04.02.2020 - 17:22 Uhr
Oberpfalz

Aus Enttäuschungen lernen

Wie viel Energie wir auf Dinge und Situationen verschwenden, die wir nicht kontrollieren können, ist unsere Entscheidung. Akzeptieren Sie Rückschläge und machen Sie das Beste aus der Situation, rät die OWZ-Glücksexpertin.

Sehen Sie in die Zukunft, nicht in die Vergangenheit.
von Autor EWAProfil

"Wieso lügst du mich an?" "Leider hat es nicht geklappt." "Mein Gott, ich bin ruiniert." "Ist das die Kündigung?" "Das habe ich mir aber anderes vorgestellt." Ob Unehrlichkeit, Betrug, Trennung oder Arbeitslosigkeit - oft läuft es im Leben leider nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Enttäuschung macht sich breit, wir sind wütend, frustriert, verärgert, traurig oder hilflos. Und somit alles andere als glücklich.

Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Vor allem aus schlechten Erfahrungen lernen wir, können so an uns selbst wachsen. Manche Menschen gehen aus Rückschlägen sogar gestärkt hervor. Dafür gibt es auch einen Begriff: Resilienz. Laut offizieller Definition handelt es sich dabei um die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen.

Nach einer Enttäuschung ist es zunächst einmal wichtig, geduldig zu sein und Gefühle wie Trauer, Wut und Hilflosigkeit nicht zu verdrängen, sondern erst einmal anzunehmen. Denn nur so können wir frei entscheiden, wie wir uns verhalten wollen - und letztendlich aus der schlechten Erfahrung lernen. Oft sind wir nicht schuld an unserer Enttäuschung und wir können auch nichts dafür. Die Gründe liegen außerhalb von unserem Einfluss und wir hätten nichts daran ändern können. Aber es ist jetzt unsere Entscheidung, wie viel Energie wir auf Dinge und Situationen verschwenden, die wir nicht kontrollieren können. Sicher ist es alles andere als schön, wenn wir enttäuscht werden. Doch denken Sie immer daran: Es ist nicht das Ende der Welt. Selbstvorwürfe wie "Hätte ich doch ..." bringen Sie jetzt nicht weiter, die Vergangenheit lässt sich nun mal nicht ändern. Anstatt sich dauernd mit dem Gestern zu beschäftigen, sollten Sie sich besser dem Heute zuwenden.

Denn Rückschläge zu verarbeiten funktioniert dann, wenn wir diese akzeptieren und das Beste aus der Situation machen. "Auch eine Enttäuschung, wenn sie nur gründlich und endgültig ist, bedeutet einen Schritt vorwärts", sagte einmal Physiker Max Planck. Wichtig ist jetzt nur, dass wir diesen auch gehen. Und dass wir Verantwortung für das eigene Leben und unsere Entscheidungen übernehmen. Fragen Sie sich deswegen auch, wie Sie das nächste Mal eine ähnliche Enttäuschung vermeiden können.

Haben Sie vielleicht zu schnell jemanden vertraut, der Ihnen das Blaue vom Himmel versprochen hat? Hatten Sie schon die ganze Zeit bei Ihrem Arbeitgeber ein schlechtes Gefühl? Haben Sie diesem Freund wieder geglaubt, obwohl dieser Versprechen noch nie eingehalten hat? Dann reagieren Sie das nächste Mal dementsprechend, Sie haben es in der Hand. "Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere", heißt es außerdem so schön. Und manchmal wartet tatsächlich erst hinter dieser Tür das Glück.

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