18.07.2021 - 11:07 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Mit Blick zurück in Zukunft der Steinwald-Allianz sehen

Die Steinwald-Allianz evaluiert das gemeinsame Entwicklungskonzept aus dem Jahr 2015. Zunächst stellte sich bei einem Workshop in Erbendorf die Frage, wie aktuell die damaligen Überlegungen noch sind.

Bauoberrat Frank Langguth (Zweiter von links) und Baudirektor Erik Bergner (rechts, mit Mikrofon) von der Schule für Dorf- und Landentwicklung Abtei Plankstetten moderierten den Workshop in der Stadthalle.
von Externer BeitragProfil

Das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept der Steinwald-Allianz soll nach sechs Jahren überarbeitet werden. Dazu wurden nun in einem ersten Schritt das gültige Konzept auf seine Aktualität hin überprüft und die enthaltenen Projekte evaluiert. Die Schule der Dorf- und Landentwicklung in Plankstetten hatte zum Workshop in die Stadthalle eingeladen.

Baudirektor Erik Bergner und Bauoberrat Frank Langguth von der Schule für Dorf- und Landentwicklung Abtei Plankstetten moderierten die Tagesveranstaltung. Eingeladen waren nicht nur die Bürgermeister der Mitgliedskommunen, sondern auch Fach- und Förderstellen sowie der Naturparkverein als enger Partner in der Zusammenarbeit.

Ziele weiterentwickeln

"Die Zahl der Integrierten Ländlichen Entwicklungen steigt, weil der Wert der Zusammenarbeit von Kommunen erkannt wird", bestätigte Erik Bergner. Er machte deutlich: "Die Verwaltung für Ländliche Entwicklung unterstützt das mit zahlreichen Initiativen und schlägt auch einen sogenannten ILE-Bonus auf die Förderungen der Ländlichen Entwicklung vor." Voraussetzung sei aber, dass sich die Zusammenschlüsse in einem mehrstufigen Verfahren regelmäßig mit ihren Zielen beschäftigten und diese gegebenenfalls anpassten und weiterentwickelten.

Die Steinwald-Allianz hat im aktuellen Entwicklungskonzept bereits fünf große Handlungsfelder: interkommunale Kooperation; Ortsentwicklung, Daseinsvorsorge und Soziales; ökonomische Entwicklung, touristische Weiterentwicklung, Ökologie und Klimaschutz. Insgesamt waren bisher 52 Projekte in die Handlungsfelder eingebettet.

Umsetzungsbegleiter Martin Schmid ging auf die Bearbeitungsstände ein: "29 Projekte wurden bearbeitet – und viele davon haben sich als laufendes Geschäft erwiesen, die aufgrund ihrer Notwendigkeit keinen Abschluss erwarten lassen." Als Beispiele nannte er die umfassende touristische Online-Vermarktung, die Herausgabe des eigenen Magazins und die Einführung des mobilen Dorfladens zur Stärkung der Nahversorgung. "Von den noch nicht angepackten Projekten haben sich im Laufe der vergangenen Jahre einige als nicht durchführbar erwiesen, weil sie von anderen Stellen bearbeitet wurden oder sich schlichtweg die passende Gelegenheit bisher nicht ergab", erläuterte Schmid.

Vorsitzender Johannes Reger sah darin kein Problem: "Eine gute Regionalentwicklung braucht viele Akteure unter einem Hut, die notwendigen finanziellen Mittel in Form von Förderprogrammen und oft auch einen förderlichen Zeitgeist." Die Fortbildungen der Bauhofmitarbeiter rund um die Biologische Vielfalt seien zum Beispiel 2015 eine Randnotiz im Konzept gewesen, heute werde die Steinwald-Allianz für ihr Engagement in diesem Bereich gelobt.

Sachgebietsleiter Michael Neft vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz leitete mit einem Impulsreferat den Blick in die Zukunft ein. Er beleuchtete die Handlungsfelder, die in einem künftigen Konzept Beachtung finden sollten und ergänzte die bereits vorhandenen mit den Themenbereichen Orts- und Innenentwicklung sowie Digitalisierung.

Start im Winter

"Die Erarbeitung eines neuen Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts kann nach Auswahl eines Büros vermutlich im Winter dieses Jahres beginnen", informierte Michael Neft. Mit dem Beitritt der Stadt Windischeschenbach zur Steinwald-Allianz und vielen neuen Mandatsträgern seien passende Voraussetzungen für ein zukunftsorientiertes Konzept vorhanden.

Die Versammlung legte sich schon beim Rückblick auf einen neuen Schwerpunkt fest, bei dem der Zusammenarbeit auch ein lernender Aspekt beigefügt werden soll. "Die Herausforderungen in den Kommunen ähneln sich oft und die Mitglieder der Steinwald-Allianz können sowohl von Erfolgen der anderen als auch von Hürden durch einen Wissenszuwachs profitieren", sagte Vorsitzender Johannes Reger. Der Aufgabe werde man sich stellen, um gemeinsam als Region noch schlagkräftiger zu werden.

Steinwald-Allianz zeigt, was sie zu bieten hat

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"Eine gute Regionalentwicklung braucht viele Akteure unter einem Hut, die notwendigen finanziellen Mittel in Form von Förderprogrammen und oft auch einen förderlichen Zeitgeist."

Johannes Reger

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