28.04.2021 - 10:27 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Wasserwirtschaftsamt erhält Lob vom Gemeinderat Ensdorf: Kanuanlegestelle an der Vils wird erneuert

Die Schutzanzüge der drei Feuerwehren Ensdorf, Thanheim und Wolfsbach sind veraltet, aufgebraucht und nicht mehr zeitgemäß. Neue müssen her. Die Wehren legen dafür dem Gemeinderat Ensdorf ein von ihnen erarbeitetes Konzept vor.

Das Wasserwirtschaftsamt Weiden baut die Kanuanlegestelle am Ensdorfer Vilssteg auf seine Kosten neu. Der Unterhalt läuft dann auf die Rechnung der Gemeinde.
von Autor TRAProfil

Gemeinderat Dominik Ernst, der Kommandant der Feuerwehr Wolfsbach ist, zeigte bei der Sitzung des Ensdorfer Gemeinderats auf, auf welche neuen Schutzanzüge sich die drei Wehren in enger Zusammenarbeit geeinigt haben. Wunschprodukt ist der Texport Fire Survivor, der mehr Bewegungsfreiheit, eine höhere Schutzwirkung und eine bessere Sichtbarkeit bietet. Für die aktiven Wehrmänner werden 127 Schutzanzüge benötigt: 47 für Ensdorf, 35 für Thanheim, 45 für Wolfsbach. Die Kosten der Beschaffung in Höhe von insgesamt 162 000 Euro sollen auf vier Jahre verteilt werden, je 42 500 Euro für 34 Schutzanzüge in den Jahren 2021 bis 2023 und der Rest 2024 in den Haushalt eingestellt werden. Zunächst sollen die Dienstleistenden aus Wolfsbach, dann die aus Ensdorf und Thanheim ausgestattet werden.

Dritter Bürgermeister Roland Müller sprach sich grundsätzlich für neue Schutzanzüge aus, hatte aber Probleme mit der Stückzahl, der Auswahl und der Verteilung. Er plädierte dafür, diejenigen Feuerwehrleute, die am öftesten ausgerückt sind, als erstes zu bedienen. Bei einer Gegenstimme beschloss das Gremium die Anschaffung der neuen Schutzanzüge in der von den Feuerwehren erarbeitenden Version.

Rainer Rubenbauer und Stefan Pöhlmann von der UTA Ingenieure GmbH Amberg stellten dem Ensdorfer Gemeinderat bei dessen Sitzung die Planungen für den Bau von barrierefreien Bushaltestellen in Wolfsbach vor. Dem zufolge wird die Haltestelle in Richtung Amberg auf den Platz gegenüber der Haltestelle nach Schmidmühlen versetzt, wodurch sich die Strecke von der einen zur anderen verkürzt. "Der Übergang zwischen den Bushaltestellen wird ungesichert bleiben, da das Verkehrsaufkommen für einen Fußgängerüberweg viel zu gering ist", sagte Rainer Rubenbauer. Die Busse halten dann auf der Straße vor dem 21 Zentimeter hohen Bordstein und den neuen Bushäuschen. Die Kosten dieser Maßnahme sind auf etwa 210 000 Euro veranschlagt, wobei 97 000 Euro an Zuschüssen zu erwarten sind. Der Gemeinderat genehmigte den Entwurf, dem die entsprechenden Behörden bereits zugestimmt hatten.

Im Zuge einer Änderung der Geschäftsordnung sollten die amtlichen Bekanntmachungen der Gemeinde von den Schaukästen im Torbogen in einen der beiden neuen Schaukästen am Rathaus verlagert werden. Dies fand nicht bei allen Gemeinderäten Zustimmung. Markus Dollacker merkte an, dass im Torbogen, wie gewünscht, die Schaukästen von Vereinen und Gemeinde gemeinsam zu finden sind. Die neuen Schaukästen betrachtet der Ex-Bürgermeister als eine „Verschandelung des sanierten Rathauses". Letztendlich übernahmen die Räte bei zwei Gegenstimmen einen Kompromissvorschlag, der vorsieht, dass zunächst einmal die amtlichen Mitteilungen der Gemeinde im Torbogen und am Rathaus ausgehängt werden.

Keine Einwände hatte das Gremium gegen den Vorentwurf der Marktgemeinde Hohenburg für den Bebauungsplans mit integriertem Grünordnungsplan WA G'steibat in Mendorferbuch. Einhellige Zustimmung fand der Neubau einer Kanuanlegestelle an der Vils neben dem Steg. Bauträger ist das Wasserwirtschaftsamt Weiden, das auch die Baukosten trägt. Die Gemeinde übernimmt die Unterhalts- und Pflegeaufwendungen.

Heuer feiert das Kloster Ensdorf sein 900-jähriges Bestehen. In Kurzform informierte Bürgermeister Hans Ram über die bisher geplanten Ausstellungen, Fachvorträge und Veranstaltungen anlässlich dieses Jubiläums. Jugendbeauftragter Klaus Hernes informierte über eine vorgesehene Befragung von Jugendlichen. Außerdem kritisierte er, dass die Niederschriften der Sitzungen und Bauausschüsse „in der Regel erst Monate später und dann unvollständig fertiggestellt werden". Zudem sei ihm nicht zugestanden worden, „meine in der Sitzung gestellten Fragen in der Niederschrift richtigzustellen oder die mit Bezug zu meiner Person zu streichen“.

"Der Übergang zwischen den Bushaltestellen wird ungesichert bleiben, da das Verkehrsaufkommen für einen Fußgängerüberweg viel zu gering ist."

Ingenieur Rainer Rubenbauer

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Ensdorf
In Wolfsbach wird die barrierefreie Bushaltestelle in Richtung Amberg auf einen Standort direkt gegenüber der Haltestelle in Richtung Schmidmühlen versetzt.
In den Schaukästen am Ensdorfer Rathaus, die nicht allen Gemeinderäten gefallen, hängen künftig amtliche Mitteilungen aus.
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