28.06.2021 - 10:54 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Erbendorfer Stadtrat befasst sich mit Bauanträgen

Über zwei Bauanträge musste der Stadtrat abstimmen; über zwei weitere bereits behandelte Vorhaben wurde das Gremium in der Juni-Sitzung informiert. Das Ergebnis: Alle Vorhaben können verwirklicht werden.

Über zwei der insgesamt vier Bauanträge musste der Stadtrat entscheiden. Das jeweilige Votum war einstimmig.
von Werner RoblProfil

Den Bau eines Nebengebäudes beabsichtigt ein Grundstücksbesitzer in Grötschenreuth bei Erbendorf. Eingebunden in die Planung wurden auch eine Doppel- und eine Traktorgarage sowie ein Abstellraum. Den für den Bau benötigten Gesamtbedarf an Grundstücksfläche bezifferte Bürgermeister Johannes Reger in der Sitzung des Erbendorfer Stadtrates auf 137,4 Quadratmeter. Die Gebäude-Dacheindeckung erfolgt durch ein 16 Grad geneigtes Pultdach mit Trapezblechen. Die Seitenwände - so die Absicht des Bauherrn - werden in Ziegelbauweise errichtet. Das in der Sitzung beleuchtete Bauvorhaben liegt innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortschaft Grötschenreuth. Die Erschließung sei gesichert. „Das Grundstück liegt an einer öffentlichen Straße.“ Hausanschlüsse zur Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung seien bereits vorhanden, informierte das Erbendorfer Stadtoberhaupt. Zudem lägen – so Reger an anderer Stelle seiner Informationen – sämtliche Nachbarunterschriften vor. Das Votum der Stadträte erfolgte einstimmig. Folglich konnte dem Antrag aus Grötschenreuth das gemeindliche Einvernehmen erteilt werden.

Ohne Gegenstimmen befürwortet wurde auch ein Bauantrag, der das Rathaus aus Geiselhof erreichte: Dort beabsichtigt ein Landwirt die Errichtung eines abflusslosen Güllebehälters in monolithischer Ausführung mit Betondecke. Das Bauvorhaben hat einen Durchmesser von 16 Metern beziehungsweise eine Tiefe von 6 Metern. Das Fassungsvermögen bezifferte der Architekt auf 1205 Kubikmeter. Die Ausführung erfolgt in Stahlbeton. Das zur Genehmigung eingereichte Bauvorhaben liegt im Außenbereich. Die künftige Anlage dient dem landwirtschaftlichen Betrieb. „Sie nimmt aber nur einen untergeordneten Teil der Betriebsfläche ein. Das Vorhaben ist privilegiert“, erinnerte Bürgermeister Reger an den Paragrafen 35 Absatz 1 des Baugesetzbuches. Die Erschließung sei gesichert. Zudem warf Reger einen Blick auf das Baugrundstück: „Es liegt an einer öffentlichen Verkehrsfläche.“

Auf dem Verwaltungsweg wurde ein Antrag bearbeitet, der die Stadt Erbendorf aus dem Gemeindeteil Thann erreichte. Als sogenanntes „einfaches Geschäft der Verwaltung“ behandelt wurden im Bauamt des Rathauses der geplante Anbau eines Hochsilos und der Ersatzbau beziehungsweise die Erweiterung eines bestehenden Rinderstalles mit Kranken- und Abkalbboxen. „Die Unterlagen wurden an das Landratsamt Tirschenreuth weitergeleitet“, informierte das Stadtoberhaupt.

Bearbeitet wurde vor wenigen Tagen auch der Tekturplan für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung und Doppelgarage. Die künftigen Wohn- und Nutzgebäude werden im Gebiet „Naabhöhe“ errichtet. Das Vorhaben hält sich an die Vorgaben des Bebauungsplanes. Die Erschließung ist gesichert. Laut Stadtratsbeschluss Nr. 174 vom 20. Juni 1994 konnte die Angelegenheit daher im Genehmigungsfreistellungsverfahren behandelt und seitens der Stadt Erbendorf befürwortet werden.

"Das Vorhaben ist privilegiert.“

Bürgermeister Johannes Reger zum Bauantrag zur Errichtung eines abflusslosen Güllebehälters

Gegen die Bauvorhaben der Nachbarkommunen hatte der Erbendorfer Stadtrat keine Einwände

Erbendorf
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