20.07.2021 - 14:41 Uhr
ErbendorfOberpfalz

BBZ-Trägerverein dankt Gründungsvater

„Der Start der Generalistischen Ausbildung ist gut angelaufen“, berichtete der Vorsitzende des BBZ-Trägervereins, Johannes Reger, in der Mitgliederversammlung. Ein großer Dank galt dem „Gründungsvater“ des BBZ, Hans Donko.

Der Trägerverein des Berufsbildungszentrums sprach dem "Gründungsvater" der Schule, Bürgermeister a. D. Hans Donko (Sechster von rechts), für dessen Engagement um die Einrichtung seinen Dank aus. Mit auf dem Bild Trägervereinsvorsitzender Johannes Reger (Fünfter von rechts) sowie die Vorstandsmitglieder.
von Jochen NeumannProfil

Wegen der Coronapandemie konnte sich der Trägerverein des Berufsbildungszentrums Erbendorf (BBZ) erst jetzt zur Mitgliederversammlung treffen. „Die Schule hat die Pandemie gut gemeistert“, bestätigte Trägervereinsvorsitzender Bürgermeister Johannes Reger. Überdies sei ein Wandel in der Schule bemerkbar. „Denn Corona hat die Digitalisierung im BBZ beschleunigt“, sagte Reger. Klassenzimmer seien mit sogenannten Whiteboards sowie mit Videosystemen, die auch einen Digitalunterricht aus dem Klassenraum zulassen, ausgerüstet, Notebooks für Schüler und Lehrer angeschafft und der Digitalunterricht mit speziellen Programmen ausgebaut worden. „Diese Anschaffungen wurden über den Freistaat Bayern großzügig gefördert“, berichtete der Vorsitzende. Auch in den praktischen Übungen in der Schule hört die Digitalisierung nicht auf. „So wurde eine Pflegepuppe angeschafft, an der die Schüler realistisch die Pflegeabläufe nachvollziehen können“, wusste Reger.

Erstes Jahr gut gemeistert

Besonderes Augenmerk legte der Vorsitzende auf die Generalistische Ausbildung. „Wir haben das erste Jahr Generalistik gut gemeistert.“ Das BBZ habe sich nach seinen Worten in diesem Bereich mit drei weiteren Schulen zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, um für die Schüler Praktika-Plätze in den Einrichtungen zu finden. „Unsicherheit besteht nicht nur bei uns, sondern bei allen Schulen und Einrichtungen in der praktischen Auslegung des neuen Gesetzes“, sagte Reger. Deshalb sei dieses Netzwerk auch dazu eingerichtet worden, um sich in diesen Bereichen auszutauschen.

Reger freute sich auch, dass für die Heilerziehungsausbildung die staatliche Anerkennung erteilt wurde. Heuer seien nach seinen Worten 87 Schüler in sieben Klassen an der Schule. „Die Schülerzahlen sind stabil.“ Unterrichtet werden diese von fünf Vollzeit- und vier Teilzeitkräften sowie weiteren Honorarkräften.

Reger machte deutlich, dass das Berufsbildungszentrum auch in den nächsten Jahren ausländische Schüler aufnehmen werde. „Denn die Schülergewinnung ist ein wichtiger Punkt“, merkte er an. Zudem sei in den Einrichtungen die Nachfrage nach Auszubildenden groß.

In seinem Rechenschaftsbericht hob er hervor, dass für die einzelnen Ausbildungsmöglichkeiten gezielt Werbung gemacht werde. Dafür sei sowohl der Kontakt mit Schülern als auch mit den Kooperationspartnern sowie interessierten Berufseinsteigern wichtig.

Schulleiterin Hannelore Doleschal informierte, dass mit der eingeführten Generalistischen Ausbildung die Sonderformen der Teilzeit-Ausbildungen und der verkürzten Ausbildungen auch wieder möglich seien. „Derzeit fällt dies allerdings komplett weg, was uns natürlich für Interessenten dieser Ausbildungsform sehr leid tut.“ Weiter sagte sie: „Unser Bestreben geht dahin, Teilzeitangebote wieder einzuführen.“

Zum laufenden Schuljahr führte die Schulleiterin aus, dass die Schüler seit 13. Dezember im Homeschooling seien. „Unsere hervorragende Medienausstattung macht es möglich, den Unterricht für Schüler und Lehrer zu optimieren.“ Dennoch wünscht sie sich, dass in der Schule bald wieder der Normalzustand einkehrt. „Wir wollen wieder Schule sein.“

Verein sagt Danke

Zum Ende der Versammlung dankte Vorsitzender Reger dem „Gründungsvater“, Bürgermeister a. D. Hans Donko, offiziell. „Wegen der Coronapandemie war dies im vergangenen Jahr nicht möglich“, bedauerte Reger. „Du warst für den Trägerverein und unsere Schule immer ein Ansprechpartner und hast dich persönlich für eine positive Entwicklung eingesetzt“, sagte Reger. „Du hast unsere Schule in deiner Amtszeit als Bürgermeister gehegt und gepflegt wie dein eigenes Kind.“

Als Dankeschön gab es einen Präsentkorb. „Ich habe mich gerne eingebracht“, erwiderte Hans Donko. „Wenn es gewünscht ist, werde ich mich auch in Zukunft einbringen und unterstützend tätig sein.“

"Wir wollen wieder Schule sein."

BBZ-Schulleiterin Hannelore Doleschal über das hoffentlich bald endende Homeschooling

„Die Schülerzahlen sind stabil.“

Trägervereinsvorsitzender Bürgermeister Johannes Reger

BBZ-Schüler plaudern aus dem Nähkästchen

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