20.04.2020 - 11:20 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Spirituelle Wanderung auf dem Oberpfälzer Jakobsweg

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Raus an die Luft und die Natur genießen - das kann man beim Pilgern durch den Hirschwald auf dem Oberpfälzer Jakobsweg.

Wunderbare Naturerlebnisse erwarten Wanderer auf dem Teil des Jakobsweges, der durch den Hirschwald führt.
von Autor MNAProfil

Der Jakobsweg ist vielen gut bekannt – sein Ziel ist doch Santiago de Compostela in Spanien. Aber auf seiner 80 Kilometer langen Etappe von Schwandorf nach Altdorf bei Nürnberg führt er direkt durch unseren Naturpark Hirschwald hindurch.

Dabei kann man an sehr vielen spirituellen Orten bei uns Station machen - und das auch im Rahmen kleinerer, einzelner Tages-Touren. Der Weg ist durchgehend mit einem Muschel-Symbol gekennzeichnet. Einzelne Anstiege sind anspruchsvoll, doch zumeist führt der Weg leicht begehbar durch die Landschaft.

Zu Klöstern und Kirchen

Einen markanten Knotenpunkt auf dieser Teil-Strecke des Oberpfälzer Jakobsweges bildet die Gemeinde Ensdorf mit ihrem Kloster und der Klosterkirche. Es ist der Endpunkt der offiziellen ersten Tagestour auf dem Oberpfälzer Jakobsweg, die zunächst von Schwandorf nach Ensdorf führt und mit einer Gesamtlänge von ca. 15 Kilometern angegeben ist. Interessante Stationen auf dem Weg wie das Kloster in Ettmannsdorf (Schwandorf) oder die St. Salvatorkirche in Naabsiegenhofen seien hier nur kurz erwähnt.

Für die zweite Tagestour, die wieder 15 Kilometer lang ist und durch den Hirschwald führt, startet der Weg in Ensdorf. Da liegt eine landschaftlich besonders schöne Etappe des Oberpfälzer Jakobsweges vor uns. Vom Kloster aus überquert man direkt die Vils-Brücke und nimmt den Anstieg auf den Eggenberg hinauf zur Wallfahrtskirche.

Dem Zeichen der Muschel folgend geht es durch den Hirschwald.

Von dort führt uns das Muschelzeichen durch den Wald das Taubenbachtal hinab. Bei Spieshof geht der Weg dann hinauf zur Burgruine Rossstein. Eine der schönsten Strecken des gesamten Jakobswegs überhaupt.

Hier leitet der Weg uns hinauf nach Egelsheim und von dort, vorbei an beeindruckenden Wachholder-Heiden, wieder hinab ins romantische Lauterachtal.

Aussicht auf die Burgruine

Man erreicht Stettkirchen mit der Wallfahrtskirche „Mariä Heimsuchung“. Auf einem kleinen Pfad oberhalb der Straße geht es weiter nach Hohenburg mit seiner wunderschönen Aussicht auf die Burgruine. Auf der Lauterachbrücke steht hier das Denkmal des Apostels Jakobus und am Marktplatz von Hohenburg die Jakobuskirche. Hier endet die Etappe 2 des Oberpfälzer Jakobswegs, für die man gut drei Stunden einplanen sollte.

Etappe 3 im Landkreis beginnt dann in Hohenburg und endet in Kastl. Die Gesamtlänge beträgt hier 14 Kilometer und man läuft etwa 3,5 Stunden.

Zunächst führt der Jakobsweg an der Grenze zum Truppenübungsplatz Hohenfels entlang, dann erreicht man Allersburg mit der Wehrkirche St. Michael. Nächster Stopp ist Ransbach und schließlich erreicht man Kastl mit seiner Schweppermannsburg und dem benediktinischen Kloster.

Wer den Jakobsweg noch aus dem Landkreis hinaus weiterverfolgen will, geht von Kastl via Trautmannshofen nach Sindlbach auf Etappe 4. Weiter führt der Weg dann über den Gnadenberg nach Altdorf bei Nürnberg auf Etappe 5 mit einer Gesamtstrecke von insgesamt 35 Kilometern, die anspruchsvoll und doch auch zeitintensiver ist.

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