14.06.2020 - 11:27 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Blutspende startet wieder

"Jetzt nur nicht nachlassen" - der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) gab sich für den Juni 2020 ein Motto, um viele Menschen zu einem Termin zu locken. Neustart im Landkreis ist am Dienstag in der Stadthalle Erbendorf.

In Schlangenlinien und mit eineinhalb Metern Abstand sollen die Spender durch die Stadthalle gehen. Dieses Bild entstand während des Aufbaus vor dem abgesagten Blutspendetermin Ende März
von fksProfil

Kurzfristig musste der ursprüngliche Termin in Erbendorf am 31. März abgesagt werden. Die Coronakrise und damit verbundene Einschränkungen waren damals neu für alle Beteiligten. Aus Sicherheitsgründen entfiel die Blutspende, obgleich die Bereitschaft Erbendorf im BRK bestens vorbereitet war.

Mund-Nase-Schutz Pflicht

Für den Neustart im Landkreis Tirschenreuth wiederholt BRK-Bereitschaftsleiter Sven Lehner das ausgedachte Prinzip: Im Einbahnstraßensystem gelangen die Spender von Station zu Station - aber nur, wenn am Eingang neben der Bühne die Kontrolle der Körpertemperatur keine Auffälligkeiten aufzeigt. Zudem werden alle gebeten, sich an der ersten Station die Hände zu desinfizieren. Und auch der mittlerweile zum gewohnten Bild gehörige Mund-Nasen-Schutz ist während des gesamten Aufenthaltes in der Stadthalle zu tragen. "Falls jemand seine Alltagsmaske vergessen sollte, halten wir im Eingangsbereich welche kostenfrei bereit."

Abstand halten, Stift mitbringen

Aufgrund der zu erwartenden hohen Spendebereitschaft ist der erste Wartebereich im großen Saal der Stadthalle mit Hilfe eines Schlangenliniensystems deutlich verlängert worden. "Bodenmarkierungen zeigen den vorgegebenen Mindestabstand von eineinhalb Metern an", erklärt der Bereitschaftsleiter das Hygienekonzept. Im abgetrennten Bereich des Saals erfolgen die Registrierung und das Ausfüllen des Fragebogens. "Jeder Spender soll einen eigenen Kugelschreiber mit schwarz schreibender Mine mitbringen." Dadurch soll die Weitergabe des Virus vermieden werden.

Wer den Labortest im oberen Treppenhaus erfolgreich meistert, darf dann über die Treppe zum Spenderaum im unteren Saal weitergehen. Zuvor erfolgt im Vorraum noch die ärztliche Untersuchung. Nach der Spende gelangen die Spender dann über einen Hinterausgang zum Parkplatz. "Statt einer gemeinsamen Brotzeit bekommt jeder noch ein Lunchpaket von der Bäckerei Schraml mit nach Hause." Zudem können alle zwischen einem einheitlichen Geschenk oder Sammelpunkten für das Cineplanet oder das Sibyllenbad wählen.

Ein großes Dankeschön richtet Lehner auch an die vielen ehrenamtlichen Helfer, die sich nicht nur um den Auf- und Abbau kümmern. "Da viele unserer Stammhelfer selbst einer Risikogruppe angehören, unterstützen uns diesmal viele, die sonst eher im Sanitätsdienst oder der organisierten Ersten Hilfe eingesetzt sind." Zudem dankt er Stadthallenbetreiber Michael Wirth für die Räume. Von 15.30 Uhr bis 20 Uhr besteht am Dienstag, 16. Juni, die Möglichkeit zur Blutspende.

Da geht es rein - BRK-Bereitschaftsleiter Sven Lehner aus Erbendorf zeigt den neuen Eingang zur Blutspende neben der Bühne. Hinweisschilder sollen helfen, diesen zu finden. Das Bild entstand Bereits Ende März beim vorherigen Termin.
Wer darf spenden :

Wer spenden darf und warum es notwendig ist

Täglich werden alleine im Freistaat Bayern rund 2000 Blutkonserven benötigt. Die Versorgung mit überlebenswichtigen Blutpräparaten ist nach Informationen des Blutspendedienstes aktuell gesichert. Gleichzeitig warnt er, diese Momentaufnahme mit Blick auf die bevorstehende Sommerzeit und weitere Lockerungen der Corona-Auflagen als falsches Signal zu sehen. Vor allem erwartet der Dienst eine steigende Nachfrage aus den Klinken, die die Ferienzeit nutzen werden, um coronabedingt verschobene Operationen nachzuholen.

Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren. Bei Mehrfachspendern über 68 und Erstspendern über 60 Jahre erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen sind ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus-Erkrankten werden nicht zur Spende zugelassen

Der Bericht zum ursprünglich geplanten Termin Ende März

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