelegten Liste kamen, die gesamte Aufstellung einstimmig angenommen.

"Beeindruckend"

"Einmütig auf den Weg gebracht, ein beeindruckender Vertrauensbeweis," gratulierte Gaßner den Kandidaten, die nun auch offiziell in den Wahlkampf ziehen.

Info:

Wenn es an lokalpolitischen Ideen nicht mangelt

Bei der Nominierungsversammlung des SPD-Ortsvereins zur Kommunalwahl im Gasthaus zum Schützenheim (siehe oben) skizzierte in einer Art Rollenspiel der bereits im September auf den Schild gehobene sozialdemokratische Bürgermeisterkandidat Hans Ram seine lokalpolitischen Vorstellungen. Demnach wollte stellvertretender Ortsvorsitzender Bastian in einem Interview erfahren, wie sich Ram 2026 „nach sechs Jahren als Bürgermeister in Ensdorf“ die Gemeinde vorstelle.

Der Kandidat machte sich deshalb auf zu einer fiktiven Fahrt durch die Gemeinde und blickte auf das das bebaute Baugebiet Strohberg in Wolfsbach mit neuem Spielplatz. Weiter sehe er von Uschlberg kommend das neue Baugebiet in Ensdorf, ein Grasdach auf einem neuen Edeka-Markt und die kürzlich fertiggestellte Gebäude zum Betreuten Wohnen.

Die Dorferneuerung sei im Gang, die Gehsteige seien barrierefrei, im Dorfladen herrsche Leben und die Thanheimer Straße sei bis zum Sportheim ausgebaut. „Selbstverständlich“ laufe bereits auch in Thanheim eine Dorferneuerung und ortsansässige Betriebe würden erweitert. Zurück über den Eggenberg fahre er, Ram, über eine staubfreie Straße nach Hirschwald, wo er in der Hutzastubn Torbogenhaus eine Kaffeepause einlege. Wie aber, ging Bartmann dazwischen, wolle er das alles erreichen?

„Transparenz im Gemeinderat“, so der Kandidat, „denn die Gemeinderäte müssen wissen, über was sie abstimmen“. Dazu seien Ausschüsse wichtig, als wichtigster ein Bauausschuss. In ihm sollten Gemeinderäte mit Interesse an Bauthemen mitarbeiten, Sachkenntnisse erwerben und diese einbringen. „Wenn ich aber im Gemeinderat Fachleute habe und deren Wissen nicht abrufe, sehe ich das als einen Offenbarungseid.“

Ram erachtet weiter einen Wirtschaftsausschuss als notwendig, der Konzepte erarbeiten soll, „damit wir wissen, an welchen Stellschrauben wir drehen müssen, damit wir den Standort attraktiver machen können“. Auch ein Sozialausschuss müsse in Betracht gezogen werden, wenn in Ensdorf Betreutes Wohnen verwirklichen wolle. Für ältere Menschen denkt Ram auch an einen Rufbus für die Ortsteile für ältere Mitbürger in den Ortsteilen umgesetzt werden. Und blieben die Jugendlichen?, so Bartmann. Junge Leute ließen sich nicht gerne etwas vorschreiben, wusste Ram, weshalb er neben dem Jugendbeauftragten ein Jugendparlament installieren wolle.

In einem Rollenspiel mit stellvertretendem Ortsvorsitzenden Bastian Bartmann (links) legte Bürgermeisterkandidat Hans Ram seine Vorstellungen dar.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.